“Zirkusprojekt stärkt die Schulgemeinschaft”

Circus ZappZarap in Friedrichstal

Beitragsbild: Martin Strohal

Von Martin Strohal | 09.07.2022 21:36 | Keine Kommentare

Mit zwei großen Zirkusvorstellungen ging am Samstag eine besondere Projektwoche an der Friedrichstaler Grundschule zu Ende. Der pädagogische Circus ZappZarap war eine Woche lang zu Gast in der Schule gewesen und hat mit allen Kindern der Schule sowie den Vorschulkindern des Kindergarten Sonnenschein ein umfangreiches Zirkusprogramm auf die Beine gestellt. Präsentiert wurde dies in einem echten Zirkuszelt auf der Wiese neben der Schule.

Es war ein großer Kraftakt. Die ersten Vorbereitungen für das Projekt hatten vor über einem Jahr begonnen. Engagierte Eltern planten die Verpflegung mit Getränken, Muffins, Waffeln, Popcorn, Pommes und Würstchen, Eintrittskarten und eine Zirkuszeitung wurden gedruckt und verkauft, kräftige Männer halfen beim Auf- und Abbau des Zirkuszelts. Der Circus ZappZarap selbst kam mit zwei Mitarbeitern, die das Lehrerkollegium anleiteten. In der Projektwoche durften die Kinder wählen, bei welcher Attraktion sie dabei sein wollten. Als Fakir über Glasscherben laufen, am Trapez schwingen, mit brennenden Fackeln Kunststücke vollbringen, mit Keulen und Tüchern bei Schwarzlicht jonglieren, mit BMX-Rädern durch die Manege fahren oder als Clowns das Publikum zum Lachen bringen – das Angebot war groß. Zu Beginn der Projektwoche wurde es noch eng, als mehrere Kräfte krankheitsbedingt ausfielen. Es wurden Lehrer im Ruhestand aktiviert, Teilzeitkräfte machten Überstunden, so dass am Ende alle erschöpft, aber glücklich waren. Zwei Vorstellungen am Samstag, jeweils zwei Stunden lang, waren mit 300 Personen komplett besetzt. Die 225 Kinder, Geschwister oder Enkel wurden bei ihren Auftritten begeistert bejubelt.

Das ist auch das pädagogische Konzept des Projektcircus ZappZarap aus Leverkusen. “Kannst du nicht war gestern” lautet das Motto. So wurden keine Aktionen aufgrund ihrer möglichen Gefahr verboten. Es waren aber immer Lehrer oder Zirkuspersonal mit wachsamen Augen im Hintergrund und hielten im Zweifel kippende Leitern, löschten Feuer oder halfen aufs Trapez. Aber nur selten war ein Eingreifen der Erwachsenen überhaupt nötig.

Ilona Stuhlmüller, Rektorin der Friedrich-Magnus-Schule, freute sich über das erfolgreiche Projekt. “Dadurch wurde die Schulgemeinschaft gestärkt”, stellte sie fest. Es sei beeindruckend gewesen, wie alle Schüler zusammengearbeitet und etwas Großes daraus gemacht hätten und wie jeder für sich und die anderen in seiner Gruppe Verantwortung übernommen habe. Auch die Zusammenarbeit zwischen Eltern- und Lehrerschaft hob Stuhlmüller hervor. Sie wolle eine solche Aktion nun alle vier Jahre durchführen, damit jede Schülerin und jeder Schüler das einmal in seiner Grundschulzeit erleben könne.

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