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“Schlafen kann man lernen”

Schlafcoach Scarlett Golda

Bild: Martin Strohal

Von Martin Strohal | 22.09.2020 21:33 | Keine Kommentare

Viele Eltern kennen Probleme beim Einschlafen ihrer Babys oder Kleinkinder: Stundenlanges Schreien, sehr kurze Schlafphasen oder Beruhigung nur durch Körperkontakt, Stillen oder Autofahrten machen ihnen zu schaffen. “Das lässt sich ändern”, sagt die Friedrichstalerin Scarlett “Letti” Golda.

Unter dem Namen “La-Letti-Lu” ist die 30-Jährige seit Kurzem als Schlafcoach tätig. Dafür hat sie eine siebenwöchige Ausbildung bei Schlafcoach-Ausbilderin Miriam Ende absolviert. Dabei habe sie alles über Schlafphysiologie und Schlafpsychologie beim Kind gelernt, erzählt Golda. In Miriam Endes Konzept geht es darum, Schlafassoziationen wie Herumtragen abzuschaffen. Das habe nichts mit den Schlaftraining-Methoden “Schreien lassen” (nach Dr. Weissbluth) oder “Kontrolliertes Schreien” (nach Dr. Ferber) zu tun. Das Schlafcoaching nach Miriam Ende verfolge einen liebevollen, ganzeitlichen Ansatz. Es werde auch nicht das Stillen zum Einschlafen verboten oder das Schlafen des Kindes im Elternbett. “Ich gehe auf die individuelle Situation der Familie ein”, betont Golda.

Das erste Gespräch bei ihr ist kostenlos. Im Anschluss erstellen die Eltern über mehrere Tage ein Schlafprotokoll. Dieses wird von Golda in einem mehrstündigen Analysegespräch ausgewertet. Hierbei wird versucht, den Ursachen für häufiges Aufwachen oder schlechtes Einschlafen auf die Spur zu kommen. “Häufig stimmen die Schlafzeiten nicht ganz, es gibt keine feste Tagesstruktur, außerdem spielt der Abendrhythmus eine wichtige Rolle”, erläutert Scarlett Golda typische Probleme.

Anhand der Ziele, die die Familie hat und die auch vom Alter des Kindes abhängig sind, wird in einem Coaching-Gespräch ein Zeitplan erstellt und das weitere Vorgehen besprochen. Schritt für Schritt werden die Tipps umgesetzt. Die Gespräche finden bei der Familie zu Hause oder online via Zoom statt.

“Die Erfolge stellen sich unheimlich schnell ein”, so Scarlett Golda. Je nach Ziel und Mitmachbereitschaft der Familie ließen sich schon innerhalb von zwei Wochen große Fortschritte feststellen. Sie begleitet Familien, bis das Ziel erreicht ist, und steht danach auch noch für Fragen zur Verfügung.

Seit 1. August ist Golda selbstständig tätig. Hauptberuflich arbeitet die Mutter eines Kleinkindes als Krankenschwester in einer Klinik, will sich nun aber ein zweites Standbein aufbauen. Mit dem Thema Schlafcoaching hat sie sich beschäftigt, weil ihr eigenes Kind Probleme mit dem Schlafen hatte und sie dadurch unter großem Schlafmangel litt. “Ich hätte nie gedacht, dass unser Kind ein so guter Schläfer wird”, freut sie sich.

Weitere Informationen sind unter lalettilu.de zu finden.

Bildquellen

  • Scarlett Golda: Martin Strohal

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