Griechische Götter im GrauBau

Die Hesperiden pflegen den Apfelbaum

Bild: Martin Strohal

Von Martin Strohal | 17.11.2019 21:29 | Keine Kommentare

Aufregung bei den Göttern im Olymp: Die Hesperiden sind verschwunden! Ihre Aufgabe ist es, den Apfelbaum mit den goldenen Äpfeln zu hegen und zu pflegen. Die Früchte sorgen dafür, dass die Götter immer jung und schön bleiben. Die Aufgabe von Hermes, dem Paketboten, ist es, die Äpfel auch in die Unterwelt zu Hades zu bringen. Doch dieser hat keine Lust, sich nur auf die Unterwelt beschränken zu müssen. Er will über die ganze Welt herrschen!

Das Tummeltheater des Stutenseer Theatervereins StageArt hat das Stück “Die goldenen Äpfel” auf die kleine Bühne des Jugendzentrums GrauBau gebracht. Die Uraufführung fand am Samstag, den 16. November, statt. Die Nachfrage war groß, es gab kaum genügend Sitzplätze. Vierzehn Kinder und Jugendliche spielten unter der Leitung von Julia Bergdolt und Maren Müller in wunderbaren Kostümen. Jedes Jahr nach den Pfingstferien wird ein neues, selbstgeschriebenes Stück einstudiert und im Herbst aufgeführt. Diesmal sind drei neue Darsteller auf der Bühne dabei. Viele andere waren bereits in den vergangenen Jahren zu sehen.

Im aktuellen Stück scheint Hades Erfolg zu haben. Die Götter altern ohne goldene Äpfel deutlich, können schlecht hören, werden vergesslich oder hinken. Zudem bekommt Hades überraschend Unterstützung von Hera, die ihren Gatten, den Göttervater Zeus, endlich los werden will.

Das Stück ist spannend und unterhaltsam geschrieben. Die Moiren, die für das Schicksal zuständig sind und in schwarzen Kutten mit großen Kapuzen auftreten, sowie Hades selbst sorgen für Gruselmomente bei den kleinen Zuschauern. Es ist aber auch für viel Humor gesorgt, wenn sich beispielsweise Götterbote Hermes am Ende freut, dass er wieder die Unterwelt beliefern darf und nicht mehr für Amazon arbeiten muss.

Weitere Aufführungen gibt es am kommenden Wochenende Freitag, Samstag und Sonntag im GrauBau.

Bildquellen

  • “Die goldenen Äpfel”: Martin Strohal

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