Mitte Februar veröffentlichte die Stadtverwaltung eine Pressemitteilung mit der Überschrift “Stadt Stutensee unterstützt betroffene Kindertageseinrichtung”. Aber was kann die Stadt in dem Fall überhaupt tun?
Einige Tage nach Veröffentlichung der Pressemitteilung der Stadtverwaltung berichtete meinstutensee.de kurz darüber. Daraufhin meldete sich der Elternbeiratsvorsitzende der Kita Grashüpfer in Blankenloch. Ihm sei außer einem sehr neutral formuliertem Schreiben keine Form der Unterstützung bekannt. Mit Pro Liberis und dem Insolvenzverwalter zu sprechen, betrachte er nicht als “Unterstützung”.
“Bezüglich des Austauschs mit der Stadtverwaltung können wir sagen, dass ein Kontakt besteht, wie er auch unabhängig von der aktuellen Situation üblich ist”, so die Grashüpfer-Leitung, Martin Braun und Nadja Kühner, auf Anfrage. Dieser Austausch erfolge auf informeller Ebene und orientiert sich an den jeweiligen Erfordernissen. “Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es jedoch keinen intensivierten oder darüber hinausgehenden Abstimmungsbedarf, da sich unsere operative Arbeit vor Ort nicht verändert hat.”
“Auch in Bezug auf mögliche Unterstützungsmaßnahmen sehen wir aktuell keine konkreten Ansatzpunkte, da die Betreuungssituation stabil ist und die wesentlichen organisatorischen und rechtlichen Fragen im Rahmen des Insolvenzverfahrens durch die zuständigen Stellen bearbeitet werden”, so Braun und Kühner.
Worauf bezog sich die Stadtverwaltung in ihrer Mitteilung? “Unsere Unterstützung besteht vorrangig darin, dass die Stadt Stutensee den Betriebskosten-Vertrag weiter erfüllt und auf dem Weg enger Abstimmung mit der Leitung mit daran arbeitet, dass Mitarbeitende und Eltern nicht zuletzt mit ihrem Vertrauen für den Fortbestand der Einrichtung sorgen”, so die Antwort der Stadtverwaltung. “Darüber hinaus werden wir von den vorläufigen Insolvenzverwaltern regelmäßig informiert, so dass wir bei Bedarf handlungsfähig sind.”
Insolvenz von Pro Liberis und Lenitas
Die gemeinnützigen Unternehmen Pro Liberis und Lenitas, die unter anderem die Kita Grashüpfer in Blankenloch betreiben, haben Anfang Februar Insolvenz angemeldet. Die Mitarbeitergehälter sind über das Insolvenzgeld derzeit sichergestellt. Der Betrieb in den Einrichtungen läuft weiter.
“In unserer täglichen Arbeit in der Einrichtung selbst wirkt sich das laufende Insolvenzverfahren derzeit nicht unmittelbar auf den Betrieb aus”, so Braun und Kühner. “Die Betreuung der Kinder findet weiterhin zuverlässig und in gewohnter Qualität statt, und auch die internen Abläufe sowie die pädagogische Arbeit verlaufen stabil und ohne Einschränkungen.” Für die Kinder, die Familien und das Team stehe Kontinuität und Verlässlichkeit weiterhin an erster Stelle.
Der Gesamtelternbeirat hat Informationen für die Eltern zentral zusammengestellt.
forum Kommentare