Bahn startet Planung für Streckenausbau

Güterzug (Symbolbild)

Bild: Martin Strohal

Von Martin Strohal | 09.09.2019 21:38 | 2 Kommentare

Seit einigen Jahren ist bekannt, dass die Bahnstrecke zwischen Karlsruhe und Mannheim ausgebaut werden soll oder eine alternative Trasse gefunden werden muss. Stutensee hat sich bereits mehrfach gegen einen Ausbau in den Bereichen Friedrichstal und Blankenloch ausgesprochen (wir berichteten), da die bestehende Trasse direkt durch die Stadtteile führt und kein freier Raum für zwei weitere Gleise zur Verfügung steht.

Planungsleistungen ausgeschrieben

Nun steigt die Bahn-Tochter DB Netz AG in das Projekt ein und hat Anfang September erste Planungsleistungen ausgeschrieben. Während bisher immer von dem Vorhaben “Aus- oder Neubaustrecke Molzau – Graben-Neudorf – Karlsruhe” die Rede war, wurde jetzt in Abstimmung mit dem Bundesverkehrsministerium der Untersuchungsraum nach Norden erweitert. “ABS/NBS Mannheim-Karlsruhe” heißt das Projekt nun kurz.

Bei den ausgeschriebenen Planungsleistungen handelt es sich laut Bahn um “ergebnisoffene Untersuchungen zur Trassenfindung und technischen Machbarkeit möglicher großräumiger Varianten für zwei zusätzliche Gleise der badischen Rheintalbahn zwischen Mannheim und Karlsruhe”.

Untersuchung zwischen Rhein und Kraichgau

Die ersten Planungsleistungen für diesen Abschnitt wird die DB Netz AG voraussichtlich bis Anfang des Jahres 2020 vergeben. In den Untersuchungen werden grundsätzliche Möglichkeiten für eine Kapazitätserhöhung im Personen- und Güterverkehr für den Ausbau der Bestandsstrecken als auch möglicher Neubaustrecken mit Anschluss an die Eisenbahnknoten Mannheim und Karlsruhe erarbeitet. Der Untersuchungsraum liegt grob zwischen Rhein und Kraichgau und ist zu Beginn der Planungen mit dem Regierungspräsidium abzustimmen.

Eine Präferenzvariante könne allerdings erst ausgewählt werden, wenn die möglichen Lösungen für die gesamte Verbindung zwischen Mannheim (inklusive des Bahnknotens Mannheim) und Karlsruhe untersucht worden sind.

Öffentlichkeitsbeteiligung

Sobald die Planung des Bahnknotens Mannheim startet, wird auch das Dialogforum als Öffentlichkeitsbeteiligung für die gesamte Strecke bis Karlsruhe beginnen. Ziel wird sein, unter Berücksichtigung aller Interessen das am besten geeignete, genehmigungs- und finanzierungsfähige Gesamtkonzept für den Raum Mannheim – Karlsruhe (inkl. Bahnknoten Mannheim) zu erarbeiten, um dieses dann in den weiteren Planungsprozess zu übernehmen.

Bereits jetzt können sich alle Bürger über das Bahnprojekt Mannheim – Karlsruhe aus erster Hand informieren. Die DB Netz AG bietet mit der Projekt-Webseite mannheim-karlsruhe.de eine aktuelle Informations- und Kommunikationsplattform.

Bildquellen

  • Güterzug: Martin Strohal

Kommentare

-kwg-

Höchst spannend- nach dem Ungeschick und Unvermögen einer Stromtrassenfindung von Nord nach Süd, der zusätzliche Versuch der Findung einer Bahntrasse in dichtest besiedeltem Gebiet. Berlin – Flughafen lässt grüßen. Aber von einem ist jetzt schon abzuraten- baut um Himmels Willen keine Brücken, die man dann infolge Spannungsrisskorrosion sperren muss, bevor sie eingeweiht werden. Spannend wird einmal sein, später im Himmel oder in der Hölle per “WARTS-AB” zu erfahren, ob die morgen einzuschulenden Erstklässler die Einweihung der kurz vor Einweihung im Jahr 2096 auf MA-KA-RA-BAD getauften Bahntrasse noch erleben durften.
PS: WARTS-AB ist das Nachfolgesozialisierungskommunikationssystem in dritter Generation der heutigen WHATSAPP. Beep. Urenkel(in) von Verkehrsminister Scheuer gib mir Bescheid- auf KWG (ÄTT) Hölle. eu
Ich bezahl dafür dann auch meine WARTSAB – MAUTGEBÜHREN. Gute Fahrt weiterhin mit der deutschen Bahn – deren pünktliches Erscheinen von dieser Trasse abhängt.

Hofmann

Eine Busverbindung zwischen Stutensee und linkenheim wär sinnvoller


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