meinstutensee.de


Stutenseer Volksbank vor Fusion

Vorstände der Volksbank Bruchsal-Bretten und der Volksbank Stutensee-Weingarten

Bild: Foto-Composing

Pressemitteilung von Volksbank Stutensee-Weingarten eG | 25.03.2020 14:00 | 5 Kommentare

Die Vorstände und Aufsichtsräte der Volksbank Bruchsal-Bretten und der Volksbank Stutensee-Weingarten planen, die beiden Banken zu fusionieren. Dazu werden nun Gespräche aufgenommen.

Nach dem genossenschaftlichen Prinzip “Viele schaffen mehr” streben die beiden Banken die Fusion an, so die Volksbank Bruchsal-Bretten in einer Pressemitteilung. Das solle dazu beitragen, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Seit einigen Jahren hatten die beiden Nachbarschaftsgenossen bereits in einzelnen Strategieprojekten zusammen gearbeitet. Eines dieser Projekte sei das KundenServiceCenter gewesen. “Die Ideen, die aus diesem Prozess entstanden sind, zeigten, wie gut die Zusammenarbeit der Mitglieder und Mitarbeiter der beiden Banken funktioniert, und sind für beide Häuser überaus wertvoll gewesen”, so Andreas Hahn, Vorstand der Volksbank Stutensee-Weingarten.

Das gemeinsame Ziel der beiden Banken sei es, Kunden zu Mitgliedern der Bank zu machen. Für den einzelnen Kunden oder das Genossenschaftsmitglied ändere sich durch die geplante Fusion nichts. Die Mitgliedschaft in ihrer Genossenschaft solle stattdessen durch attraktive Leistungen gestärkt werden und gleichzeitig dezentrale Kräfte zu einem leistungsstarken Ökosystem mit regionaler Prägung bündeln. Der Zusammenschluss sei die Chance, weiterhin als moderne und zukunftsfähige Genossenschaftsbank Treiber und Unterstützer der Mitglieder, Kunden und der Region zu sein, so die Vorstände der beiden Banken.

Geschäftsgebiete im Überblick

Quelle: Volksbank Stutensee-Weingarten eG

Bildquellen

  • Volksbank: Volksbank Stutensee-Weingarten und Volksbank Bruchsal-Bretten
  • Pressefoto Volksbank: Foto-Composing

Kommentare

Old Shatterhand

Für den Kunden ändert sich nichts? Wir werden sehen.
Bleibt zu hoffen, dass eine fusionierte, größere Bank nicht heißt, dass kleine Filialen geschlossen werden.

Darius

Die allgemeine “Fusionitis” bei den Banken, Volksbanken und Sparkassen verstehe ich als Kunde nicht. Welcher der Vorstände verzichtet dann auf seinen Job, da sie dann doppelt besetzt sind? Ich habe noch nicht eine Firma erlebt, die weil sie fusioniert hat oder größer geworden ist, flexibler, schneller und kostengünstiger geworden ist. Normalerweise wird alles immer nur trotzdem teurer, unflexibler und damit schwieriger. Durch das Regionalprinzip sollte es auch keine überflüssigen Filialen geben, die im selben Ort angesiedelt waren wie bei Commerzbank und Dresdner Bank. Also vielleicht doch nur Machtstreben durch dann höhere Bilanzsumme? Gerne lasse mich durch die Zukunft eines Besseren belehren.

