Von meinstutensee.de-Reporter Martin Strohal

Wie bereits mehrfach berichtet, soll Stutensee ein neues Hallenbad bekommen, da das alte in die Jahre gekommen und eine Sanierung nicht mehr wirtschaftlich ist. Standort wird ein Teil des bisherigen Festplatzes in Blankenloch, direkt neben den Sporthallen, sein.

Damit der Festplatz nicht zu klein und damit unbrauchbar für größere Veranstaltungen wie das Oktoberfest des Karnevalclubs „Die Piraten“ wird, muss der Festplatz am anderen Ende erweitert werden. Dort befindet sich momentan die Boule-Anlage des Vereins „Wilde 13“. Dieser Verein soll eine neue Heimat bekommen und zwar nicht weit vom Blankenlocher Vogelpark (wir berichteten). Nahezu alle Stadträte befürworteten den neuen Standort, auch um die diversen Vereine zu entflechten. Einzig die Grünen und CDU-Stadtrat Thomas Hornung stimmten gegen den Plan. Sie hätten einen anderen Standort bevorzugt und befürchten eine „Salamitaktik“, also dass künftig auch weitere Vereine o.ä. auf dem jetzigen Wiesengrundstück angesiedelt werden und dadurch wertvolle Grünfläche verloren gehe.

Für die Verlegung und Errichtung der Boule-Anlage am neuen Standort rechnet die Stadt mit Kosten in Höhe von 260.000 EUR. Das bisherige Boule-Gelände mit Vereinsheim wird von der Stadt übernommen und entsprechend dem Wert der Anlage mit 95.000 EUR abgelöst. Mit diesem Betrag errichtet der Boule-Verein in eigener Verantwortung sein neues Vereinsheim.

Außerdem beschloss der Gemeinderat die Verschiebung des Festplatzes in Richtung Norden, wobei einige Flächen für den Schwerlastverkehr tauglich gemacht werden müssen. Dieser ist z.B. erforderlich, um das Festzelt für das Oktoberfest anzuliefern. Der neue Standort des Zelts sei vor Ort abzustimmen, so Bürgermeister Ehrlein. Ludwig-W. Heidt (Freie Wähler) regte an, LKW-Parkierung auf dem Platz zu verbieten. Der Druck nach LKW-Parkplätzen in den Ortsteilen würde aktuell steigen. Jedoch sehe er es als Aufgabe der Speditionen, ihre LKWs auf ihren Betriebsgrundstücken abzustellen.

Die Erweiterung des Festplatzes wird voraussichtlich 495.000 EUR kosten. Darin enthalten sind u.a. die Verlegung von Leitungen und der Neuaufbau einer geeigneten Strominfrastruktur mit Verteilerkästen. Dazu kommen Ingenieurleistungen, Vermessungsarbeiten und Baugrunduntersuchungen für 70.000 EUR. Insgesamt also 565.000 EUR.

Stadtrat Lars Zinow (Grüne) warf ein, dass diese Kosten angesichts des einmal im Jahr stattfindenden Oktoberfests doch etwas hoch seien, und dass zu prüfen sei, ob nicht weitere Veranstaltungen auf dem Festplatz stattfinden könnten, um diesen optimal zu nutzen.

Mit den vorbereitenden Maßnahmen für das neue Hallenbad soll voraussichtlich im April 2016 begonnen werden, mit dem eigentlichen Bau des Bades im August 2016. Fertigstellung ist für Mitte 2018 vorgesehen.

Bildquellen

  • Festplatz: Karen Nagel
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