Bundesweites Ranking: Stutensee auf Platz 16

Schloss Stutensee

Bild: Lena Dietrich

Pressemitteilung von Stadtverwaltung Stutensee | 21.01.2020 21:37 | 2 Kommentare

Welche Regionen und Städte verändern sich im Positiven und bieten ihren Bürgerinnen und Bürgern immer bessere Lebensqualität? Das hat das Fachmagazin „Kommunal“ in Zusammenarbeit mit dem Standortanalysten „Contor–Regio“ bundesweit anhand von 581 mittelgroßen Städten erstmalig statistisch untersucht. Die Große Kreisstadt Stutensee landete dabei auf dem besten Platz im Landkreis sowie im Regierungsbezirk Karlsruhe und bundesweit gar auf Platz 16.

„Wir freuen uns sehr über das überaus positive Abschneiden. Dies bestätigt unsere Arbeit und viele wichtige Entscheidungen, die in der Vergangenheit und heute gemeinsam mit dem Gemeinde- und den Ortschaftsräten und mit reger Partizipation unserer Bürgerinnen und Bürger auf den Weg gebracht wurden“, betont Oberbürgermeisterin Petra Becker. „Gestern wie heute kommen kluge Entscheidungen unserer offenen Stadtgesellschaft zugute. Nicht umsonst wächst Stutensee stetig“, so Becker. Das hervorragende Ergebnis zeige auch, wie wichtig langfristige, entscheidende Weichenstellungen für die gute Entwicklung einer Stadt seien, erklärte Becker. Ein Beispiel hierfür sei der wegweisende Anschluss an die Stadtbahnlinie S2, von dem Stutensee bis heute maßgeblich profitiere. Das unterstreicht auch die Studie: Kommunen in unmittelbarer Nähe beziehungsweise mit guten Anschlüssen an größere Städte profitieren davon in vielerlei Hinsicht.

Für die Erhebung wurden die 581 Städte auf zahlreiche Indikatoren hin genau geprüft: Anhand der allgemeinen Bevölkerungsentwicklung und des daraus resultierenden Wanderungssaldos wurde beispielsweise die allgemeine Attraktivität beurteilt. Stutensee konnte dabei mit konstant steigenden Einwohnerzahlen punkten. Auch die jeweilige soziale Sicherheit vor Ort wurde anhand mehrerer Kriterien bewertet, dabei wurden insbesondere auch die ökonomische Situation von lokalen Unternehmen sowie die Lohnentwicklung herangezogen. Die Studie betrachtet insbesondere die vergangenen fünf Jahre. Ebenfalls miteingeflossen sind die jeweilige Kriminalitätsrate, welche in Stutensee bereits seit vielen Jahren deutlich unter dem Durchschnitt liegt, sowie die Entwicklung von Neubauten. „Stutensee ist eine der aufstrebendsten Städte in ganz Deutschland mit hoher  Lebensqualität“ wie die Studie belegt. 

Quelle: Stadtverwaltung Stutensee

Bildquellen

  • Swing’in’Stutensee 2018: Lena Dietrich
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Kommentare

FH...

… die Studie untersuchte 581 mittelgroße Städte mit Einwohnerzahlen zwischen 20000 und 75000. Es wurde speziell die Entwicklung der letzten Jahre bewertet und weder das Ausgangs- noch das erreichte Niveau. Dabei wurden 12 Kriterien zur Bewertung herangezogen; 7 davon im Bereich der Bevölkerungsentwicklung und – damit einhergehend – der Entwicklung im Bausektor.
Fazit: Stutensee im Speckgürtel Karlsruhes schnitt in dieser Studie wesentlich deshalb so „gut“ ab, weil die Bevölkerung durch Zuzug stark gewachsen ist und entsprechend viel gebaut wurde bzw. Baubedarf besteht. Das ist aber kein Wert an sich – schon gar nicht für unsere Natur und die bereits hier lebende Bevölkerung: Das schöne Stutensee wird zugebaut mit verdichteten Neubaugebieten mit Auswüchsen wie der aktuell im Bau befindliche Klotz in der Berliner Allee (Friedrichstal) mit 29 Wohnungen, der absolut nicht in das Ortsbild passt. Wäre der (halbe) Lachwald für ein Neubaugebiet gefallen, hätte Stutensee in der Studie bestimmt noch „besser“ abgeschnitten.
Nebenbei ist anzumerken, dass die Einwohnerzahl Deutschlands in den letzten Jahren nahezu konstant war und zukünftig (je nach Zuwanderung) mehr oder weniger stark rückläufig sein wird. D.h. die zugezogenen Stutenseer Neubürger hinterlassen in ihren strukturschwachen Herkunftsregionen ausgebrannte und vergreisende Gemeinden, die im Ranking der Studie dann hinten landen.
Mein Rat: Die Studie in die Schublade legen und – unter Einbindungen der Bevölkerung – endlich ein Konzept für die zukünftige Entwicklung Stutensees ausarbeiten…

