Von meinstutensee.de-Reporter Sabrina Strohal

Am Samstag, den 14. April 2018, wurde der erste Bücherschrank in Stutensee eingeweiht. Er befindet sich neben dem Friedrichstaler Kreisverkehr an der Berliner Allee. Ortsvorsteher Lutz Schönthal begrüßte die zahlreichen Besucher und freute sich, dass Friedrichstal mit den entlang der Berliner Allee neu aufgestellten Bänken, dem Bücherschrank und dem im letzten Sommer gepflanzten Weihnachtsbaum ein „schönes Ensemble“ habe. Einige tausend Euro habe der Schrank gekostet. Mehr als die Hälfte trug das Familienzentrum Friedrichstal bei. Die restliche Finanzierung wurde von den beiden Sponsoren Volksbank Stutensee-Weingarten und Seeger & Dürr Stiftung sowie einigen Privatleuten übernommen.

Initiator Rolf Pessel

Rolf Pessel, der „Vater des Projekts“ und Mitglied des Familienzentrums war mit seinem „Ich bin schuld“ Schild auf der Brust froh, dass er „nicht alleine hier stehe.“ Um die vierzig Interessierte hatten sich um den schon etwas befüllten Schrank versammelt. Um die Wichtigkeit des Bücherschranks zu verdeutlichen, hatte Pessel geschichtsträchtige Ereignisse des 14.4. aus den vergangenen Jahrhunderten herausgesucht.

Doch wie kam es überhaupt zu einem Bücherschrank in Friedrichstal? Im Dezember 2016 hatte Rolf Pessel als Initiator die Idee und stellte sie als regelmäßiger Besucher der Ortschaftsratsitzungen dort vor. Ihm habe die Idee eines „24 Stunden Self-Service“ des Bücherausleihens gefallen. Vom Familienzentrum Friedrichstal hatte sich schnell ein Team gebildet, das sich als Paten um den Schrank kümmern wollte. Die Finanzierung stand auch schnell, brach dann aber zusammen, und es mussten Sponsoren gefunden werden. Als dies geregelt war, konnte im Januar diesen Jahres die Bestellung des Schrankes rausgehen. Im März wurde das Fundament erstellt, neben der kurz zuvor neu aufgebauten Bank am Kreisverkehr. Rolf Pessel dachte am 14. März „mich trifft der Schlag“, als er erfuhr, dass die Bestellung des Bücherschranks nicht beim Lieferanten angekommen war. Sichtlich erfreut war er nun, dass einen Monat später der Schrank endlich stand.

Heiko Zimmer, Filialleiter der Volksbank, versicherte, dass die Volksbank in Sichtweite des Schrankes die Überwachung während der Öffnungszeiten übernehmen würde. Er hoffe, dass der Bücherschrank in Friedrichstal gut angenommen wird, aber davon gehe er aus. Einen guten Start hatte das neue Angebot auf jeden Fall, denn bei der Einweihung wurden schon etliche Bücher eingestellt und auch heraus genommen.

Die neun Bücherpaten vom Familienzentrum werden nun dafür sorgen, dass die Bücher ordentlich im Schrank stehen, aussortiert werden, wenn sie zu lange drin stehen, und der Schrank sauber bleibt. Unordnung sollte nicht entstehen, denn „da muss Leben rein, damit die Kiste lebt“, so Pessel.

Das unterste Fach ist reserviert für Kinder- und Jugendliteratur, ein Fach darüber für internationale Literatur und die Fächer darüber für weitere Bücher. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Bücher heineingestellt und nicht gestapelt werden. Nebendran sollten keine Kisten voller Bücher abgestellt werden.

Bildquellen

  • Einweihung öffentlicher Bücherschrank Friedrichstal: Martin Strohal
  • Einweihung öffentlicher Bücherschrank Friedrichstal: Martin Strohal
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