Mobilfunkausbau in Blankenloch

Silo Eggensteiner Straße mit Mobilfunkanlagen

Bild: Karen Nagel

Von Martin Strohal | 22.10.2019 21:18 | Keine Kommentare

Das Silo an der Bahnstrecke in Blankenloch (Eggensteiner Straße 83) soll abgerissen werden. An diesem Gebäude befinden sich allerdings die wichtigsten Mobilfunksendemasten für Blankenloch und Büchig. Die Betreiber Vodafone und Telefonica präsentierten in der letzten Gemeinderatssitzung ihre Pläne und beantworteten Fragen.

Zunächst erläuterten beide Betreiber den gegenwärtigen Stand. Dabei spielt das Silo eine zentrale Rolle. Vodafone betreibt zwar zudem eine Antenne auf einem Büchiger Hochhaus. Diese sei jedoch nur ein Repeater, der die Funkwellen von der Silo-Antenne umleitet. Diese sei nur für UMTS ausgelegt, was nicht mehr zeitgemäß sei. Die Antenne werde deshalb in Zukunft nicht mehr genutzt werden. Vodafone hat derzeit Lücken in der Ortsmitte von Blankenloch und am Rand des Gewerbegebiets. “Alles in allem ist es aber eine gute Versorgung in Blankenloch und Büchig”, so Marcus Staschenuk von Vodafone. Im Gewerbegebiet plane Vodafone einen weiteren Standort.

Funkanlagen in Blankenloch/Büchig

Telefonica versorge Blankenloch und Büchig grundsätzlich flächig mit GSM (Sprachtelefonie), bei LTE (Datenverbindungen) gebe es in Büchig leichte Lücken. Im Kernort von Blankenloch sei GSM erst wieder ab November verfügbar, bedauert Hilmar Möhlmann von Telefonica. Sein Unternehmen betreibe mehrere Sendestationen: im Buchenring, an der Rheinstraße Ost (Friedrichstal), Am Hasenbiel und eben in der Eggensteiner Straße. Es gebe zwar noch kein konkretes Projekt dazu, aber ein weiterer Standort im Osten, beispielsweise beim Klärwerk, sei zu überlegen.

Den Wegfall der Sendeanlage auf dem Silo müsse von beiden Betreibern kompensiert werden. Vodafone geht von einem extra zu errichtenden 35 Meter hohen Sendemasten an der Bahnstrecke aus. Dieser würde den Ortskern besser abdecken, aber auch Internet für den Fernverkehr der Bahn anbieten können. Eine Mitnutzung durch andere Betreiber sei möglich. Büchig solle einen eigenen Standort mit LTE bekommen.

Den neuen 5G-Standard hat für Stutensee noch keiner der Betreiber in Planung. Letztlich entscheide die Nachfrage, es seien auch Einrichtungen nur für Gewerbebetriebe möglich.

Bedenken der anwesenden Bürger versuchten die Betreiber zu zerstreuen. Jeder einzelne Standort werde von der Bundesnetzagentur geprüft. Dabei werde auf die Grenzwerte geachtet. Um die Antennen herum gebe es einen Sicherheitsabstand, aber schon nach unten fällt die Strahlung stark ab. Für ein einfache Ausprobieren empfahl Möhlmann eine Online-Feldsimulation.

Die Masten von Hochspannungsleitungen werde man nicht mehr für den Mobilfunk nutzen, da zum einen Eisbildung zu statischen Problemen führen könnten. Außerdem müsse die ganze Stromtrasse für Wartungsarbeiten an den Mobilfunkantennen abgeschaltet werden, was schnelles Handeln unmöglich mache.

Bildquellen

  • Funkanlagen: Bundesnetzagentur
  • Eggensteiner Str. 83: Karen Nagel

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