Von meinstutensee.de-Reporter Martin Strohal

In seiner letzten Sitzung vergangenen Mittwoch hat sich der Friedrichstaler Ortschaftsrat schwerpunktmäßig dem Thema Verkehrssituation gewidmet. Thomas Schoch, der Leiter des Stutenseer Ordnungsamts, präsentierte Problemsituationen und diskutierte mögliche Lösungsansätze.

Geschwindigkeit

Berliner Allee

Ein großer Punkt war das Thema Geschwindigkeit. Im vergangenen Jahr habe die Stadt an 25 Messtagen je zehn Stunden an wechselnden Standorten gemessen. Dabei seien im Schnitt 13,6 Prozent der gemessenen Fahrzeuge zu schnell gewesen. Das sei zwar kein erfreulicher, aber ein üblicher Wert, so Schoch. In der Beliner Allee, der Haupterschließungsstraße des Friedrichstaler Neubaugebiets seien bei drei Messungen 20,5 % zu schnell gewesen. Das sei ein auffälliger Wert.

Das Ordnungsamt und der Gemeindliche Vollzugsdienst setzen verschiedene Techniken ein, wie Schoch erläuterte. Von der reinen Geschwindigkeitsanzeige, die auf einen Anhänger montiert ist, über die herkömmliche Radarkontrolle bis hin zu Seitenradarmessgeräten, die für Autofahrer kaum erkennbar seien und nicht “blitzen”, sondern lediglich Messwerte erheben, reicht die Ausstattung.

Einbahnstraßen

Für den Jenaer Ring sowie die Löwenstraße waren Einbahnstraßenregelungen im Gespräch, im Jenaer Ring auf Wunsch von Anwohnern (wir berichteten). Schoch erläuterte, dass bestimmte Vorgaben für die Einrichtung von Einbahnstraßen zu erfüllen seien, zudem müsse auch die Polizei einer solchen Maßnahme zustimmen. Nachteile von Einbahnstraßen sei eine höhere Geschwindigkeit, weil nicht mit Gegenverkehr gerechnet werden müsse, sowie höheres Verkehrsaufkommen. Im schlimmsten Fall werde der Verkehr auf Alternativstrecken gedrängt, wo er noch weniger gewünscht sei. Bei der Löwen- und Hirschstraße sowie dem Jenaer Ring sieht das Ordnungsamt keine Notwendigkeit für eine Einbahnstraßenregelung. Beim Jenaer Ring würden nach Abschluss der Bautätigkeit Markierungen für Parkflächen in dieser verkehrsberuhigten Zone folgen. Diese würden den Verkehr ebenfalls ausbremsen und für eine Beruhigung sorgen, so Schoch.

Parken

Wallonenstraße

Vor dem Kindergarten in der Hildastraße soll es hingegen Änderungen geben: Es ist geplant, die “Achtung Kinder”-Schilder näher an der Einrichtung sowie eine Markierung auf dem Straßenbelag anzubringen. Das absolute Halteverbot direkt vor dem Gebäude soll zu den Kindergartenzeiten zum eingeschränkten Halteverbot werden, so dass das Absetzen und Abholen der Kinder möglich ist. Außerhalb dieser Zeiten könnten Anwohner dort parken.

Was das Parken allgemein angeht, so sei Stutensee nicht so rigoros wie Karlsruhe. Parken auf dem Gehweg werde geduldet, wenn mindestens 1,10 Meter Platz für Fußgänger bleibe.

Im Laufe des Jahres wird das Ordnungsamt mit dem großen Drehleiterfahrzeug der Feuerwehr an einem Abend – nicht nur tagsüber wie kürzlich – Testfahrten durch die Wohngebiete unternehmen, um sicherzustellen, dass ein Durchkommen für die Rettungsfahrzeuge überall möglich ist.

Ortsvorsteher Lutz Schönthal appellierte an die Bevölkerung, das eigene Grundstück zum Abstellen eigener Fahrzeuge zu verwenden.

Bildquellen

  • Berliner Allee: Martin Strohal
  • Wallonenstraße: Martin Strohal
  • Löwenstraße: Martin Strohal