Fair Trade auf dem Blankenlocher Marktplatz

FairTrade auf dem Blankenlocher Marktplatz

Bild: Grüne Stutensee

Pressemitteilung von Bündnis 90/Die Grünen Stutensee | 05.10.2019 21:12 | Keine Kommentare

Im Rahmen der Fairen Wochen 2019 und der Aktion „Meine.Deine.Eine Welt“ waren Aktive der Grünen am vorletzten Samstag zur Marktzeit auf dem Neuen Markt in Blankenloch. Hier erfreuten sie die Marktbesucherinnen und -besucher mit einer Tasse fair gehandeltem Kaffee und informierten die aufgeschlossenen Bürgerinnen und Bürger über das „Fair-Handels-System“ mit Infotafeln, ausgestellten Produkten und persönlichem Gespräch. Auch der Kauf etlicher fair gehandelter Produkte war möglich.

Der faire Handel – unter anderem durch das Fairtrade-Siegel zertifiziert – unterstützt kleinbäuerliche Produzentenstrukturen im globalen Süden durch garantierte Mindestabnahmemengen und Mindestpreise, verbietet Kinderarbeit und Diskriminierung. Gleichzeitig fördert die Fairtrade-Prämie soziale, demokratische Strukturen, Gesundheitsvorsorge und Bildung. Dies trägt zur Existenzsicherung und Perspektivenbildung der Menschen vor Ort bei und kann so unter anderem auch zur Fluchtursachenbekämpfung beitragen. Durch ökologische Vorgaben schützen die Menschen Umwelt und Klima. Somit ist der Konsum fair gehandelter Produkte auch ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz.

Im Gemeinderat hatten die Grünen den Antrag gestellt, Stutensee als sogenannte „Fairtrade-Town“ zertifizieren zu lassen (wir berichteten). Hierzu müssen die öffentlichen Einrichtungen, Vereine, Einzelhandel und Restaurants bereit sein, eine Auswahl an fair gehandelten Produkten anzubieten. “In vielen Geschäften in Stutensee ist dies schon heute Praxis, allerdings hat der Gemeinderat, aufgrund von Arbeitsüberlastung der Verwaltung, unseren Antrag auf nächstes Jahr verschoben”, bedauern die Grünen. “Dies finden wir bedauerlich, zumal es in Stutensee engagierte und interessierte Menschen und Gruppen gibt, die hier ehrenamtlich tätig werden möchten oder bereits sind.”

Armut und Benachteiligung der Menschen im globalen Süden und mittlerweile auch in Teilen Europas seien die Hauptursache für Kriege und Migrationsströme, die auf die westlichen „Wohlstandsgesellschaften“ zurückfallen werden. “Wir sollten unseren Teil dazu beitragen, die Ungerechtigkeit zu bekämpfen, und den Menschen Perspektiven in ihren Ländern schaffen”, plädieren die Grünen. “Dies ist möglich, wenn wir als Verbraucher mehr Fairtrade-Produkte kaufen und als Konsumenten ein Zeichen setzen. Wir können mit unserem konsumbestimmten Leben Einfluss nehmen auf die Existenz dieser Menschen.”

7000 Produkte aus fairem Handel gebe es mittlerweile. Von A wie Ananas und Arbeitskleidung bis Z wie Zucker. Jede Kaufentscheidung sei auch eine politische. “Solidarität mit benachteiligten Menschen und die Verteidigung unserer aller Menschenrechte und Menschenwürde darf nicht an der Supermarktkasse enden.”

Engagierte aus Stutensee suchen parteiunabhängig interessierte Menschen zur Gründung einer Aktiven-Gruppe „Eine Welt Stutensee“ und der damit verbundenen Initiative „Fairtrade-Town Stutensee“. Bei Interesse können sich bei Marion Graf-Ernst (E-Mail graf@artundweiseonline.de) melden.

Quelle: Bündnis 90/Die Grünen Stutensee

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