Klimaschutz, Nachhaltigkeit und fairer Handel – Abgeordnete zu Besuch in Stutensee

Luitgard Mitzel-Landbeck, Beate Hauser, Andrea Schwarz (MdL) (v.l.n.r.)

Bild: Büro Andrea Schwarz

Pressemitteilung von Andrea Schwarz (MdL, Grüne) | 31.07.2019 21:57 | 1 Kommentar

Am vergangenen Dienstag besuchte die Landtagsabgeordnete des Wahlkreises Bretten, Andrea Schwarz (Bündnis 90/Die Grünen) die Stadt Stutensee. Dort wurde sie von Oberbürgermeisterin Petra Becker im Rathaus empfangen, anschließend besuchte sie das Familienzentrum Friedrichstal.

Klimaschutz in der Kommune

Angesichts der beinahe unerträglich heißen Temperaturen ging es im Gespräch mit der Oberbürgermeisterin vor allem um die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit in der Kommune. Für die Abgeordnete Herzensthemen, wie sie verriet. Und auch Becker zeigte große Motivation, in diesen Bereichen in Stutensee Veränderungen einzuleiten. So mache sie sich darüber Gedanken, welche Regelungen für weitere so heiße Sommer getroffen werden könnten, um ein angenehmeres Klima vor Ort erzielen zu können. Ein großes Problem seien da zum Beispiel Schottergärten, die sich aufheizen und die Problematik verschlimmern, statt wie natürlich bepflanzte Gärten die Frische und Kühle zu speichern und zu spenden. Schwarz versprach der Oberbürgermeisterin, ihr Informationen über Landesförderungen im Bereich des kommunalen Klimaschutzes zukommen zu lassen.

Nachhaltiger und fairer Konsum im Familienzentrum

Bei ihrem Anschlusstermin im Familienzentrum “Kultcafé” Friedrichstal wurde Schwarz von Luitgard Mitzel-Landbeck und Beate Hauser herzlich in Empfang genommen. Beide Frauen hatten schon dabei mitgeholfen, das Familienzentrum vor über zehn Jahren aufzubauen, und zeigten sich noch immer hoch engagiert. Stolz berichteten sie der Landespolitikerin vom breitgefächerte Angebot sowie dem Engagement bezüglich eines nachhaltigen und fairen Konsums, dem sich das Familienzentrum verschrieben hat.

Schwarz zeigte sich tief beeindruckt ob der vielen angebotenen Kurse, Treffs und Beratungsangebote, die alle in ehrenamtlicher Arbeit organisiert und ausgeführt werden. Für jede und jeden ist etwas dabei: Von Themen-Nachmittagen, Ernährungsberatung, psychologischer Erstberatung, Walking -und Skattreffs, über Seniorennachmittage, Englisch-Konversation und einem Literaturkreis, bis hin zu monatlichen Konzerten und einem Reparatur-Café. „Hier bleiben keine Wünsche offen, es werden alle Bereiche abgedeckt“, lobte die Abgeordnete, die sich als Sprecherin für Bevölkerungsschutz und Rettungsdienste ihrer Fraktion besonders darüber freute, dass sogar Erste-Hilfe- und Reanimationskurse angeboten werden. „Es ist unglaublich wichtig, dass Menschen vor Ort die Möglichkeit haben, sich in Kursen mit dem Thema Reanimation vertraut zu machen“, erläuterte die Abgeordnete. „Bei einem Herzstillstand zählt jede Sekunde. Mit einem schnellen Eingreifen durch Reanimation können nicht nur Leben gerettet, sondern vor allem schlimme Folgeschäden verhindert werden. Die schnelle Reanimation innerhalb von drei, vier Minuten kann der Rettungsdienst nicht leisten, deshalb ist es wichtig, dass in den Familien die Fähigkeit, reanimieren zu können, vorhanden ist. Toll, dass das Familienzentrum hier Kurse bereithält.“

Fair Trade in Stutensee

Doch das Familienzentrum hat noch mehr zu bieten. Es legt auch großen Wert darauf, den ökologischen Fußabdruck in der Umwelt, den es als Initiative im bürgerschaftlich ehrenamtlichen Engagement hinterlässt, so klein wie möglich ausfallen zu lassen. Dazu gehört die Vermeidung von Nano-, Mikro- und sonstigem Plastik, umweltschonende und nachhaltige Anbaumethoden und die CO2-Reduzierung durch kurze Transportwege. Des Weiteren ist Fairtrade ein wichtiges Thema.

