“Friede, Freude, Eierkuchen”

Beitragsbild: Martin Strohal

Von Martin Strohal | 14.03.2022 7:34 | Keine Kommentare

“FAIRänderung” war das große Thema des Entertainers und “Überlebenskünstlers” Johannes Warth bei seinen Auftritten in der Spöcker Spechaahalle am vergangenen Wochenende. In vielen – auch mundartlichenAnekdoten brachte er sein Publikum zum Nachdenken und Lachen. Er warb mit ihnen für einen positiven Blick auf das Leben.

Mit einem Zitat des Humoristen Karl Valentin brachte Warth sein Thema auf den Punkt: “Ich freue mich, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.” Jeder für sich müsse den Hebel umlegen, auf das Haben schauen und nicht auf das, was fehlt. Auf die Frage “Wie geht es dir?” antworte er immer mit: “Sensationell!” Schließlich sei es ein Geschenk, jeden Morgen aufzuwachen, frisches Trinkwasser im Haus zu haben und ein regendichtes Dach über dem Kopf. Vielen Menschen auf der Welt, gerade in der gegenwärtigen Situation, gehe es nicht so gut wie uns. Trotzdem gebe es bei uns viele Menschen, die nur die Probleme sähen, immer alles machten, weil sie es schon immer so gemacht hätten, und nicht offen für Neues seien. Sein Tipp: “Fangen Sie immer wieder etwas Neues an! Wenn wir nichts Neues lernen, verlernen wir das, was wir können, viel schneller.” Er selbst habe das Jonglieren mit bis zu fünf Bällen erlernt, obwohl er sich das anfangs nicht zugetraut hätte.

Um mit solchen Veränderungen gut zurechtzukommen, empfahl der 61-Jährige, sich auf seine persönlichen Stärken zu besinnen, sein Fundament (das “F” in “FAIRänderung”): alles Wissen, alles Können, die eigenen Werte, das sei so viel. Dann solle man aktiv werden (das “A”) und nicht Opfer sein, sich inspirieren lassen (das “I”) und Rat holen. Und schließlich: In der Ruhe (das “R”) liegt die Kraft.

All das fasste er in den Worten “Friede, Freude, Eierkuchen” zusammen – von Eierkuchen habe man immer mehr als man braucht.

Im Publikum war immer wieder ein bestätigendes Nicken zu sehen, jeder konnte sich in der einen oder anderen Anekdote von Johannes Warth wiederfinden.

Wegen coronabedingter Einlassbegrenzung fand die Veranstaltung zweimal statt, am Samstagabend sowie am Sonntagvormittag. Organisiert worden war das Event vom Kernteam des Zeltfestivals. Alle Stutenseer Kirchengemeinden, evangelisch und katholisch, über alle Ortsteile, hatten im Jahr 2019 gemeinsam eine mehrtägige Veranstaltungsreihe in einem Zelt auf dem Friedrichstaler Marktplatz organisiert. Diese Zusammenarbeit werde seitdem fortgeführt, berichtete Daniela Höpfinger vom Organisationsteam. Weitere Veranstaltungen sollen in loser Folge durchgeführt werden.

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