Von meinstutensee.de-Reporter Martin Strohal

In einer Stellungnahme, die meinstutensee.de vorliegt, sprechen sich neun Ärztinnen und Ärzte aus Blankenloch und Büchig für den Erhalt des Lachwalds aus. Ihr Argument: der Biophilia-Effekt.

Die Wechselwirkung zwischen Natur und Mensch sei inzwischen wissenschaftlich erforscht. Man spreche dabei vom “Biophilia-Effekt”. Der Begriff Biophilie gehe auf Erich Fromm zurück und bedeute “die Liebe zu allem Lebendigen”.

“Die Forschung hat entdeckt, dass Wälder nicht nur Wasserspeicher, Sauerstoffproduzenten, Naherholungsgebiet, Holzlieferanten, Luftreiniger und Heimat für viele schützenswerte Tiere und Pflanzen sind, was in der Tat schon mehr als genügend Gründe wären, um sie zu erhalten, sondern dass Bäume darüber hinaus aktive Wesen sind, die untereinander, mit ihrer Umwelt und mit uns Menschen kommunizieren”, so die Ärzte. “Dadurch haben sie eine heilende Wirkung auf uns! Allerdings müssen wir dazu regelmäßige Waldspaziergänge machen.”

Für weitere Informationen über den Biophilia-Effekt empfehlen die Mediziner eine Recherche im Internet und Videos zum Thema auf YouTube. Es handele sich um wissenschaftliche, messbare Fakten. Allerdings sei auch noch viel Forschung notwendig.

Waldspaziergänge würden über bioaktive Substanzen das menschliche Immunsystem stärken. Zudem würde ein Aufenthalt im Wald beruhigend und blutdrucksenkend wirken. “Da Gesundheit und Wohlergehen bekanntermaßen das höchste Gut der Menschen sind, sollten wir diese rein materiellen Interessen nicht unterordnen”, so die Ärzte. “Bezahlbarer Wohnraum und behinderten- und altengrechtes Wohnen sind uns Ärzten natürlich ebenfalls wichtig. Dies kann man mit erhöhtem Aufwand und Ideenreichtum sicherlich auch anderswo ermöglichen, wenn man es ernsthaft will.”

Die Zerstörung eines 100 Jahre alten Waldes mit all seinen wichtigen Funktionen ließe sich aber in absehbarer Zeit nicht ausgleichen und schon gar nicht kostenneutral.

Bildquellen

  • Demonstration Lachwald: Martin Strohal
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