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Geheimnisvoll und düster – Das Halsabschneiderseck

Von Thomas Riedel | 29.07.2015 18:48 | 12 Kommentare

Das Halsabschneiderseck! Unsere Leserin Susanne wollte von uns wissen, wie es zu diesem Namen kommt. Sie selbst hat schon die unterschiedlichsten Geschichten hierzu gehört.
Wir von meinstutensee.de fanden die Frage ziemlich interessant und begaben uns auf Spurensuche nach der wahren Geschichte zum Halsabschneiderseck. Unser Videoreporter Thomas Riedel hat in den letzten Tagen eine Videoreportage hierzu gedreht.

In unserer neuen Serie “Für Sie nachgefragt” haben Sie die Möglichkeit Ihre Fragen an die Redaktion zu stellen. Wir fragen für Sie nach oder berichten darüber. Bitte nutzen Sie hierzu unsere E-Mail-Adresse: redaktion@meinstutensee.de

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Kommentare

Orthographisch korrekt heißt es Halsabschneider-Eck. Es sei denn, es ist ein Eck, das in einer Gegend namens Halsabschneid liegt. Aber das ist hier wohl nicht gemeint.

Einen historischen Hintergrund hatten wir schon vermutet, allerdings hofften wir eher auf eine Antwort in die Richtung: Steuereintreiber haben diesen Ort als Mitte zwischen den verschiedenen Ansiedlungen zur Übergabe gewählt. Das Wort Halsabschneider hat ja angeblich diese Herkunft. Natürlich ist auch das umstritten, denn sowohl Henker wurden Halsabschneider genannt, als auch Räuber, Diebe und Wegelagerer , die Ihren Opfern oft die Kehle durchgeschnitten und sie beraubt haben.
Vielleicht einst ein gutes Eck’ für Räuber?
Geheimnisvoll und düster bleibt es wohl allemal :-)

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Hallo Konrad, danke für Ihren Hinweis, der Fehler wurde korrigiert. Wir suchen übrigens noch Korrekturleser, falls Sie sich einbringen möchten…

Wer kam auf die Idee, daß das Halsabschneiders Eck jetzt ortographisch korrigiert werden muss? Im Dialekt interessiert sich niemanden für Orthographie oder Regeln. Das Teil hieß seit meiner Kindheit Halsabschneiders Eck. Bitte korrigieren!

Zustimmung… Es heißt definitiv Halsabschneiderseck… Also mit “s” :-)

In der alten Friedrichstaler Ortschronik ist die Geschichte zum Namen als Dorfsage, mit dem Titel “Die Schreckensfahrt durch den Hardtwald” abgedruckt. Sie soll aus den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts stammen. Mit dieser Geschichte bin ich aufgewachsen. Von einem historisch fundierten Geschehen rund um das “Halsabschneiderseck” habe ich noch nie etwas gehört.

Ich hab ein bisschen geblättert und hänge eine Fotografie aus der Ortschronik hier mit an. Ich hoffe man kann alles lesen.

Sebastian Raviol

Endlich kommt Licht ins Dunkel! Wenn auch mit düsteren Theorien ;-)
Aber ein schöner Beitrag mit den Meinungen der Bürger, die genannten Theorien kursieren ja schon lange in Stutensee.

In der Festschrift zum 100 jährigen Bestehen des Gesangverein Concordia 1984, wurde von unserem damaligen Schriftführer Bernd Kubach, Dorfsagen aus Blankenloch niedergeschrieben. Unter anderem auch die Sage vom Halsabschneiderseck. Nachzulesen in der Chronik der Concordia.

Ich habe mir von Alteingesessenen erzählen lassen, dass das Halsabschneiderseck so heißt, da man früher noch mit Pferd und Kutsche an der Biegung langsamer sein musste als auf gerader Strecke und die Kutschen dann oft an dieser Stelle überfallen wurden.

Ich bin neu zugezogen und habe eine viel grundlegendere Frage: wo ist das Halsabschneiderseck überhaupt? Ich habe es schon mehrfach in der Stutensee-Woche gelesen, habe es aber in keiner Karte gefunden. Kann mir es jemand zeigen; zum Beispiel in OpenStreetMap?

Hi Kai

als Halsabschneiderseck wird umgangssprachlich der Anschluss der K3579 an die L559 zwischen Friedrichstal und Blankenloch bezeichnet

Vielen Dank, Davic


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