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“Nachhaltiger Stadtentwicklungsplan für Stutensee”

Symbolbild

Bild: stux/pixabay.com

Pressemitteilung von Bündnis 90/Die Grünen Stutensee | 12.02.2020 7:00 | 3 Kommentare

In unserer Reihe “Aus der Lokalpolitik” schreibt heute Susanne Suhr, Mitglied der Fraktion der Grünen im Stutenseer Gemeinderat. Es handelt sich hierbei um die subjektive Darstellung der Fraktion.

Bereits bei der Bürgerwerkstatt “Zukunft Stutensee – Wohnen” 2017/2018 wurde deutlich, dass die Bürger*innen in Stutensee die Ausrichtung ihrer Stadt mitgestalten wollen. In der Bürgerwerkstatt wurde über das eigentliche Thema Wohnen hinaus vieles andere diskutiert: Mobilität, Klima- und Artenschutz, moderner und sozialer Wohnungsbau.

Es fehlten jedoch beispielsweise die Bereiche Landwirtschaft, Waldnutzung und neue Gewerbeflächen. Mit unserer Oberbürgermeisterin Frau Becker und dem neu zusammengesetzten Gemeinderat soll 2020 mit der Erarbeitung eines umfassenden Stadtentwicklungsplans (STEP) begonnen werden. Dies begrüßen wir sehr. 

Stutensee begibt sich damit auf den Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung. Hierbei werden wir uns auch an den sog. SDGs (Sustainable Development Goals), den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen orientieren. Unsere Ziele sind zudem so zu definieren, dass sie messbar sind und damit Transparenz schaffen. Heidelberg ist hier ein gutes Beispiel. Das Niveau der einzelnen Ziele des Heidelberger STEP wurde zuletzt im Nachhaltigkeitsbericht 2019 detailliert dargestellt. Für Stutensee werden nicht die gleichen Themen relevant sein, daher werden wir einen individuellen Plan passend für Stutensee erarbeiten.

Wie ambitioniert wollen und müssen wir im Bereich Klimaschutz sein? Graben-Neudorf hat 1,25 Mio EUR im Haushalt für Klimaschutzmaßnahmen eingestellt. Stutensee hat sich den Labelingverfahren European Energie Award (EEA) und „StadtGrün naturnah“ angeschlossen. Bei der Ausgestaltung zum Erreichen der Labelvorgaben sind wir mehr oder weniger frei und können auch über den STEP hier gestaltend einwirken.

Wie sollen unsere Gebäude der Zukunft aussehen? Für die Stadtplanung können wir uns Standards setzen, so dass in Ausschreibungen auf Nachhaltigkeit geachtet wird. Themen sind hier beispielsweise Plusenergiegebäude, Holzbauweise, Lehmbauten, ambitionierter Artenschutz, Photovoltaik und Gründächer. Standardvorgaben würde zudem helfen, dass nicht bei jeder zukünftigen Bauplanung über dieselben Themen immer wieder diskutiert werden muss.

Wo wollen wir die für den Artenschutz dringend erforderliche Biotopvernetzung schaffen? Wie gehen wir mit dem Stadtwald um und wie unterstützen wir unsere Landwirtschaft beim Arten- und Klimaschutz?

Es wird auch die grundsätzliche Frage zu stellen sein, wie wir mit unseren Flächen umgehen. Wollen und brauchen wir ein neues Gewerbegebiet westlich der Bahn in Blankenloch? Wo hat dann noch Landwirtschaft Platz, wo sollen Ausgleichsmaßnahmen für den Flächenverbrauch geschaffen werden?

Diese und weitere weitreichende Entscheidungen werden wir gemeinsam treffen. Da der STEP auf die nachhaltige Entwicklung von Stutensee abzielt, nehmen wir damit unsere Verantwortung für die kommenden Generationen wahr. Wir hoffen daher, dass sich ein breites Spektrum von Jung bis Alt daran beteiligen wird.

