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Stadt lässt App für Jugendliche entwickeln

Symbolbild

Bild: Antonioguillem/Fotolia.com

Pressemitteilung von Stadtverwaltung Stutensee | 17.02.2020 11:20 | 1 Kommentar

Die Stadt Stutensee wird eine Smartphone-App zur digitalen Beteiligung von Jugendlichen einführen. Einen entsprechenden einstimmigen Beschluss fasste der Ausschuss für Verwaltung und Soziales der Stadt Stutensee in seiner letzten öffentlichen Sitzung Anfang Februar. Die Applikation wird auf die Bedarfe Stutensees vom auf vergleichbare Angebote spezialisierten Unternehmen hitcom aus Dunningen entwickelt und soll bis zum Sommer dieses Jahres starten. Stutensee wird damit landkreisweit die erste Smartphone-Applikation zur Jugendbeteiligung anbieten. Das teilt die Stadtverwaltung mit.

Der Wunsch nach der Einführung einer zeitgemäßen, digitalen Kommunikation beziehungsweise einer Jugendbeteiligungs-App war Ergebnis des letzten Jugendforums im November, in dessen Rahmen sich mehrere Anbieter entsprechender Anwendungen präsentierten. Die teilnehmenden Jugendlichen favorisierten dabei das Modell der Firma hitcom. Das Votum für die zeitnahe Einführung dieser App für Stutensee mit Entwicklungskosten in Höhe von rund 7.000 Euro (netto) und Folgekosten von rund 100 Euro monatlich sei ein wichtiges Zeichen für die aktive Jugendbeteiligung Stutensees, betont Bürgermeister Edgar Geißler. Digitale und interaktive Beteiligung sei ein integrierter Bestandteil offener Jugendarbeit. „Die Belange unserer Jugendlichen sind uns wichtig und werden gehört“, so Geißler. „Wer die Jugend dauerhaft und aktiv beteiligen will, muss sowohl Ergebnisse auf deren Ideen hin liefern als auch deren Umsetzung eng begleiten“, erklärt Vlado Draca, Sozialpädagoge im Jugendzentrum GrauBau Stutensee, der die Jugendbeteiligung in Stutensee mit begleitet. Im nächsten Schritt wird nun das Grundgerüst der Stutenseer Jugendbeteiligungsapp entwickelt. Die Inhalte werden dann gemeinsam mit allen interessierten Jugendlichen festgelegt, die Möglichkeiten sind mannigfaltig: Taschengeldbörse, Eventkalender, Vereinstrainingszeiten, Fahrgemeinschaften und natürlich Umfragen zum Einholen von Stimmungsbildern könnten beispielsweise in Frage kommende Inhalte sein.

Quelle: Stadtverwaltung Stutensee

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  • Smartphones: Antonioguillem/Fotolia.com

Kommentare

Eric Windmeier

Wir können gespannt sein, ob die App die Jugendbeteiligung tatsächlich steigert. Die Beteiligung an was eigentlich? Mit Taschengeldbörse, Eventkalender, Vereinstrainingszeiten usw. wird der Jugendliche doch nicht wirklich stärker beteiligt. Es ist der Versuch der Stadt Stutensee, modern sein zu wollen und die Jugendlichen bekommen eine App, damit sie beschäftigt sind. Und wieder werden an irgendeiner Stelle im Internet Daten angehäuft, die letztlich Energie kosten. Wo sind ach die vielen Fridays for Future Jugendlichen, die noch nicht verstanden haben, dass digitaler Konsum auch zum Klimawandel beiträgt. Die Jugendlichen haben schon genügend Apps und müssten es ablehnen, dass man soviel Geld für einen scheinbaren Problemlöser ausgibt, anstatt sich um lokale soziale Probleme wie bspw. Armut im eigenen Ort zu kümmern.
Und was sind die Umfragen für die Einholung von Stimmungsbildern wert? Sind die Ergebnisse überhaupt representativ? Wem sollen sie was sagen, wenn nicht auch jene gefragt werden, die nicht an der App hängen?