Pressemitteilung von Stadtverwaltung Stutensee

Aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage nach Wohnraum beziehungsweise Bauplätzen und des prognostizierten Einwohnerzuwachses in Stutensee steht die Verwaltung vor der großen Herausforderung, zeitnah weitere Möglichkeiten zur Bereitstellung von Wohnraum zu ermöglichen. Das teilt die Stadtverwaltung mit.

Insbesondere die Beachtung des für zukünftige Generationen verfügbaren Bodens und die nationale Nachhaltigkeitsstrategie fordern einen sensiblen Umgang mit dem Thema Flächenverbrauch und eine verstärkte Betrachtung der Wiedernutzbarmachung und Nachverdichtung von Flächen im Innenbereich. Um den kurzfristigen Bedarf an Wohnraum und besonderen Wohnformen zu decken, kann die Innenentwicklung jedoch nur einen Baustein einer umfassenden Betrachtungsweise bilden.

Innenentwicklung ist ein permanentes Thema in der Stadtentwicklung und wurde dementsprechend auch in den vergangenen Jahren in Stutensee immer wieder in Form unterschiedlicher Projekte realisiert.  Die umgesetzten Vorhaben der Innenentwicklung reichen dabei von der Beratung und Umsetzung von einzelnen, privaten Bauvorhaben, die in Abstimmung mit der Baurechtsbehörde, in der zweiten Reihe über alle Ortsteile umgesetzt wurden, über die Erschließung von Blockinnenbereichen als „neues Quartier“ wie beispielsweise der Schulstraße in Blankenloch bis zu den vielen Wiedernutzbarmachungen vor allem gewerblicher Leerstände, die vom Lehmann-Areal bis zum künftig entstehenden „Wohnpark Mittendrin“ reichen.

Um der Wichtigkeit des Themas Rechnung zu tragen, soll die Erstellung einer strukturierten und strategischen Herangehensweise eine umfassende und ganzheitliche Betrachtung des Themas ermöglichen, so Oberbürgermeisterin Petra Becker. Dazu wurden in einem ersten Schritt Übersichtskarten, die stadtweit Leerstände auf der Ebene der Wohngebäude aufzeigen, sowie ein Kataster über bisher unbebaute Baugrundstücke erstellt und eine Karte zu den Bebauungsmöglichkeiten in der zweiten Reihe entwickelt. „Diese Visualisierungen unterstützen die Ermittlung von Handlungsfeldern, um eine Priorisierung und in der Folge die Umsetzung der einzelnen Felder sinnhaft zu ermöglichen“, erklärt Erste Bürgermeisterin Sylvia Tröger.

Strategisch sind für das weitere Vorgehen Entscheidungskriterien aufgestellt worden, damit verschiedene Projekte in einem zeitlichen Ablauf angegangen werden können. Mit berücksichtigt werden dabei die Effekte einer Verdichtung im Innenbereich, die eine intensive Betrachtung der örtlichen Gegebenheiten erfordern. So müssen für die Umsetzung unter anderem die Parkplatzsituation oder die ausreichende Dimensionierung der Kanalisation beachtet werden, aber auch die Auswirkungen auf die innerörtlichen Grünflächen und Effekte auf das Klima abgewogen werden.

Die bisherige Arbeit kann als Einstiegsgrundlage für die geplante Einstellung eines kommunalen Flächenmanagenden dienen, um auf dieser Basis mit entsprechenden Eigentümern in den Dialog treten zu können. Zur Umsetzung von Innenentwicklungsvorhaben ist aufgrund der Eigentumsverhältnisse die weitreichende Mitwirkung von privaten Grundstückseigentümern unabdingbar.Zudem werden die Untersuchungsergebnisse als Basis für die Weiterentwicklung des Themas in Abstimmung mit den Ortschaftsräten und den Fachplanern eingesetzt werden, dabei soll bei einem gemeinsamen Termin eine auf die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten passende Herangehensweise gefunden werden und abgestimmt werden. Durch die Umsetzung von Pilotprojekten wie in der Südenstraße sollen neue Ansätze zur Realisierung von Innenentwicklung ausgetestet werden, die abschließend in Verbindung mit der Untersuchung in einem Bericht zur Innenentwicklung zusammengeführt werden sollen.

Quelle: Stadtverwaltung Stutensee

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