Wohnen im Alter – Was wünschen die Bürger?

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Von Martin Strohal | 18.10.2019 21:59 | Keine Kommentare

Die Planung des Neubaugebiets “Vierundzwanzigmorgenäcker” in Spöck bietet die Gelegenheit, auch in diesem Stadtteil Wohnmöglichkeiten für Senioren unterzubringen.

Die CDU Spöck hatte den Ball ins Rollen gebracht und auch direkt Kontakt zu einem Investor hergestellt (wir berichteten), der in Spöck ein Seniorenheim bauen und betreiben könnte. Der Spöcker Ortschaftsrat hatte bis dahin auch andere Wohnformen wie Tagespflege, Wohngemeinschaften und ähnliches diskutiert.

Nun möchte die Stadtverwaltung die Bevölkerung einbeziehen und in einer Info- und Bürgerbeteiligungsveranstaltung herausfinden, was gewünscht und benötigt wird. Am 6. November sind alle Interessierten in die Spechaahalle eingeladen. Unter externer Moderation sollen verschiedene Wohnformen vorgestellt werden. An Dialogstationen können die Themen im Anschluss vertieft und eigene Ideen eingebracht werden. Die Ergebnisse der Veranstaltung sollen Grundlage für eine Ausschreibung für ein Konzept werden.

“Die Einrichtung soll für ganz Stutensee sein, nicht nur für Spöck”, erklärte Oberbürgermeisterin Petra Becker. Die Stadt könne ein Grundstück im Neubaugebiet zur Verfügung stellen.

Nicole LaCroix (CDU/FDP) freute sich in der Gemeinderatssitzung, dass diese Bürgerbeteiligung stattfinde. Auch sei es toll, wenn sich weitere Investoren finden. “Konkurrenz belebt das Geschäft.” Es sollten nur keine Begehrlichkeiten geweckt werden, die dann nicht erfüllt werden können.

Die Spöcker Ortsvorsteherin Karin Vogel (Freie Wähler) betonte: “Der Ortschaftsrat hat jahrelang darauf hingearbeitet. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt.” Zu der Veranstaltung sei natürlich auch die jüngere Generation eingeladen.

Susanne Suhr erklärte, dass es den Grünen wichtig sei, dass die Angestellten in der Pflege nach Tarif bezahlt werden und dass Gebäude dem Passivhausstandard entsprechen sollten. Oberbürgermeisterin Becker erwiderte, dass es erst einmal um die Konzeption gehe, nicht um ein Bauprojekt. Dies sei erst der zweite Schritt.

Tobias Walter (Junge Liste) schlug vor, erst einmal die Infoveranstaltung abzuwarten. Wenn sich kein Investor finden sollte, der die Wünsche erfüllt, müssten die Anforderungen überdacht werden.

“Wir müssen uns nichts vormachen”, ergänzte Lutz Schönthal (CDU/FDP), “es werden keine zwanzig Firmen ein Angebot abgeben.” Letztlich müsse es für die Bürger bezahlbar sein. Das sei insbesondere abhängig davon, zu welchem Preis die Stadt das Grundstück dem Investor überlassen wird, ergänzte Nicole LaCroix.

Die Durchführung der Info- und Beteiligungsveranstaltung sowie die folgende Ausschreibung zur Interessensbekundung wurde im Gemeinderat einstimmig beschlossen.

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