Man habe sich als Familienzentrum nicht länger damit abfinden wollen, unkritisch zur Ungerechtigkeit in der Welt, zur Umweltverschmutzung und zur Umweltzerstörung beizutragen, erklären Hauser und Mitzel. So habe man sich dazu entschieden, künftig, wann immer es geht, Fair-Trade-Produkte und Bio-Lebensmittel zu konsumieren und auch bei anderen Produkten wie Windeln und Strohhalmen auf eine Biozertifizierung zu achten. Wert wird außerdem daraufgelegt, dass die Produkte in der näheren Umgebung angebaut oder produziert wurden und dass sie recyclebar sind. Flüssigkeiten wie Milch und Wasser, aber auch Putzmittel und Seife, werden in Glasflaschen gekauft.

Schwarz, die sich als entwicklungspolitische Sprecherin der grünen Fraktion in Baden-Württemberg dafür einsetzt, bei den Menschen mehr Bewusstsein für den Konsum fair gehandelter Ware zu schaffen, lobte das Engagement des Familienzentrum. „Ich bin begeistert, dass hier bereits auf fair gehandelte Produkte Wert gelegt wird. Ich hoffe, dass in Zukunft ganz Stutensee zur Fair Town wird, damit noch mehr Menschen über ihr eigenes Konsumverhalten nachdenken und den fairen Handel unterstützen.“

Quelle: Andrea Schwarz (MdL, Grüne)

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  • Andrea Schwarz zu Besuch im Familienzentrum Kultcafé Friedrichstal: Büro Andrea Schwarz

Kommentare

-kwg-

Wenn man sich soweit aus dem Fenster lehnt, braucht man sich nicht zu wundern wenn man rausfällt. Gut und fair ist, wenn man in diesem Fall in einer Einliegerwohnung wohnt. Zunächst FAIR TRADE- Das Wort allein schon. Fair mag ja schon eingedeutscht sein. Aber trade? Also Handel. Ja der Handel mag fair sein. Wenn es um den Preis geht. Aber was da gehandelt wird, lässt doch viele Wünsche oder besser gesagt Wunschgedanken offen. Besuchen Sie mal im Urlaub einen ” anständigen, ehrenhaften, ehrlichen, einwandfreien, gerechten Handelsbetrieb” in Ecuador, falls Sie dort gerade vorbeikommen sollten. Die sind so ehrenhaft, dass man das Gelände noch nicht einmal betreten darf. Oder dass in gerechten gemischten Handelsprodukten oftmals nur 5 % Produkte dieser fairen Handelspartner verarbeitet werden. Die restlichen 95 % stammen aus ….ja woher wohl. ABER FAIR TRADE. Ja wehe einer sagt noch was. Die Politik findet es supertoll.
Also zunächst hoffe ich mal, dass nach dem BREXIT, diese anglikanischen Wortbombardements im deutschsprachigen Raum langsam wieder verschwinden. Und wer es dennoch dieses Jahr nicht mehr nach Ecuador schaffen sollte, Südtirol wäre auch ein passendes Beispiel, wenn auf den genossenschaftlichen Apfelplantagen und riesigen Lagerhallen um den Kalterer See die Chefeinkäufer mit den braunen Krokoledertaschen einfallen und den Bauern dort ganz tolle superfaire Trade – Angebote machen. Wichtig allerdings: Die meisten Südtiroler sprechen deutsch, also dass man da etwas, so wie in Ecuador verwechseln könnte, ist fast ausgeschlossen. Cuarenta – treinta – veinte – Schade dass spanisch sprechende ecuadorische Bananenproduzenten – nicht südtirolerisch sprechen können. Sehr schade. Ich verpflege mich fortan statt mit unfairen Südtiroler Äpfeln, demnächst mit Südtiroler Apfelsaft aus Bolzano. Ob Apfel oder sein Saft – Hauptsache FAIR TRADE. Wohl bekomms. Salute.


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