Die Stadt Stutensee hat die Mittagsverpflegung für alle Grundschulen und die Mensa am Schulzentrum neu vergeben: Künftig beliefert die Sauder GmbH aus Bruchsal sämtliche Standorte und löst in der Schulmensa den bisherigen Anbieter apetito ab.
Neuer Caterer für alle Schulen
Der Gemeinderat beschloss in seiner öffentlichen Sitzung am 23. März einstimmig, den Auftrag an die Firma Sauder zu vergeben. Das Schulzentrum erhält das Essen künftig für 4,33 Euro pro Mahlzeit, die verlässlichen Grundschulen in Blankenloch (mit Ferienbetreuung), Büchig und Spöck für 4,39 Euro sowie Friedrichstal und Staffort für 4,12 Euro – jeweils inklusive Mehrwertsteuer.
Qualität und Regionalität zählen
Die Neuvergabe war nötig, weil die bestehenden Lieferverträge zum 31. August 2026 auslaufen und vergaberechtlich nicht mehr verlängert werden durften. Die Stadt schrieb die Leistungen EU-weit im offenen Verfahren aus, der Preis floss mit 40 Prozent in die Bewertung ein, Qualitätskriterien wie Bio-Anteil, Regionalität, saisonales Angebot, Umweltaspekte und ein Probeessen mit 60 Prozent. Der Mindest-Bioanteil wurde auf 20 Prozent festgelegt, höhere Anteile sowie regionale Lieferketten wurden zusätzlich honoriert.
Beteiligung von Schulen und Eltern
Die Kriterien erarbeitete die Verwaltung gemeinsam mit Fraktionsvertretern, Elternbeiratsvorsitzenden und Schulleitungen in zwei Terminen im November 2025. Auf Anregung aus diesem Kreis wurden kurze Stornofristen aufgenommen, um bei krankheitsbedingten Ausfällen flexibel reagieren und Speisereste vermeiden zu können.
Laufzeit und Kosten
Der Vertrag startet am 1. September 2026, läuft zunächst zwei Jahre und kann sich maximal bis 31. August 2030 verlängern. An den Grundschulen sollen die höheren Essenspreise vollständig über die Elternbeiträge gedeckt werden, für die nicht kostendeckenden Mensa-Preise wird die Verwaltung dem Gemeinderat eine gesonderte Vorlage zur Anpassung vorlegen.
Meinungen aus dem Gemeinderat
Edith Nagel (CDU/FDP-Fraktion) begrüßte die Auswahl, bedauerte nur das höhere Preisniveau, das aber wohl der allgemeinen Preissteigerung zuzuordnen sei.
“Wir freuen uns, dass der Anbieter in der Region zu Hause ist”, so Sven Schiebel (Freie Wähler). Er hoffe, dass das Essen insbesondere in der Mensa gut angenommen werde.
Sie freue sich über den Bioanteil von 30 Prozent, der damit höher liege als gefordert, so Maren Hochschild (Grüne). Auch den Einsatz von Elektrofahrzeugen begrüßte sie.
Wolfgang Sickinger (SPD) hob die kurzen Transportwege hervor. Das Essen werde nicht mehr gefroren über lange Strecken transportiert wie bislang bei apetito. Er wünsche sich, dass das Preisniveau für längere Zeit stabil gehalten werden könne.
Das Gremium beschloss die Vergabe einstimmig.
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