Die evangelische Kirche in Spöck am Samstag Vormittag. Etwa 25 Kinder im Kindergartenalter schauen erwartungsvoll auf die Empore, als wie von Geisterhand die ersten hellen Töne im altehrwürdigen Raum ertönen. „Das klingt wie eine Flöte“, sagt ein Mädchen über die Orgelpfeifen. „Ich finde, die Orgel ist wie ein Keyboard“, erklärt ein Junge. Welchen Instrumenten die Orgel denn ähnelte, hatte Musiklehrerin Ulrike Günther zuvor gefragt. Bereits seit 19 Jahren organisiert die Spöckerin eine Orgelführung für das zweite Jahr ihrer Gruppen der Musikalischen Früherziehung bei der Musikschule Hardt.
„Ein Keyboard funktioniert ja auch mit Tasten, nur eben mit Strom“, erläutert der Junge seine Überlegung. Aber auch ein Klavier oder ein Cembalo gehöre natürlich zur Verwandtschaft, sinnieren die Kinder weiter. Und wie bei einem Akkordeon wird Luft benötigt, um einen Ton zu erzeugen. All diese Instrumente hatte der Nachwuchs aus allen Stutenseer Stadtteilen bereits im Rahmen der musikalischen Früherziehung durchgenommen. Spannend wird es, als die Kindergartenkinder dann die Empore erklimmen und sich dem riesigen Instrument nähern dürfen.

Natürlich dürfen die Kinder auch selbst ran. Während die einen die Tasten der Orgel drücken, können die anderen zwei einzelne Pfeifen über einen Fuß-Blasebalg zum Klingen bringen. Von all den Knöpfen und Schaltern und dem beeindruckenden Klang der “Königin der Instrumente” zeigen sich die Kinder sehr beeindruckt. “Ich mache das jetzt seit 19 Jahren”, erklärt Ulrike Günther. Die Orgelführung würde bei den Kindern immer sehr gut ankommen und das Kennenlernen der Musikinstrumente im Unterricht abrunden.
Und so wird sie wohl auch im nächsten Jahr mit kleinen Kindern in der Spöcker Kirche sein, um ein ganz besonderes Instrument zu besichtigen.


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