Benefizkonzert im GrauBau

GrauBau

Bild: Philipp Franz

Von Martin Strohal | 10.03.2022 20:30 | 3 Kommentare

Am kommenden Samstag, den 12. März, veranstaltet das Jugendzentrum GrauBau ein Benefiz-Konzert für die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine.

Die Veranstaltung findet im umzäunten Außenbereich des Jugendzentrums am Seegrabenweg unter 3G-Bedingungen statt. Als musikalische Darbietung konnten kurzfristig verschiedene Musizierende, teils aus dem GrauBau und Stutensee, aber auch aus der Region gewonnen werden. “Die Musizierenden werden dabei alle ‘unplugged’ sowie gagenfrei spielen”, so die städtische Pressestelle. Für Essen und Trinken ist gesorgt. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr und endet planmäßig um 22 Uhr. Der Eintritt kostet 5 Euro. Sämtliche Einnahmen sollen Schutzsuchenden aus der Ukraine zu Gute kommen.

forum Kommentare

hythlo

Zweifel erlaubt
Veranstaltungen des Graubaus sind mit “Essen und Trinken” verbunden, immer – auch diese “live Musik”. Denn Graubau heisst: Konsum. Passt es aber wirklich zusammen, wenn Menschen in der Ukraine und auf der Flucht Hunger leiden, um ihr Leben fürchten… und in Stutensee macht man es sich bei Bier und Wurst gemütlich? Für mich nicht. Wenn schon Solidarität, dann echt. Dann verzichtet man auf den Konsum, einmal nur, und kommt so denen nahe, die auf alles verzichten müssen. Es ist bedauerlich, dass es dem Graubau nicht gelingt, einfach nur solidarisch zu sein – unplugged – ohne Genussmittel. Es bleiben Zweifel, was an diesem Abend eigentlich wirklich im Mittelpunkt steht.

hythlo

Und Corona?
Die Veranstalter wollen “3G-Bedingungen”. Es wäre hilfreich, Präzisierungen zu nennen: Wer darf also nicht kommen? Was bedeutet es, dass in BW die “Warnstufe” herrscht und im Lk KA eine 7-Tage-Inz. von über 2000 herrscht? Wer kontrolliert wie?
Und wie soll Maskenpflicht durchgehalten werden, wenn Nahrung und Getränke konsumiert werden?

maction

@hythlo:

Zweifel ist immer erlaubt und Dinge zu hinterfragen ist heute wichtiger denn je. Allerdings kann ich die geäußerte Kritik nicht nachvollziehen und widerspreche ihr deutlich!

In Essen, Trinken und Musikgenuss mag man Konsum sehen. Aber was ist falsch daran, wenn über Konsum Mittel generiert werden, die Menschen in Not helfen. Genau das ist eine weit verbreitete Ausprägung von Solidarität. Not Leidende fragen am Ende auch nicht, wie Unterstützung finanziert ist

Ich respektiere und achte es, wenn sich Menschen aufgrund von Notlagen anderer aus Mitgefühl in Verzicht üben. Aber einerseits hilft dieser Verzicht den Betroffenen nicht und anderseits müsste Konsum unter dieser Prämisse permanent verboten sein. Denn auf dieser Welt befinden sich immer Menschen irgendwo in lebensbedrohlichen Notlagen. Hungernde Menschen in Afrika oder Uiguren in China verdienen genauso unser Mitgefühl und unsere Solidarität. Mitgefühl und Solidarität für genau einen Einzellfall zu fordern, trifft leider nicht den Punkt. In Deutschland trifft diese Entscheidung glücklicherweise jeder für jeden Fall selbst.

Für 3G (Corona) muss man geimpft, genesen oder getestet sein – was ist da unklar? Bin ich unsicher, lasse ich mich testen und bin auf der sicheren Seite. Ich gehe im Übrigen davon aus, dass der Veranstalter das Hygiene-Konzept der Veranstaltung (inkl. 3G) in Einklang mit den gültigen Regeln aufgestellt hat. Wem das trotzdem zu unsicher ist, bleibt der Veranstaltung einfach fern.

Das Engagement des Graubaus finde ich super. Der Graubau gehört definitiv zu denen, die die Welt ein klein wenig besser machen!


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