Quelle: Bündnis 90/Die Grünen Stutensee

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  • Planung Plan: stux/pixabay.com

Kommentare

-kwg-

Auch subjektiv gemeint und der närrischen Jahreszeit in einigen Teilen angepasst:
Fast eine halbe Milliarde Kinder leben in Krisen – und Kriegsgebieten dieser Welt. Das alles unter wohlwissentlicher Kenntnis und in vielen Fällen unter sehr starker Untätigkeit der UN. Jetzt hören mir bloß mal diejenigen auf, die hier unter dem Schutzschild der UN, für bessere nachhaltige Lebensweisen und Fortentwicklungen werben wollen.
Diejenigen die der Meinung sind, dass uns in irgendeiner Weise dringende Hilfe entgegengebracht werden muss, sollen doch erst einmal ihr Verständnis von Gleichmacherei in Ordnung bringen. Wir selbst sind immer noch, und hoffentlich auch noch länger, für den übrig gebliebenen Teil unseres Lebens mit selbst gewünschten Lebensweisen allein verantwortlich. Und ob es zunehmend Menschen gibt, die immer noch die Meinung vertreten, anderen unbedingt helfen zu müssen, indem sie ihnen vorschreiben wollen, was sie zu tun und zu lassen haben, scheint mir das am Ende doch mehr Wunsch als Wirklichkeit zu sein. Auf dieser Erde gibt es genügend Fleckchen die mehr Aufmerksamkeit und Hilfe notwendig haben als wir, das ist richtig. Dort muss auch dringend geholfen werden. Aber nicht so, dass bekannterweise mit dem Geld deutscher Entwicklungshilfe, im Präsidentenpalast massive goldene Wasserhähne installiert wurden. Die Welt ist zu verschieden als dass man sie gleichmachen muss. Das ist das Schöne. Gehen wir doch in den fernen Urlaubsparadiesen auf ach so tolle Märkte, die unhygienischer nicht sein könnten. Deweil man bei uns sofort eine Anzeige gegen den Standbesitzer anstrengen würde. Und gerade zu Punkt 7 der internationalen Nachhaltigkeitsziele (SDG), haben viele Haushalte Stutensees und weit darüber hinaus, gerade gestern wieder Post erhalten, die mit einer weiteren Erhöhung der Strompreise einherging. Es wurde aber auch festgestellt, dass der Flächenverbrauch 2016 von 18.0 auf 18.1 % in 2017, die Naherholungsflächen aber gleichzeitig von 2.5 auf 2.7 km², ja sie lesen richtig – Quadratkilometer pro Einwohner- gestiegen ist. (www.sdg-portal.de / unter Stutensee nachlesbar). Also eine gigantische Naherholungsfläche. Herrn Jenisch, Herrn Dörflinger usw. wirds freuen. Und dann hat sich, Gott sei es gedankt, doch noch ein Azubi der Bertelsmann-Stiftung gefunden, der beim Nachdenken darauf gekommen ist, wie groß Stutensee eigentlich sei, wenn nur seine Naherholungsfläche schon zweimal der Größe Baden-Württembergs einnimmt. Er hat dann einfach mal auf m² heruntergekürzt, und schon wird aus dem weltgrößten kommunalen Naherholungsgebiet- ein kleines Lachwäldchen von nur noch 6.7 Hektar. Hochbegabte würden jetzt daraus einen Mittelwert bilden, um die Sache wieder passend zu machen. Was soll man fortan von Informationen dieser Art halten, wenn solche Möpse als Falltüren darin lauern.
Gefreut hat mich die Verschuldung Stutensees von nur 436 € pro Einwohner, (lt.statistischem Bundesamt Ba-Wü allerdings 1036 €). Da können wir gegenüber der vergleichbaren Stadt Calw aber noch ganz schön CO² freie Bimbes-Kohle verbrennen. Vergleichsweise dazu beträgt die Verschuldung in Kendu Bay in Kenia 0,00 Keniaschillinge. Wenn wir uns anstrengen, können wir das afrikanische Ziel sicherlich auch erreichen. Und wer einmal dort, in der Nähe des Victoriasees, in seinem FernDerHeimatUrlaub mit einem, seine Ziegenherde bewachenden afrikanischen Jungen und seiner selbst gebastelten Stoffkugel, bei 45 Grad ein bischen hin und her gekickt hat, wird ganz schnell den Eindruck gewinnen, dass dieser Junge glücklicher und zufriedener ist, wie