Von meinstutensee.de-Reporter Martin Strohal

Am 23. September 2018 gibt es einen besonderen Gottesdienst in Spöck. Mundartdichter Wolfgang Müller aus Söllingen ist um 10 Uhr zu Gast in der evangelischen Kirche.

Wenn Martin Luther dazu aufruft, die Sprache, die die Leute zu Hause, auf dem Markt und auf den Gassen sprechen, (auch) zur Richtschnur für die Predigt zu nehmen, öffnet er ganz bewusst der Umgangssprache vor Ort die Tür zur Kirche und ermutigt Liturg und Gemeinde zum Feiern von Gottesdiensten in der regionalen Mundart.

Wolfgang Müller aus Söllingen hat im Rahmen des Reformationsjubiläums einen solchen Gottesdienst in seiner heimischen pfinzfränkischen Mundart ausgearbeitet, zu dem er in Kirchen in der Umgebung einlädt. Als Prädikant der Evangelischen Landeskirche, als gern gehörter Radioautor und als gerade wieder gekürter Badischer Mundartpreisträger kann und darf er in mehrfacher Hinsicht aus berufenem Mund sprechen.

Grundlage des Gottesdienstes sind Verse aus dem Brief des Apostels Paulus an die Kolosser, die in dem Vorschlag gipfeln: Doch oins vor allem: Schlupfet en d’Liebe nei! (Kol.3,14) Zu diesem besonderen Gottesdienst sind alle ganz herzlich eingeladen, d‘Regelbesucher genauso wie d’Widdermol-Vorbeigugger und natürlich auch die, die de Kirchturm sonscht bloß zum uff d’Uhr Gugge brauche.

Bildquellen

  • Wolfgang Müller: privat