Von meinstutensee.de-Reporter Martin Strohal

Nachdem bei einer Brandverhütungsschau im November 2016 zahlreiche Mängel am Stutenseer Schulzentrum festgestellt worden sind, wurde nun ein Brandschutzkonzept erstellt. Darauf aufbauend sollen die Mängel schrittweise abgearbeitet werden.

Aufgrund des Umfangs und der Komplexität hat die Stadtverwaltung ein Ingenieurbüro mit der Planung der Sanierungsmaßnahmen beauftragt. Als vordringliche Aufgabe wird aktuell eine Brandmeldeanlage im Schulzentrum installiert. Die Umsetzung dieser Maßnahme muss nachgewiesen werden. Anschließend können die weiteren Auflagen schrittweise abgearbeitet werden, so die Stadtverwaltung.

Einig war man sich im Gemeinderat, dass an der Erfüllung der Brandschutzmaßnahmen kein Weg vorbei führt, insbesondere angesichts der vielen Menschen, die diese Gebäude nutzen.

Für die Freien Wähler pochte Klaus Mangold darauf, dass nur die Dinge umgesetzt werden, für die es eine rechtliche Verpflichtung gebe. Die Haushaltslage sei angespannt, die Stadt habe keine Rücklagen. “Das ist kein Wunschkonzert!”

Sowohl von CDU als auch von der SPD kamen weitergehende Vorschläge. “Die energetische Sanierung der Fassade sollte auch betrachtet werden, wenn man sowieso dran ist”, meinte Nicole LaCroix (CDU). Die alte Fassade könne nicht dauerhaft bleiben. Deshalb solle man gleich zu Ende denken und einen Arbeitsplan für die kommenden Jahre erstellen.

Der Umfang der Maßnahmen mache es erforderlich, Teile der Schulen zeitweise auszulagern, informierte die Stadtverwaltung. Dann sei es sinnvoll, auch gleichzeitig Energiemaßnahmen durchzuführen, so Wolfgang Sickinger (SPD). Das könnte zu Kosteneinsparungen führen.

Lars Zinow (Grüne) wies auf den Zwiespalt hin. Das Projekt könne schnell über die ursprüngliche Aufgabe hinausgehen. “Die Grenze zwischen Pflicht und Kür ist eine schwierige Sache.”

Heinrich Sickinger (fraktionslos) erinnerte daran, dass das Stutenseer Schulzentrum baugleich mit der Schule in Rheinstetten sei. Die Stadt solle Kontakt aufnehmen, um in Erfahrung zu bringen, wie dort mit der Situation umgegangen wird. Er rechne mit mindestens 10 Millionen Euro an erforderlichen Investitionen, davon drei bis fünf Millionen in den nächsten Jahren. Es sei auf jeden Fall ein Gesamtkonzept zu erstellen.

Die Stadt hat etwa 1,7 Millionen Euro im aktuellen Haushalt eingeplant. Genaue Kosten können erst ermittelt werden, wenn die Planung abgeschlossen ist.

Bildquellen

  • Schulzentrum: Martin Strohal