viele der Unsrigen, weil Papa das Geld für das neuste Apfelfon noch nicht als Rücklage gebildet hat. Ich sehe sie direkt vor mir, wie sie mit dem in die rechte oder linke Hand implantierten Handy, und dem nach vorne abfallenden Vorderhaupt aufrecht stehende Laternenmasten oder Strassenbahntüren unerschrocken eine kostenlose Vollmassage anbieten. Zurück nach Afrika. Dort am Lake Victoria gibt es eine 40 m lange Holzbrücke, bereits über 100 Jahre alt, stark befahren von mächtigen, ständig überladenen LKW`s und Bussen, ohne Gewichtsangabe vor der Brücke, während bei uns stählerne Giganten, wie die Rheinbrücke Maxau und MA-LU`s-Hochstrassen wegen Einsturzgefahr für lange Zeit gesperrt werden müssen. Das erklärt m.E. die Forderung aus der Wirtschaft nach qualifizierten Fachleuten aus Fremdländern im Bereich nachhaltiger Brückenbautechnik.
Durch HighDefinition von Hochglanzbroschüren, mit all den tollen unterschiedlichen Ergebnissen, wird man sich allerdings gelassen zurücklehnen und beruhigend sagen können- alles wunderschön im grünen Bereich um mich herum.
Ich kann mir ja die Broschüre, die mir passende Ergebnisse liefert, aus der Vielzahl des Angebotes selbst heraussuchen.
Entwickeln Sie alle ruhig und gelassen die Stadt weiter mit STEP ohne STOP, nach Labeling und Grün naturnah. Nach Artenschutz und Naturschutz. Nach wilden Tieren von sterbendem Luchs der hier kein Asyl will, über asiatische Tigermücke ohne Stichvorrichtung bis genetisch gezüchteter zahnloser Wölfe, sowie ein Bärvorkommen pro Jahr, allerdings über 2950 m NN- Meereshöhe. Mit Fragebogenaktionen und Bürgerbeteiligungen mit nicht enden wollenden weiteren Diskussionen der demokratisch Unterlegenen. Vergessen sie aber wegen fünf Fledermäusen und drei Knoblauchkröten nicht, dass sie als Vertretung der Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt berufen wurden, sich um deren Belange und Nöte zu kümmern. Ob man Ihre Vorhaben dann im Stadtgebilde später mal deutlich erkennen kann? Dazu wird man noch einige Zeit brauchen. Auf gehts – Lets get ready to rumble- Stutensee FIRST.
Durch das kürzlich aufgetretene tektonische Beben „POLITICUS-lieber nicht als schlecht“, ausgelöst von den sich nach rechts orrientierenden Platten der FDP, und der CDU in Thüringen, mit dem Vorbeben und kürzlichem Hauptbeben “ lieber doch FDP- als niemals“ und den langen Nachbeben „lieber gar nichts – als 4.99%“ bei Landtagswahlen 2020 und 2021 und kommender Bundestagswahl „Sch…..der Wähler vergißt nichts“ spätestens im Herbst 2021, erwartungsgemäß etwas früher, wurden nun endgültig die Weichen gestellt, dass die nächste Bundesregierung, im „angelus post annos“ (dem Zeitalter nach Angela), doch wieder von einer Frau angeführt werden kann. Die kann und wird dann dafür sorgen – SUV`s sofort abzuschaffen, Tankstutzen an fossilen Verbrennerfahrzeugen zuzuschweißen, 50 % hochdotierter Aufsichtsratssitze an Frauen zu übertragen, gleiche Einkommen für Mann und Frau einzurichten, 50 % weibliche Samenspender und 50 % männliche Leihmütter einzuführen, die Gebärmutter auch als Gebärvater bezeichnen zu dürfen, das Waffengesetz zu ändern, die Natur FFH über den Menschen zu erheben, den Flächenverlust und Bauwahn sofort einzustellen, also Gesamtdeutschland zu unbebaubarer „Grün“Zäsur auszurufen, den Blankenlocher Lachwald (risus saltus stutenseeus) auf die rote Liste zu setzen und dem großen Bienensterben endlich ein Ende zu bereiten. Den Grünen in Regierungsverantwortung wird dazu bestimmt einiges einfallen, was sie früher mit der SPD zusammen noch vermieden haben. Und jetzt warte ich auf den Shitstorm – FH wird sicher einer der ersten Stürmer sein, der auf einen Einsatz wartet. Auf gehts. Machts gut Leute- schönen Valentinstag.

