Flohmarkt für Geflüchtete

Freiwillige Helferinnen: Iris Schlimm, Wiltrud Greilach und Anne Perl

Beitragsbild: Martin Strohal

Von Martin Strohal | 30.05.2022 7:28 | 1 Kommentar

Kleidungsstücke, Geschirr, Spielzeug, Küchenausstattung – das Spektrum ist breit, das drei Frauen aus Blankenloch mittlerweile zum fünften Mal an diesem Samstag Morgen in der Halle des Deutschen Roten Kreuzes auf Tischen bereitstellen. Vor der Halle warten schon ein paar Geflüchtete. Ihre Zahl wächst minütlich. Alle hier angebotenen Waren werden kostenlos abgegeben.

Iris Schlimm, Anne Perl und Wiltrud Greilach sind die Organisatorinnen der Aktion. Die drei sind auch gemeinsam im Blankenlocher Tafelladen aktiv. Auf Anfrage aus der Stadtverwaltung, ob sie nicht Artikel der Grundausstattung für Geflüchtete bereitstellen könnten, wurde Iris Schlimm aktiv. Den Grundstock bildeten Dinge, die beim Büchiger Ortsflohmarkt nicht verkauft worden waren. Per Mundpropaganda kam ständig mehr dazu. “Zum Glück konnten wir alles in der Halle des Roten Kreuzes lagern”, so Schlimm dankbar. Allerdings werde der Platz auch wieder für die Fahrzeuge benötigt. Deshalb ist am kommenden Wochenende Schluss. Sechsmal haben die drei Frauen dann samstags von zehn bis zwölf Uhr ihren Flohmarkt geöffnet gehabt. Da im Tafelladen nichts kostenlos abgegeben werden dürfe, haben sie diese Aktion privat durchgeführt.

Die Flüchtlinge stammten nicht nur aus der Ukraine, so Schlimm. Auch von den afghanischen Ortskräften seien einige dabei. Selbst bis Jöhlingen habe sich das Angebot herumgesprochen. “Wir grenzen niemanden aus, alles wird verschenkt”, betont Schlimm, die auch Mitglied des Stutenseer Gemeinderats ist. Allerdings werde darauf geachtet, dass niemand übermäßig viel mitnehme. Vierzig Teller für eine Familie hätten sie beispielsweise nicht zulassen können. Für andere müsse ja auch etwas übrig bleiben.

Das Angebot ende zwar am nächsten Samstag, es werde aber “weiterhin punktuell geholfen”.

forum Kommentare

-kwg-

Großartige Sache- großes Herz für von Not betroffene Menschen und Kinder und große Hilfsbereitschaft. Beispielhaft und anerkennenswert die ehrenamtliche Hilfe dieser drei Damen. Doch die Frage nach denen, die man derzeit weniger sieht, und die sich in hauptamtlicher Verantwortung auf solche Leute verlassen und deshalb nicht groß in Erscheinung treten müssen, bleibt. Mit der politisch ausgerufenen Zeitenwende, wird auch für uns alle eine neue Zeit beginnen. Dieser Tatsache, sind sich derzeit noch viele Menschen um uns herum, nicht bewusst.


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