Von meinstutensee.de-Reporter Martin Strohal

Da der Bedarf in Wohnraum aktuell nicht gedeckt werden kann, beschloss der Stutenseer Gemeinderat in seiner April-Sitzung die Aufstellung eines Bebauungsplans für die Erweiterung Stafforts in Richtung Norden. Bereits im Flächennutzungsplan von 2010 ist das Gebiet zwischen dem letzten Stafforter Neubaugebiet “Unterfeld I” und der Einrichtung der DHU als künftiges Wohngebiet vorgesehen. Um möglichst schnell mit der Umsetzung beginnen zu können, wird vorerst ein Teil der städtischen Fläche daran, nämlich etwa 7.000 Quadratmeter entlang der Straße “An der Nachtweide”, verwendet. Dadurch iste keine zeitaufwändige Grundstücksumlegung nötig. Zudem kann die Stadtverwaltung Gebrauch machen von einem beschleunigten Verfahren, das bis zu einer Grundfläche von 10.000 Quadratmetern, die sich unmittelbar an einen bebauten Ortsteil anschließt, bis Ende 2019 zulässig ist. Dadurch ist keine förmliche Umweltprüfung erforderlich.

Vor zwei Jahren war diese Fläche in der Diskussion zum Bau einer Flüchtlingsunterbringung (wir berichteten).

“Es soll ein nachhaltiges Konzept erarbeitet werden”, erklärte Baubürgermeisterin Sylvia Tröger in der Sitzung. Sie stelle sich einen Wettbewerb wie beim Gelände des alten Hallenbades vor. Es gehe ihr um städtebauliche Qualität und ein gutes Quartier. Hierfür sollen auch die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung, die im Mai abgeschlossen wird, berücksichtigt werden.

Stafforts Ortsvorsteher Ludwig-W. Heidt (Freie Wähler) bestätigte den großen Bedarf. “Es gibt unzählige Nachfragen”, berichtete er. Deshalb begrüße er die Vorgehensweise mit dem beschleunigten Verfahren. Planerisch solle das gesamte Gebiet in Angriff genommen werden.

Der Vorsitzende der Grünen-Fraktion Lars Zinow bat darum, wohlwollend Ausgleichsmaßnahmen zu prüfen, die nicht teuer sein müssten, auch wenn das nicht verpflichtend sei. “Wir brauchen Wohnbauflächen.” Heidt widersprach diesem Wunsch. Staffort habe in den letzten Jahren viele Bäume gepflanzt. Damit sei das Thema für ihn durch.

Heinrich Sickinger (SPD) wies auf quakende Frösche im Teich der DHU hin und stellte die Frage, ob man das Gebiet für Gemischtbebauung oder als reines Wohngebiet ausweisen wolle.

Letztlich wurde der Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplans einstimmig gefasst. Als nächstes steht eine Bürgerinformationsveranstaltung auf dem Plan.

Bildquellen

  • Plan Teil Unterfeld II: Stadt Stutensee
  • Unterfeld II Staffort: Martin Strohal