-kwg-

Ach ja —und vergessen alle an der Bürgerbeteiligung und Entscheidungsfindung eines neuen Gewerbegebietes nicht meinen Vorschlag – Friedrichstaler Gemarkung- CAMPUS East-HIRSCHGRABEN. Jeder einzelne Bürger sollte sich hinterfragen, wann er diese Fläche eines Landschaftsschutzgebietes zum letzten Mal als Naherholungsgebiet genutzt und durchwandert hat. Das würde die vorhandenen Landwirtschaftsflächen auf Blankenlocher Gemarkung enorm entlasten, und gleichzeitig weitere Flächenalternativen in den noch ausgebuchteten Grenzverläufen der Blankenlocher Peripherie z.B. am Steinweg mit wertvollen finanziellen Entspannungsflächen in städtischer Hand eröffnen.

-kwg-

Hallo liebe Stutenseer – Blankenlocher – Büchiger – Reigschmeckte – Spätzlesschwobe und sonschtige Kläverlen!
Ich oute mich als Fastnachtsmuffel, und nutze die Zeit zwischen Piratensitzung und Heringsessen, um mich etwas an der Geschichte der anlaufenden Stadtentwicklung zu beteiligen. Ich möchte damit niemand ärgern oder als Besserwisser hier auftreten, es gibt ja auch neben mir noch mehr Fastnachtsmuffel, die vielleicht froh sind wenn sie mal wieder was zu lesen haben. Da die Bereiche Landwirtschaft, Wald und neue Gewerbeflächen, wie Frau Suhr zu recht bemerkt, bisher ein Schlummerdasein führten, möchte ich auch zu diesem Thema meine Meinung und Begründung weitergeben. Und wie bei der Fastnacht wird der eine dem Beitrag ein Hui-ui-jui beipflichten, ein anderer wird pfeifen und einige werden es nicht gleich verstehen, weil der Büttenredner zu leise gesprochen hat- hier kann man so lange lesen bis man es verstanden hat. Ich hoffe doch, dass wir mal wieder in eine Art Meinungsaustausch kommen können. Es ist langweilig ohne Euch von früher. Eigentlich schade, bei der Arbeit und Mühe, die sich das Team von MEIN STUTENSEE das ganze Jahr macht. Ich hoffe aber es geht euch trotzdem gut und ihr seid gesund.
Mein närrischer Beitrag beginnt jetzt – eine Zugabe kommt dann wenn es erforderlich wird.
Helau- Allaaf- Hollero.
Die Stadt und der für weitere Erschließungen von Baugebieten zuständige Gemeinderat, haben sich ja schon in vergangener Zeit viele Gedanken gemacht und Überlegungen angestellt, wo denn in dieser Stadt, mit all den noch bestehenden Eigenheiten von Ortsteilen, Erschließungen möglich sind. Dass es dabei nun mit dem Lachwald zwischen der Stadt, der Bürgervertretung und Bürgern zu unterschiedlichen Ansichten kam, war kein Wunder. Dass dieser finanzielle Einnahmeverlust auf der städtischen Habenseite, zukünftig Konsequenzen für andere Projekte haben wird, konnte man den einzelnen Kommuniques von Stadt und Parteien entnehmen. Das wäre doch für den einen oder anderen kommunalen Insolvenzheraufbeschwörer eine gute Möglichkeit gewesen, im Finale vor dem drohenden „nixgehtmehrinstutensee“ , die Probleme an diejenigen zu übergeben, die das Finanzdesaster der Zukunft zu verantworten haben. Aber nein, das machen Sie nicht. Innere Größe wird gezeigt – weiter gehts, auch wenn es mit der Kohle, als Finanzierungsmittel und auch als zukünftiger Brennstoff der Grundlaststromerzeugung, in jeder Hinsicht steil nach unten geht.
