Von meinstutensee.de-Reporter Martin Strohal

Die Stadtverwaltung und die Mehrheit des Stutenseer Gemeinderats möchten etwa die Hälfte des Lachwalds bei Büchig (7,5 Hektar) in den Flächennutzungsplan Wohnen aufnehmen (wir berichteten). In Büchig hat sich die Bürgerinitiative „Rettet den Lachwald“ gegründet, die argumentativ gegen dieses Vorhaben Stellung bezieht.

Um für die Diskussion notwendige Gutachten erstellen zu können, beschloss der Gemeinderat nun die Einleitung des Bebauungsplanverfahrens zum Plangebiet „Lachwald II“. Im Rahmen dieses Verfahrens sieht die Stadtverwaltung auch einen moderierten Beteiligungsprozess vor. Dazu wird zunächst mit entsprechenden Anbietern gesprochen.

„Mit dem Aufstellungsbeschluss startet ein geregelter Prozess wie bei jedem Neubaugebiet“, betonte Ansgar Mayr (CDU). „Im Zentrum der Prüfung wird die Umweltverträglichkeit stehen.“ Es solle zudem zeitnah über Ausgleichsflächen nachgedacht werden. Die CDU stelle sich hochwertige Naherholungsgebiete vor, nicht nur reine Aufforstung an anderer Stelle.

Für die Freien Wähler betonte Klaus Mangold, dass es aus Büchig durchaus auch Zustimmung von Bürgern gebe. „Wir müssen nun in das Verfahren eintreten, wo alle gehört werden.“

„Es ist richtig und gut, dass alle Belange untersucht werden“, erklärte Heinrich Sickinger (SPD). Seine Fraktion stimme jedoch nur unter dem Vorbehalt zu, dass ihre Ziele in Bezug auf den sozialen Wohnungsbau erreicht werden.

„Wir haben sehr erfreut festgestellt, dass von Anfang an eine öffentliche Beteiligung stattfindet“, sagte Ludwig Streib (Grüne). Allerdings hätten die Grünen das Umwelt- und Artenschutzgutachten vorgezogen. Man müsse kein Geld für Verkehrsgutachten usw. ausgeben, wenn am Ende das Ergebnis steht, dass der Wald gar nicht abgeholzt werden dürfe. Außerdem seien die Vorschläge des ehrenamtlichen Naturschutzes zu prüfen.

Der Beschluss fiel im Gemeinderat mit 20 Stimmen und 4 Gegenstimmen.

Bildquellen

  • Lachwald: Melanie Nagel
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