-kwg-

Den Ausführungen von FH ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Was diese „WEISSGOTTWIE“ ermittelten Analyseergebnisse mit verbesserten Lebensbedingungen zu tun haben sollen, ist allerdings schwer nachvollziehbar. Handelt es sich doch hierbei in der Hauptsache um eine Erfassung der zurückliegenden Entwicklungen und Veränderungen in den Schwerpunkten Kommunales Bauen und Wohnen.
Weiterhin sind die Vergleichsstudien zwischen mittleren Städten, die auf fusionsbedingten Stadtentwicklungen (Stutensee, Waghäusel, Eggenstein-Leo) oder alten Kernstädten (Schwäbisch Hall, Öhringen) basieren nicht so einfach durchzuführen. Dass in dem Bundesvergleich nun auch noch fast die Hälfte aller Mittelstädte der TOP 50 in Baden-Württemberg liegen, hat sicherlich mehr mit den regionalen Speckgürteln baden-württembergischer Großzentren zu tun, als mit einem von Vernunft oder Unvernunft geleiteten Stadtentwicklungsprozess durch politische Handlungsträger. Ob das stetige Wachstum Stutensees letztendlich zu einer Verbesserung der Lebensbedingungen und Lebensqualität oder zu einem Umkehrprozess führen wird, das wird auch durch weitere Entscheidungen, des durch den Lachwaldbaugebietsschutz ins Stocken geratenen, dringenden Prozedere, vorausschauender Planung und schnellerer kurzfristiger Erschließung neuer Baugebiete, beeinflusst. Dabei wird der Wohlfühlfaktor verbesserter Lebensbedingungen z.B. ob Eigenheim auf der grünen Wiese mit kühlendem Baumschatten, in innerörtlicher Vollverdichtung ohne kühlenden Baumschatten oder Wohnen im geräusch-und feinstaubintensiven Industriemischgebiet, eine wesentliche Rolle spielen. Insofern ist die derzeitig vorhandene Verkehrsinfrastruktur, die dieser Attraktivität Stutensees den Nährboden bereitet, Segen und Fluch zugleich. Jedenfalls aber ist gerade dies ein wesentlicher Faktor und Garant, für eine stetige Weiterentwicklung auf dem Gebiet der Bauplatzsuche- und Wohnraumwirtschaft, speziell in Büchig und Blankenloch. Deshalb wäre eine Teilnahme Stutensees an dem ausgeschriebenen „BMI- Bundespreis Stadtgrün-attraktive Parks und grüne städtische Freiräume“ angeraten, um an eine genauere Qualifizierungsnote der derzeit vorhandenen Lebensqualität bundesweit zu gelangen.
Auch hierbei ist dem klugen Rat von FH zu folgen und so schnell wie möglich über die weitere gewollte Entwicklung der Stadt- die dazu erforderlichen Entwicklungsgebiete und die notwendigen Strukturen zu entscheiden, bevor dann in der Zukunft wieder ganz schnell Bürgers Stimmung wechselt, weil einige es versäumt haben ihre Hausaufgaben rechtzeitig zu machen. Lets make Stutensee great again.