Von meinstutensee.de-Reporter Martin Strohal

Bundesvekehrsminister Alexander Dobrindt hat diese Woche den neuen Bundesverkehrswegeplan bis 2030 vorgestellt. Bereits in den vergangenen Monaten hatte die „Korridorstudie Mittelrhein“ für Aufsehen gesorgt, die den Ausbau der Schienenstrecke zwischen Karlsruhe und Graben-Neudorf auf vier Gleise empfohlen hatte. Die Ergebnisse dieser Studie sollten in den neuen Bundesverkehrswegeplan einfließen, weshalb sich in Hagsfeld eine Bürgerinitiative gegründet hatte und Politiker aus den an die Strecke angrenzenden Gemeinden einmischten (wir berichteten). Auch der Stutenseer Gemeinderat hatte eine entsprechende Resolution verabschiedet (wir berichteten). Schließlich sind die räumlichen Verhältnisse – insbesondere in Hagsfeld, Blankenloch und Friedrichstal – so eng, dass dort keine weiteren Gleise gebaut werden könnten. Vom zusätzlichen Lärm ganz zu schweigen.

Aufgrund dieser Ausgangslage war es durchaus interessant zu sehen, wie die Projektbeschreibung im Bundesverkehrswegeplan ausfallen würde. Die Kritiker können aufatmen: Im Plan sind explizit mehrere Varianten vorgesehen. Das Projekt mit der Nummer „2-004-V03“ (Korridor Mittelrhein Zielnetz I) enthält für den Abschnitt Graben-Neudorf – Karlsruhe die folgende Beschreibung:

„3. u. 4. Gleis ABS / 2-gleisige NBS Molzau – Graben-Neudorf – Karlsruhe, Vmax 200 km/h“.

Das bedeutet: Es werden entweder ein drittes und viertes Gleis dazu gebaut (ABS = Ausbaustrecke) oder alternativ eine zweigleisige Strecke neu gebaut (NBS = Neubaustrecke). Vorgesehen ist eine Maximalgeschwindigkeit von 200 km/h. Für das gesamte Projekt (Mannheim – Karlsruhe, Frankfurt – Mannheim und Köln/Hagen – Siegen – Hanau) sind ca. 4,4 Mrd. EUR vorgesehen.

Der Bundesverkehrswegeplan kann auf der Website des Bundesverkehrsministeriums heruntergeladen werden.

Bildquellen

  • Bahnstrecke Karlsruhe – Mannheim: Martin Strohal
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