Von meinstutensee.de-Reporter Martin Strohal

Anfang November hat sich eine Gruppe von etwa zehn Freiwilligen zusammengefunden, um im Büchiger Lachwald Kirschlorbeer-Pflanzen zu entfernen. Die Aktion sei mit dem Forstamt abgesprochen gewesen. Die Forstarbeiter stellten auch Werkzeuge leihweise zur Verfügung.

Etwas problematisch gestaltete sich der Abtransport der entfernten Pflanzen. Die Teilnehmer hatten Schubkarren und einen Fahrradanhänger zur Verfügung. Obwohl der Weg zur Gründeponie nicht weit ist, konnten doch immer nur kleine Mengen abtransportiert werden. “Toll wäre es, wenn wir Helferinnen und Helfer finden würden, die vielleicht einen kleinen Traktor oder ähnliches besitzen”, so Inge Richter, die die Aktion unterstützt.

Der Kirschlorbeer vermehrt sich sehr schnell. Manchmal werden von Anwohnern unbedacht Strauchschnitte im Wald entsorgt in dem Glauben, sie könnten dort kompostiert werden. Hauptsächlich verschleppen aber die Vögel die Samen. Die rasante Auswilderung verhindert den Unterwuchs und nimmt heimischen Pflanzen den Lebensraum. “Die Anwohner sollten dafür sensibilisiert werden, sich über die zukünftige Pflanzenauswahl Gedanken zu machen”, so die Waldaktivisten.

Die Teilnehmer an dieser und ähnlichen Aktionen sind alles Leute aus Büchig, die sich Anfang des Jahres beim Bürgerentscheid auf vielfältige Weise für den Erhalt des Lachwaldes eingesetzt haben wie mit der Ärzteaktion und den Abendwanderungen. Auch neun Monate danach ist ihnen noch daran gelegen, sich weiterhin um den Wald zu kümmern. Sie stehen in regelmäßigem Kontakt untereinander, sammeln regelmäßig Müll, den der Bauhof anschließend an vereinbarter Stelle abholt, haben Bänke aufstellen lassen (wir berichteten) und versuchen nun, den Kirschlorbeer im Wald zu bekämpfen.

Bildquellen

  • Kirschlorbeerentfernung im Lachwald: Inge Richter
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