Auszeichnungen für Naturgärten

1. Platz an Rainer Batsch - es gratulieren Helga Terlinden-Steinig (BUND), Bernd Scholer (Umweltbeauftragter), Tamara Schönhaar (Erste Bürgermeisterin)

Beitragsbild: Martin Strohal

Von Martin Strohal | 23.09.2023 15:58 | Keine Kommentare

Über zwanzig Gartenbesitzer:innen aus Stutensee haben sich am Naturgarten-Wettbewerb “Hier brummt’s” beteiligt – mehr als Bernd Scholer, der Umweltbeauftragte der Stadtverwaltung, gehofft hatte. Viele von ihnen trafen sich vergangenen Mittwoch im Rathaus, um ihre Auszeichnung in Empfang zu nehmen und sich untereinander auszutauschen.

“Die Kommunen können den Artenschutz allein nicht schaffen”, betonte Umweltbeauftragter Bernd Scholer. Für die biologische Vielfalt brauche es die Mitarbeit der Bevölkerung. Entsprechend gestaltete Gärten böten Rückzugsorte für Vögel und gefährdete Arten, fingen Wasserspitzen bei Starkregen auf und unterstützten das Mikroklima.

“Wir haben viele tolle Gärten gesehen”, so Scholer. Dabei gebe es keinen Verlierer. Das zeigte sich auch beim Publikum im Bürgersaal. Interessiert verfolgten die Anwesenden Scholers Vorstellung aller 23 Gärten mit ihren unterschiedlichen Schwerpunkten und Größen. “Jeder Garten hat etwas für sich.”

Im Anschluss nahmen Scholer und Helga Terlinden-Steinig vom BUND Stutensee die Auszeichnungen vor. Sonderpreise gab es für die folgenden Kategorien:

  • „Kleiner Naturgarten bis 60m²“, Gabriele Lehnert, Spöck
  • „Naturnaher Vorgarten“, Beate Bernhard, Friedrichstal
  • Neugestalteter bzw. umgestalteter Naturgarten (nicht älter als 3 Jahre), Günther Gotzel, Spöck
  • Buchpreis Lebensraum Totholz: Elfriede Anna Singer-Müller

Anhand der in der Ausschreibung genannten fünfzehn Kriterien wie Vielfalt der Wildpflanzen, Nistmöglichkeiten, Wasserstellen, Wege und Zäune hatten die Jury-Mitglieder Punkte vergeben. Auf dieser Basis wurden die Plätze eins bis vier vergeben, die von der Stadtverwaltung mit Geldpreisen dotiert waren. Diese wurden vom BUND aufgestockt.

  • Platz 1: Lebensraumvielfalt im Siedlungsbereich, Rainer Batsch, Friedrichstal
  • Platz 2: Oase für Mensch und Tier, Bettina Jung-Rößler, Spöck
  • Platz 3: Wildbienenparadies, Bernhard Rapp, Friedrichstal
  • Platz 4: Naturgarten rund ums Haus, Renate und Willi Lehmann, Blankenloch

Alle Teilnehmer:innen erhielten eine Geschenktasche, die unter anderem einen Kalender mit Gartenfotos aus dem Wettbewerb enthielt.

Die Jury bestand aus der Stabstelle Umwelt der Stadtverwaltung sowie Vertreter:innen des BUND Stutensee, der Agendagruppe Natur und Umwelt sowie der Obst- und Gartenbauvereine Spöck und Staffort.

Im Anschluss an die Preisverleihung war Zeit für den persönlichen Austausch. Ohne aktive Beteiligung der Stadtverwaltung soll das Thema im Herbst weiterverfolgt werden. Die ehrenamtlich im Naturschutz Tätigen wollen Ende November einen Workshop veranstalten, um Tipps zur Anlage von Naturgärten weiterzugeben.

Für Bernd Scholer war der Naturgartenwettbewerb persönlich ein großes Anliegen. Eine solche Aktion sei keine Pflichtaufgabe, sondern müsse neben der täglichen Arbeit erledigt werden, betonte Erste Bürgermeisterin Tamara Schönhaar.

Der Wettbewerb selbst mit Definition der Kriterien und Bereitstellung des Infomaterials wurde vom Landesnaturschutzverband organisiert.

Im Rahmen der Videoreihe “Stutenseer Gartenvielfalt” hat meinstutensee.de in den vergangenen Jahren mehrere Gärten besucht, nicht nur naturnahe. Mit dabei war auch der Drittplatzierte, Bernhard Rapp (ab Minute 5:15):

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