Von meinstutensee.de-Reporter Martin Strohal

Der Spielplatz im Friedrichstaler Seebuckweg wird seit September 2017 saniert. Aus der ursprünglich geplanten Dauer von vier Wochen sind mittlerweile 14 Monate geworden, weshalb sich bereits anwohnende Kinder in einem Brief an Ortsvorsteher Lutz Schönthal gewandt haben (wir berichteten).

meinstutensee.de hat Oberbürgermeisterin Petra Becker um eine Stellungnahme gebeten, die zum Veröffentlichungszeitpunkt des oben genannten Artikels noch nicht vorlag.

Sie erläutert nun, dass der erste Bauabschnitt bereits fertiggestellt sei. “Wichtig dabei ist auch, dass der Spielplatz seitdem, wie mir versichert wurde, vollumfänglich genutzt werden kann und wird.”

Im zweiten Bauabschnitt gehe es um den vollständigen Erdaustausch sowie die Einsaat von Rasen. Damit solle der künftige Pflegeaufwand reduziert werden. Diese Aufgaben seien noch nicht erfolgt. “Wir prüfen nun, ob der Auftrag an eine Firma gegeben wird oder noch seitens der Kolleginnen und Kollegen des städtischen Bauhofs in Kürze durchgeführt wird”, so Becker.

Angesprochen auf die deutliche zeitliche Verzögerung verweist sie auf Sicherheitsbestimmungen, die die Priorisierung bei den Spielplatzarbeiten vorgeben. Aus wirtschaftlichen Gründen arbeite der städtische Bauhof alle anfallenden Aufgaben nach Möglichkeit selbst ab. “Vor diesem Hintergrund wurden in den vergangenen drei Jahren und unter der neuen Bauhofleitung entsprechende organisatorische und strukturelle Anpassungen realisiert sowie die Ausstattung sukzessive erneuert. Dies schließt auch jüngst die Beschaffung des Fahrzeugpools mit ein. Die Neustrukturierung ist noch nicht abgeschlossen. Wir wollen die Kolleginnen und Kollegen in allen Bereichen umfassend unterstützen, dass sie effizient und erfolgreich arbeiten können.”

Aus den einzelnen Stadtteilen sei vor allem positives Feedback zu hören. Zusätzliche Belastungen durch den außergewöhnlich trockenen Sommer oder Sondersituationen wie derzeit der Aufbau der Weihnachtsmärkte würden jedoch dazu führen, dass der Bauhof aus Kapazitätsgründen Aufgaben, die nicht zwingend sofort erledigt werden müssten, terminlich neu ordne.

Becker wünsche sich, dass bei der Stadtverwaltung die Arbeit grundsätzlich in die Arbeitszeit passen müsse. “Ich werde die angesprochene Frage nach einer Überbelastung der Bauhofmitarbeitenden im Auge behalten und gegebenenfalls handeln”, betonte Becker abschließend.

Bildquellen

  • Spielplatz Sebuckweg November 2018: Leserfoto