Von meinstutensee.de-Reporter Martin Strohal

Die Badischen Neuesten Nachrichten (BNN) widmeten sich in einem großen Artikel in ihrer Samstagsausgabe dem Brandschutz der Stafforter Dreschhalle. Diese ist seit der letzten Brandschau nur noch eingeschränkt nutzbar (wir berichteten). Bemängelt werden das Fehlen eines zweiten Fluchtwegs und das offene Holzgebälk. Die Stadtverwaltung arbeitet derzeit an einem Konzept, um die Anforderungen des Brandschutzes zu erfüllen. Anschließend sind die dadurch entstehenden Kosten zu bewerten.

Die BNN ergänzten ihren Artikel, der den aktuellen Stand wiedergibt, um einen Kommentar von Redakteur Dietrich Hendel. Dieser stößt auf heftigen Widerspruch bei Stafforts Ortsvorsteher Ludwig-W. Heidt. Hendel bezeichnet die Dreschhalle darin als „Auslaufmodell“. Das Gebäude diene zwar der Erinnerung und der Traditionspflege. Aber es sei unklar, wie viel Geld die Stadt in die Dreschhalle stecken müsse, um sie brandschutztechnisch aufzurüsten. Diese sei komplett aus Holz gebaut. Zudem bekomme Staffort in absehbarer Zeit eine neue Mehrzweckhalle, die technisch auf dem aktuellen Stand sei. Hendel fragt sich, „ob dann nicht mancher Veranstalter den neuen Raum dem alten, wiewohl urigen Holzgebäude vorziehen wird“.

Heidt bezeichnet dies als reine Spekulation, die jeder Grundlage entbehre. „Schließlich werden die Stafforter  – bis auf wenige Ausnahmen – nicht auf dieses einzigartige und historische Gebäude verzichten“, so der Ortsvorsteher. Zunächst solle man die Ergebnisse der Stadtverwaltung abwarten. „Ist aber letztlich nicht auch zu hinterfragen, ob just bei solchen Gebäuden in Sachen Brandschutz nicht unterschiedliche Maßstäbe angelegt werden, je nach dem, wer die Überprüfungen vornimmt?“

Bildquellen

  • Zweites kleines Fest der Nationen – Staffort: Dirk Gebhardt
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