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Abenteuerspielplatz für Friedrichstal in Planung

Bild: Martin Strohal

Von Martin Strohal | 22.10.2014 20:09 | 9 Kommentare

Bereits seit einiger Zeit steht mit der Stutenseer Spielplatzleitplanung fest, dass jeder Stadtteil einen größeren neuen Spielplatz bekommen soll. Blankenloch war als erstes an der Reihe (wir berichteten). Dort steht lediglich noch die Errichtung eines Minispielfelds auf dem Plan.

Mit den in Blankenloch gewonnenen Erfahrungen wird nun an einem Konzept für den Spielplatz in Friedrichstal gearbeitet. Das Ingenieurbüro Stadt + Natur hat dazu eine Vorentwurfsplanung vorgelegt, die in der letzten Gemeinderatssitzung diskutiert wurde. Standort wird die Kirschenallee am Bahndamm neben der bereits bestehenden Jugendhütte sein. Neben dem Spielplatz wird ein Minispielfeld mit Basketballkörben errichtet werden. Die Fläche gehört gegenwärtig dem Land Baden-Württemberg und wird wohl nicht von der Stadt gekauft, sondern gepachtet werden. Der Bolzplatz in Friedrichstal-West (nahe der Unterführung Eichendorff-Straße) wird dafür entfallen.

Vorentwurf Spielplatz FriedrichstalDer Vorentwurf sieht einen Sandspielbereich mit Backtisch und Spielhäusern vor, eine Sechseck-Schaukel, eine Urwald-Schaukel, ein Heckenlabyrinth, eine Seilbahn, ein Kletterelement mit Holznest und Röhrenrutsche sowie eine Mikadomulde und eine Balancierstrecke. Zudem wird der Plan um eine Kleinkindschaukel, weitere Sitzbänke (u.a. direkt neben dem Eingang, nicht nur auf der kleinen Anhöhe), Abfalleimer und eine Vorrichtung für mobile Slacklines ergänzt.

Wesentliche Diskussionspunkten unter den Stadträten waren die Beschattung des Sandspielbereichs sowie die Ergänzung um einen Wasserspielbereich.

Bei der Beschattung besteht die Wahl zwischen Sonnensegel und Bäumen. Ein Sonnensegel würde 14.000 bis 18.000 EUR kosten und hat die Nachteile, dass es bei starkem Wind und im Herbst entfernt werden müsste, es besteht Vandalismus- und Unfallgefahr (durch Beklettern). Bäume hingegen haben den Nachteil, dass Blätter und Äste in den Sand fallen können. Außerdem ist der Schatten nicht so dicht. Um bereits bei der Eröffnung Schatten zu haben, müssten ältere, hohe Bäume gepflanzt werden, die pro Stück etwa 2.500 EUR kosten.

Die Einrichtung eines Wasserspielbereichs lehnt Bürgermeister Dr. Matthias Ehrlein ab, da dafür ein Frischwasseranschluss notwendig wäre. Für einen solchen Anschluss ist die Entfernung zum Wohngebiet aktuell zu groß, so dass allein die Wasserheranführung ca. 20 bis 25.000 EUR kosten würde. Allerdings könne man das später nachrüsten, wenn die Bebauung näher an den Spielplatz herangerückt sei.

Ansgar Mayr (CDU) hält den Spielplatz in Blankenloch für sehr gelungen, was auch die Besucherzahlen zeigen, bedauert jedoch die fehlende Beschattung dort. Er gibt Bäumen klar den Vorrang. Lars Zinow (Grüne) hebt die Strukturierung des Spielplatzes in verschiedene Altersbereiche positiv hervor und ist aufgrund der Vandalismus- und Unfallgefahr ebenfalls gegen ein Sonnensegel. Zwei bis drei hohe Bäume und mehrere kleine hält er für ausreichend. Beate Hauser (SPD) freut sich, dass ihre Eingabe zur Errichtung eines Mehrgenerationenspielplatzes nach nun sieben Jahren Früchte getragen hat. Sie legt Wert auf Sitzgelegenheit am Eingang, u.a. für Senioren aus dem nahe gelegenen Haus Edelberg sowie Eltern mit Kinderwägen. Das Minispielfeld solle keine Altersbegrenzung auf 12 Jahre haben wie aktuell neben der Friedrich-Magnus-Schule, damit auch Väter mit ihren Kinder kicken könnten. Bürgermeister Ehrlein empfiehlt, diesen Punkt separat zu klären, da auch verhindert werden müsse, dass erwachsene Spielgruppen mit Bierkästen anreisen. Ludwig-W. Heidt (Freie Wähler) hält den Vorentwurf ebenfalls für passend und spricht sich gegen ein Sonnensegel aus. Er hätte dafür einen Matschspielbereich gerne gesehen, hält aber auch eine spätere Nachrüstung für möglich. Kurt Gorenflo (CDU, Ortsvorsteher Friedrichstal) berichtet, dass der Ortschaftsrat Friedrichstal dem Vorentwurf zugestimmt habe. Ihm sei eine schnelle Ausführung wichtig.

