Von meinstutensee.de-Reporter Martin Strohal

Die CDU/FDP-Fraktion im Stutenseer Gemeinderat hatte beantragt, dass Stutensee sich im Rahmen des European Energy Award (EEA) zertifiziert und damit den Titel “Europäische Energie- und Klimaschutzkommune” tragen kann.

Die Stadtverwaltung verwies auf den Energiebericht, der im Herbst vorliegen soll. Auf dieser Basis sollen die weiteren Voraussetzungen für eine Zertifizierung geklärt werden. “Dann wissen wir, wo wir stehen”, so Oberbürgermeisterin Petra Becker. Für das Anstreben einer Zertifizierung werde auch eine Mitarbeiterin der Energieagentur des Landkreises hinzugezogen werden.

Die Verwaltung sieht umfangreiche Vorarbeiten auf sich zukommen. Auf der anderen Seite stünden Zuschüsse und gegebenenfalls künftig höhere Förderungen in Aussicht.

Im Rahmen der European Energy Award-Zertifizierung werden die Aspekte Raumordnung und -planung, kommunale Gebäude und Anlagen, Ver- und Entsorgung, Mobilität, interne Organisation sowie Kommunikation und Kooperation untersucht.

“Alles, was in Stutensee passiert, soll im Hinblick auf den Klimaschutz analysiert werden”, so Ansgar Mayr, Vorsitzender der CDU/FDP-Fraktion. Eine Verschiebung in den Herbst sei für die Fraktion in Ordnung.

“Wichtig ist, dass dem Aufwand für die Zertifizierung ein nennenswerter Mehrwert gegenübersteht”, betonte Klaus Mangold (Freie Wähler). Generell stünde er dem Thema aber positiv gegenüber.

Auch Wolfgang Sickinger (SPD) betonte die Wichtigkeit des Klimaschutzes. Er sah insbesondere das Schulzentrum als Energieverschwender. Das solle durch Experten untersucht werden.

“Eine Zertifizierung deckt Fehler auf und hält die Menschen am Ball”, so Ludwig Streib (Grüne). Das sei sehr viel Arbeit und verursache Kosten. Er schlug vor, beim Umweltministerium Zuschüsse für einen Klimaschutzmanager zu beantragen.

Heinrich Sickinger (fraktionslos) schlug vor, dem Zusammenschluss von Bruchsal, Bretten und Ettlingen beizutreten, die ihren Strom selbst produzieren würden.

Das Anstreben der Zertifizierung ab kommendem Herbst wurde vom Gemeinderat einstimmig beschlossen.

Bildquellen

  • Stromleitungen: blickpixel/pixabay.com
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