Von meinstutensee.de-Reporter Martin Strohal

In den vergangenen Tagen seien die Stadt Stutensee sowie die Allianz für Stutensee mit Behauptungen konfrontiert worden, die die Vertreter der Allianz nicht unkommentiert stehen lassen möchten. In der Allianz für Stutensee haben sich die örtliche CDU, Freien Wähler, SPD und FDP zu einem Aktionsbündnis zum Bürgerentscheid am 18. Februar formiert und werben gemeinsam für ein „NEIN“ und somit für den aus ihrer Sicht dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum.

In Prospekten, die eine Bürgerinitiative in Stutensee verteilt hat, sei beispielsweise unterstellt worden, es sei absurd mit nur 30% der Fläche eine Wohnungsbaugesellschaft gründen zu wollen, da auch deren Mitarbeiter bezahlt werden müssten. Die Allianz-Vertreter zeigten sich erfreut, dass die Bürgerinitiative inzwischen anerkenne, dass die Gründung einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft nur ab einer gewissen Größe funktionieren kann, was mit der angedachtenFläche von knapp zwei Hektar der Fall sei. „Eine Wohnungsbaugesellschaft ermöglicht es langfristig, dass hier die Stadt steuern kann und nicht fremd bestimmt ist“, erläutert die Allianz und weist darauf hin, dass man bei einer Vergabe an private Investoren die Leistung von deren Geschäftsleitung und Mitarbeitern auch nicht zum Nulltarif bekommen würde.

„Wohnraum könne man überall in Stutensee schaffen“ und „Es gibt genügend alternative Flächen“ seien weitere Behauptungen, die von den Bürgerinitiativen immer wieder in den Raum gestellt würden, kritisieren die Parteien der Allianz für Stutensee. Es sei zwar richtig, dass im Flächennutzungsplan auch weitere Flächen für Neubaugebiete ausgewiesen seien. „Die Grundstücke in diesen Quartieren gehören jedoch fast ausschließlich Privatpersonen und nicht der Stadt. Wollte die Stadt in diesen Neubaugebieten großflächig bezahlbaren Wohnraum anbieten, müsste sie das Bauland teuer aufkaufen“, begründet die Allianz die Ablehnung für diesen Vorschlag und ergänzt, dass „auch eine städtische Wohnungsbaugesellschaft kostendeckend arbeiten muss“ und daher auch den teuren Grunderwerb in die Miete einkalkulieren müsse, was bezahlbaren Wohnraum unmöglich mache. Die zur Bebauung angedachte Fläche im Lachwald gehöre der Stadt und mache somit bezahlbaren Wohnraum in Stutensee erst möglich, da das Baugrundstück nicht erst teuer gekauft werden müsse, so die Vertreter der Allianz abschließend.

Im Zusammenhang mit ‚alternativen Flächen‘ sei von einer Bürgerinitiative auch der Vorschlag gemacht worden, das geplante Gewerbegebiet Blankenloch-West in ein Mischgebiet umzuwandeln.  Diese Idee sei nicht neu, so die Allianz für Stutensee. Im Gemeinderat sei man sich allerdings seit vielen Jahren darüber einig gewesen, dass dieser Vorschlag nicht zukunftsweisend sei, da dies zu einem zweigeteilten Ort führen würde und mindestens eine weitere, viele Millionen Euro teure Unterführung erforderlich mache. Kostengünstige Mietwohnungen könne es dort ebenfalls keine geben, da die Grundstücke im geplanten Gewerbegebiet Blankenloch-West vielen privaten Eigentümern gehören würden und die Stadt auch diese erst teuer aufkaufen müsse, was wiederum bezahlbaren Wohnbau ausschließe.

Bildquellen

  • Blankenloch West: Martin Strohal
Werbung