Von meinstutensee.de-Reporter Martin Strohal

Am gestrigen Freitag fand in und um Schloss Stutensee die Premiere des Theaterstücks “Die Schöne und die Bestie” statt. Die Laienschauspielerinnen und -schauspieler des Theatervereins StageArt e.V. setzten den Klassiker unterhaltsam und professionell um und begeisterten ihr Publikum.

Nein, es handele sich bei der Aufführung nicht um ein Musical, wie vielfach im Vorfeld vermutet, berichtet Ulrike Partik-Raupp, Co-Autorin und Regisseurin des Stücks. “Die Schöne und das Biest” ist ein traditionelles Volksmärchen aus Frankreich aus dem 18. Jahrhundert, heutzutage aber hauptsächlich durch die Disney-Umsetzung bekannt.

Für StageArt haben Ulrike Partik-Raupp und Marcel Hovatitsch das Buch selbst geschrieben, zugeschnitten auf die zur Verfügung stehenden Schauspielerinnen und Schauspieler des Vereins sowie den zeitlichen und räumlichen Rahmen. Die Zuschauerzahl muss auf 54 begrenzt werden – mehr Platz bietet der Raum im Schloss nicht. Zunächst beginnt die Vorführung aber auf der Wiese vor dem Schloss. Weitere Szenen finden auch hinter dem Schloss und vor einem Seitengebäude statt.

In der von StageArt erzählten Geschichte verwandelt eine Zauberin, Madam Sorcière (Simone Bekk), den Marquis de Rosier (Kevin Horvatitsch) in eine Bestie. Sein Inneres soll nach außen sichtbar werden. Ebenfalls bestraft werden die Bediensteten Mathieu (Andreas Senger), der nun nichts mehr sehen kann, Selene (Maren Müller), die nichts mehr hören kann, und Madeleine (Ann-Kathrin Beimel-Alfke), die nicht mehr sprechen kann. Sie büßen damit für ihr lasterhaftes Verhalten. Erlöst werden können sie nur durch wahre Liebe. Diese naht viele Jahre nach der Verwandlung in Person von Elene (Stephanie Rosenfeld), die ihren Vater (Marcel Horvatitsch) von dem Fluch der Bestie befreien will. Ihr auf den Fersen der in sie verliebte Remy (David Beimel) mit seinen Tanten (Gaby Schneider-Mall und Ulrike Partik-Raupp), ihre Schwestern (Sina Hunzinger und Ivana Herrmann) sowie Pfandleiher Gaspar Gourmand (Paul Tremper), dem es weniger um die Liebe als vielmehr um das Geld geht.

Trotz aller Dramatik fehlt in dem Stück auch eine Prise Humor nicht, insbesondere im Zusammenspiel der Dienerschaft der Bestie. Die Ausstattung des Stücks ist wie üblich bei StageArt mit großer Liebe zum Detail umgesetzt. Für die Bestie ist eine spezielle Maske und ein Gebiss mit Reißzähnen angefertigt worden. Die Kostüme sind prächtig.

Wer das Stück noch sehen will, hat an diesem und am nächsten Wochenende noch die Möglichkeit dazu (freitags und samstags jeweils um 20 Uhr, sonntags um 15 Uhr und um 19.30 Uhr). Nach einer Sommerpause wird das Stück auch im September an den Wochenenden 13. bis 15. und 20. bis 22. noch aufgeführt.

Die Aufführung reiht sich ein in das 100-jährige Jubiläum der Jugendeinrichtung Schloss Stutensee. Passend zum Baustein “Konflikte” des pädagogischen Mosaiks füge sich der Programmpunkt hervorragend in die Veranstaltungsreihe des Jubiläumsjahrs, so Isabelle Gotschlich, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Jugendeinrichtung.

Bildquellen

  • StageArt: Die Schöne und die Bestie: Martin Strohal
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