Ludwig-Wilhelm Heidt

„Jetzt ist die Katze aus dem Sack“ dachte ich, als ich mir beim Lesen der BNN am vergangenen Donnerstag meine zornigen Augen rieb! Den Grund muss man wissen und diesbezüglich gebe ich auszugsweise nachfolgend mein Statement zur Kenntnis, das ich in der 11. Kalenderwoche im amtlichen Mitteilungsblatt, der „Stutensee-Woche“, zum Ausdruck brachte: „Sehr enttäuschende Nachricht: Volksbank Stutensee-Weingarten schließt Filiale Staffort zum 6. April 2020!
Das vor kurzem geführte Gespräch eines Vorstandsvorsitzenden mit dem Unterzeichner auf Verzicht der Schließung brachte keinerlei Erfolg, denn die Entscheidungen des Vorstandes und des Aufsichtsrates der Volksbank standen unumstößlich fest! Das durch die Volksbank ins Feld geführte Argument, der Filialbetrieb würde sich wirtschaftlich nicht mehr lohnen, er sei also defizitär, konnte demnach nicht ausgeräumt werden. Dieses Kreditinstitut folgt mit dieser Schließung der Entscheidung der Sparkasse Karlsruhe vor etwa fünf Jahren. Dieser weitere „Tiefschlag“ ist für unseren Stadtteil umso bedauerlicher, da in der Vergangenheit alles unternommen wurde, und künftig auch alles unternommen werden wird, die Infrastruktur und die Grundversorgung des Stadtteils zu optimieren….. Die Entscheidung der (genossenschaftlichen) Volksbank ist auch umso bedauerlicher, weil Staffort in den damaligen Anfängen zu den Stabilisatoren des Genossenschaftswesens in diesem regionalen Bereich gehörte und mit dieser Entscheidung auch der eigene Anspruch der Herren Schulze-Delitzsch und Raiffeisen ad absurdum geführt wird: „Einer für alle, alle für einen“. (Ende des Zitates/ Ludwig-W. Heidt, Ortsvorsteher).
Nun liegt doch auf der Hand, dass die Volksbank Stutensee-Weingarten den Stadtteil Staffort bewusst zum „Bauernopfer“ gemacht hat, um die Filiale Büchenau als Stadtteil von BRUCHSAL zu stärken! Trau, schau, wem angesichts der aktuellen Zusage: „Alle Filialen sollen erhalten bleiben“, so die aktuelle Verlautbarung des/ der Vorstände. Wer springt dennoch vielleicht als nächster über die Klinge? Nun sitzt das Misstrauen tief, zumal bei dem persönlichen Gespräch keine Silbe über die bevorstehende Fusion verloren wurde!

maction

Die Kunden, also WIR, nutzen zunehmend kostengünstige Banken und kostengünstige Möglichkeiten wie Online-Banking. Damit haben lokale Banken, die traditionell oft auf Präsenz vor Ort setzen, natürlich ein Problem – ein richtig großes. Mit sinkender Kundenzahl und kostenbewußteren Kunden kommt nun die wirtschaftliche Basis der lokalen Banken immer mehr in Schieflage. Regulatorische Maßnahmen wie SEPA tun das ihre dazu. Für ein Überleben müssen betroffene Banken ihre altbewähren Konzepte anpassen. Gebührenanhebungen, Effizienzsteigerungen und Reduktion von Fixkosten sind klassische Instrumente. Fusion ist ein klassisches Mittel für die beiden letzteren Aspekte. Die Erhöhung der Bilanzsumme ist vermutlich ein willkommener oder vielleicht sogar notwendiger Nebeneffekt. Diese typische Entwicklung kommt nach Jahren anscheinend nun auch hier an.
Und wer hat’s verursacht – WIR, die Kunden! Also sollte sich niemand wundern, wenn Banken zusammengehen, Gebühren steigen und Präsenzangebote der Nachfrage angepasst werden, d.h. kleine Filialen geschlossen werden.

-kwg-

Der LIDL-ALDI-Edeka-Penny-Kampfeffekt gegen das Weiterleben früherer im Dorfzentrum angesiedelter kleiner Versorgungsbetriebe – genannt TANTE EMMA LÄDCHEN – hat auch im Bankengewerbe schon lange Einzug gehalten. Und die wahre Geschichte ist- diese feindlichen Übernahmen und jetzt kraftraubenden weiten Wege zur tollen modernen Beschaffungseinheit, haben wir alle selbst zu verantworten. Durch das Annähern der Bankhäuser Bruchsal – Bretten und Stutensee – Weingarten, verschwinden wie bei tektonischen Verschiebungen unseres Erduntergrundes, alte Gebilde, die in der Vergangenheit ihre Reize und Anzugskraft hatten, aber urplötzlich einem Erfolg versprechenden, neuen Geschäftsmodell im Wege stehen. Diese Entwicklung in allen Bereichen der Volkswirtschaft ist leider so stark in Fahrt gekommen, dass man selbst bei einer Vollbremsung den aufgestauten Druck nicht mehr aufhalten kann. Bereits in den damaligen Tante – Emma-Läden war keine Notreserve an Toilettenpapier vorhanden. Das war nämlich im gesamten online-Verkaufsangebot von Tante Emma nicht enthalten.