Das Ingenieurbüro arbeitet nun die Wünsche in die Planung ein. Umsetzung ist für das Jahr 2015 vorgesehen. Die Kosten werden ca. 250.000 EUR betragen.

Bildquellen

  • Vorentwurf Spielplatz Friedrichstal: Ingenieurbüro Stadt + Natur
  • Kirschenallee Friedrichstal: Martin Strohal

Kommentare

Supercool! Ich freu mich schon.

Ja Baut jeden “cm” in der Natur nummer voll zu

Toll !!! Und wann gibts dann “endlich” einen Abenteuer Spielplatz in Spöck ?????????? Oder zumindest eine erweiterung???

das ist ein Mehrgenerationenspielplatz unter Abenteuerspielplatz versteht man:
Abenteuerspielplatz
http://de.wikipedia.org/wiki/Abenteuerspielplatz#mediaviewer/File:Witten-Annen_Imberg.jpg

Als Abenteuerspielplatz wird ein Spielplatz bezeichnet, der überwiegend älteren Kindern und Heranwachsenden selbst gestaltbare Erlebnisspielräume bietet. Synonym werden auch die Begriffe „Bauspielplatz“, „Aktivspielplatz“ oder „Robinsonspielplatz“ (Schweiz) benutzt.
Baumhütte auf der Jugendfarm Freiberg/Rot

Allgemeines

Abenteuerspielplätze stehen in der Regel unter der Aufsicht von gemeinnützigen Vereinen oder kommunalen Trägern. Typische Merkmale sind Hüttenbaubereiche, Feuerstellen, abwechslungsreiche Geländemodellierung und außergewöhnliche selbstgebaute Spielgeräte. Beispiele hierfür sind Grabenbrücken, extra lange Rutschen, besonders hohe Klettergerüste und Holzbauten, die mit anderen Spielgeräten z. B. über Seilbrücken oder Kletterspinnen verbunden sind.

Abenteuerspielplätze lassen sich als Naturräume im Freien,[1] als Erlebnislandschaften in der Turnhalle,[2] aber auch in Form von Dunkelräumen als „Abenteuerspielplatz der Sinne“ gestalten.[3]

Da die Plätze in der Regel pädagogisch betreut sind, können sie Spielgeräte anbieten, die nicht den Spielgeräte-Normen unterworfen bzw. vom TÜV geprüft sind. Die spielerische Herausforderung stärkt die Geschicklichkeit und das Eigensicherungsvermögen der Kinder und verhindert dadurch das Unfallrisiko weitgehend.

Der Eintritt ist kostenlos. Wenn Kinder regelmäßig zum Spielen kommen möchten, sollten sie angemeldet und versichert werden.

das ist kein Abendteuerspielplatz sondern ein Mehrgenerationen spielplatz. Siehe Wikipedia:

Hallo Frau Hauser, Sie haben recht. Die Stadt spricht im Falle des neuen Spielplatzes in Blankenloch allerdings selbst von einem Abenteuerspielplatz, vermutlich in Abgrenzung zu den vielen kleinen Spielplätzen, die für kleinere Kinder gedacht sind. Das habe ich einfach übernommen.

Ich habe die Herren schon öfters daraufhingewiesen und die vergessen das immer wieder

Völlig egal wie der heisst,hauptsache Kinder können dort toll spielen,egal ob groß oder klein ;)

Katja Geiss Geb Rust Ich habe bei Herrn Dr. Ehrlein nachgefragt, wie die Zeitplanung für die übrigen Stadtteile aussieht. In Spöck soll der neue Spielplatz (ähnlich wie in Friedrichstal) mit der Verwirklichung des Baugebiets “Vierundzwanzigmorgenäcker” verknüpft werden. Bis zur Fertigstellung werden noch mehrere Jahre ins Land gehen. Allerdings habe Spöck mit dem sanierten Waldspielplatz ein attraktives Spielgelände. In Staffort ist eine Verbindung mit dem Baugebiet “Unterfeld II” vorstellbar. Eine zeitliche Planung gebe es hier aber noch nicht.


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