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Bürgerinitiative “Rettet den Lachwald!” gegründet

Lachwald

Bild: Martin Strohal

Von Myriam Laubach | 21.03.2017 21:18 | 4 Kommentare

Am 22.02.2017 fand in den Räumlichkeiten des VSV Büchig eine Informations- und Diskussionsveranstaltung des Ortsverbands Bündnis 90/Die Grünen zum neuen Flächennutzungsplan 2030 für die Stadt Stutensee statt, der zur Zeit erarbeitet wird (wir berichteten). Dieser schließt im aktuellen Entwurf unter anderem den Büchiger Lachwald als mögliche zukünftige Bebauungsfläche mit ein. Bereits während der Veranstaltung hatte sich gezeigt, dass viele Büchiger und Büchigerinnen großes Interesse daran haben, den Lachwald zu erhalten. Für viele Einwohner ist der Lachwald ein beliebtes Naherholungsgebiet. Zudem würden durch die Abholzung des Lachwaldes, der einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Luftreinhaltung liefert, 6,9 Hektar Mischwald und seine schützenswerte Flora und Fauna verloren gehen.

Unabhängig voneinander bildeten sich in den Tagen nach der Veranstaltung zwei Gruppierungen, die Unterschriften in Büchig gegen die Abholzung des Lachwaldes sammelten. Mittlerweile haben sich die beiden Gruppierungen zusammengefunden und haben die Bürgerintiative “Rettet den Lachwald” gegründet. Diese hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Bürgerinnen und Bürger davon zu überzeugen, dass der Lachwald erhalten bleiben muss, und möglichst viele Unterschriften zu sammeln.

In der Gemeinderatssitzung am 20.03.2017 trat die Bürgerintiative unter der Leitung von Klaus Gompper zum ersten Mal offiziell in Erscheinung und kündigte an, die bereits über 1000 gesammelten Unterschriften für den Erhalt des Lachwaldes in Kürze Sylvia Duttlinger, der Vorsitzenden des Stadtteilauschlusses Blankenloch und Büchig, vorlegen zu wollen. Ferner wolle man in einem Brief an jedes einzelne Mitglied des Gemeinderates und den Oberbürgermeister die Forderungen darlegen und begründen. Zudem werde man bei der Informationsveranstaltung der Stadtverwaltung auftreten und über die Bürgerinitiative und deren Anliegen informieren und sich auch dort artikulieren. Die Veranstaltung findet am 4. April 2017 um 19 Uhr in der Festhalle Blankenloch statt und wird für alle Interessierten offen zugänglich sein.

Auch weiterhin können Bürgerinnen und Bürger aus allen Stadtteilen die Initiative unterstützen und gegen die Abholzung des Lachwaldes unterschreiben. Für weitere Informationen wird gebeten, sich per E-Mail an Klaus Gompper (rettet-den-lachwald@t-online.de) zu wenden.

Oberbürgermeister Klaus Demal stellte auf den kurzen Vortrag von Klaus Gompper noch einmal klar, dass der Lachwald lediglich Teil einer Prüfkulisse sei, die noch nicht beschlossen ist. Selbst wenn er in den Flächennutzungsplan 2030 aufgenommen werden sollte, was unter Leitung des Nachbarschaftsverbandes geschehe, müsse dort nicht gebaut werden. Dies liegt in der Entscheidung des Gemeinderats.

Letztlich gebe es in der Sache keine Neuigkeiten, stellte Demal fest. Die Erstellung des Flächennutzungsplans sei mit öffentlichen Veranstaltungen, z.B. 2013 in Stutensee, flankiert gewesen. Es habe auch bereits eine Offenlage geben. Eine zweite Offenlage werde Ende des Jahres stattfinden. Die Unterlagen würden dann einen Monat lang im Rathaus einsehbar sein. Das sei die richtige Stelle für Argumente und Einwände. Die Stadtverwaltung habe neueste Informationen des Nachbarschaftsverbands, der das Verfahren leitet, abwarten wollen, bevor die Bürger informiert werden. Entsprechend handele es sich bei der Infoveranstaltung am 4. April um eine Veranstaltung des Nachbarschaftsverbands zusammen mit der Stadt Stutensee.

Bildquellen

  • Der Lachwald darf nicht abgeholzt werden: Klaus Gompper
  • Bürgerinitiative Rettet den Lachwald: Natascha Reisner
  • Lachwald: Martin Strohal

Kommentare

Wir sind auch gegen eine Abholzung des Lachwaldes. Es kann nicht sein, dass eine grüne Lunge abgeholzt wird um die seit Jahren stagnierende Mietpolitik zu unterstützen! Es gibt mit Sicherheit andere Flächen, die aber nicht so attraktiv sind und so günstig wie ein Wald. Und noch eins: die Infrastruktur in Büchig ist doch mehr als mager, aber mit schlechten Straßen können wir Werbung machen. Seit über 24 Jahren wurde nichts gemacht – außer geflickt.

Mit der Bürgerinitiative ” Rettet den Lachwald ” bin ich einer Meinung. Auf deren Fleyer stehen sämtliche Punkte die berechtigt sagen:
Der Lachwald darf nicht abgeholzt werden! Der Lachwald muss uns erhalten bleiben!

Der Lachwald darf nicht abgeholzt werden.Es gibt geügend Flächen welche bebaut ,und gut zu erreichen sind z.b.Eggensteinerstr.Nord und Süd (Anschluß Bahn und L 560),Friedrichstal Nord bei der neuen Unterführung und weitere.Leider sind diese nicht im Stadtbesitz.Bei der Veranstaltung in der Festhalle wurde man von OB und anderen nur angelogen z.b.”In Büchig Lachenfeld hatte man keine Grunstücke.””Einen Satz später”UND DIE WENIGEN(ca 10) WURDEN MEISTBIETEND VERSTEIGERT!!!! Anstatt Sie für den sozialen Wohnungsbau anzubieten.Die Planung ist anscheinend schon sehr weit fortgeschritten Planungsbüros und Investoren waren ja schon anwesend.Ich hoffe die Zahl der Unterschriften reicht für ein Bürgerbegehren aus.

Wie wäre es, wenn man eine DEMO organisieren würde? Vielleicht kann man damit den Wahnsinn nicht stoppen, aber die Hoffnung stirbt zuletzt und man hätte sich gewehrt und alles probiert! WER KENNT SICH MIT DEMO- ORGANISATION AUS? Es gibt bestimmt sehr viele Menschen die mitmachen würden! Es geht um unsere Stadt und wie sie in Zukunft aussieht, ob Stutensee dann wirklich noch lebens-und liebenswert ist! Es wird zur Zeit ein Projekt nach dem anderen realisiert, mir scheint, ohne an Natur und die Menschen, die hier leben zu denken. Das Neiße Gelände und der Platz an dem jetzt noch das Hallenbad steht, wird sicher auch wieder “zugepflastert”. Nur noch Häuser und Beton, kaum noch Gärten und Natur. Und die Probleme werden kommen: Wohnhäuser neben Schule, Festhalle und Festplatz(Oktoberfest)…die Beschwerden werden folgen! Da hätte ein Naherholungsgebiet für verschiedene Generationen, mit Bänken, Bäumen, Tischtennisplätzen etc.sicher seinen Sinn erfüllt.
Folgen werden auf jeden Fall Parkplatzprobleme, Verkehrsprobleme, Abwasserprobleme….
Angeblich reicht die Kapazität des Klärwerkes aus, man muss es nur! umrüsten…was wird das kosten????
Ich bin mit den Entscheidungen unserer lieben Politiker nicht einverstanden!!!


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