In den Ortsteilen Fr-Sp-St, mag derzeitiger Flächendruck nicht so groß sein wie in Bla-Bü. Der Wunsch von Bauwilligen sich aber dennoch vermehrt für Bla-Bü als Wohnort auszusprechen, wird auch dann noch bestehen, wenn es noch größere Preisgefälle zwischen südlichen und nördlichen Baulanderschließungen geben wird. Der nun vorgesehene Weg mit der Erstellung eines Stadtentwicklungsplanes bis 2035, wird egal aus welcher Sichtweise man es betrachtet, an den bisher vorgesehenen Prüfflächen für Wohnbebauung, auch zukünftig nicht vorbeikommen. Dabei ist die vom Regionalverband schon lange umstrittene Bebauungsplanung der Grünzäsur zwischen Blankenloch und Büchig, sowie der Lachwald selbstverständlich, als Zukunftsprojekte erst einmal ad acta gelegt. Doch was spricht gegen die, so es denn gewollt sei – Innenverdichtung im alten Ortskern mit den zu akzeptierenden Nachteilen von Enge und zugewonnener Lautstärke, wo ab zwei Wohneinheiten laut § 9 Abs. 2 Landesbauordnung i.V.m. § 1 LBOAVO, trotz Übersiedlung der Fläche, eine Herstellungsanordnung über einen zu errichtenden Spielplatz, auch noch ins Haus flattern dürfte. Es sei denn, dass der Bauherr/ equal die Baufrau, einen Geldbetrag an die Stadt abführt, mit dem dann in weiter Ferne der Bebauung, neben den nachgewiesenen Stellplätzen für KFZ, vielleicht zusätzlich einmal ein Spielplatz entstehen könnte.
Wenn es ruhiger und gemächlicher zugehen soll, dann wird die östliche und südliche Variante der Verlängerung des Steinwegs in Betracht zu ziehen sein. Es ist zwar ein Landschaftsschutzgebiet. Dies aber wurde es erst formell, nachdem die nördlich liegenden Wiesen, die einmal direkt hinter dem ev. Kindergarten endeten und mit der Friedhofserweiterung südlich davon, zu Bauland wurden. Und jetzt da die dort ehemaligen Goldclaims in Gemeindebesitz, immer weniger werden, sollen private Wiesengrundstücke als Wohlfühlnatur für die Gemeindekavallerie herhalten.
Das ist sehr kurz und gesellschaftsegoistisch gedacht.
Deshalb lautet meine Prospektive zu einer Bürgerbeteiligung für das zukünftige Stadtentwicklungsprozedere:
1. Landwirtschaftsflächen westlich der Bahn bleiben der Landwirtschaft in bisherigem Umfang voll erhalten um Herrn Jenisch Gewissheit zu geben, die regionale Versorgung auf den oberen 30 cm Boden, auch weiterhin zu sichern. Dazu zählt auch ein Verzicht auf eine Erweiterung der Wohnbebauung Eggensteiner Strasse – Nord.
2. Die bisher vorgesehene Gewerbegebietserweiterung, weicht einem neuen Gewerbepark auf Friedrichstaler Gemarkung, gegenüber des CAMPUS Nord-Hirschgraben im Hardtwald, mit zukünftig auf Bauwünsche schnell umsetzbaren Expansionsmöglichkeiten. Die Holzwirtschaft ist sprichwörtlich auf dem absteigenden Ast, und die bisherige Belastung der Anwohner, durch das vorhandene Industriegebiet, hält sich somit in den bisherigen, akzeptierten Grenzen.
3. Die Grünzäsuren zwischen Blankenloch und Büchig, sowie der Lachwald- bleiben langfristig für Bauvorhaben unangetastet- und das landeseigene Gelände des Wasserwirtschaftsamtes, wird in die Möglichkeit einer sinnvollen Bebauung, auch unter Betrachtung des zunehmenden, mit erheblichen Lärmemmissionen des Schienenverkehrs auf der Rheintalstrecke, für günstigen, sozialen Wohnraum in die weitere Planung einbezogen.
4. Die bisherigen Prüfflächen am Steinweg, ST.2-W-030/W-031/W-032 und W-033, haben durch Erhalt der Grünzäsur – östl. Fleckensteiner Weg (ST.2-W-001) – eine starke Verkleinerung der früheren „Stutensee nach Osten“-Variante erfahren. Sie sollten gemäß einer Ortsrandbegradigung (Anschlussflächen zur Bebauung freigeben), wie sie durch die Perspektivwerkstatt Bürgerbeteiligung vorgeschlagen wird, in die vorrangige Wahl weiterer Besiedlungsflächen einbezogen werden. Grund dafür ist eine, wenn gewünscht, schnelle Bauumsetzung und gute Infrastruktur an bereits bestehende Bausubstanzen anzudocken. Da die derzeitige Wohnbebauung überwiegend in SÜD-Nord-Richtung verläuft, stört auch eine östliche Bebauung nicht sonderlich eingrenzend, und das Gesamtbild, durch eine Ortsrandbegradigung am südlichen Zipfel Blankenlochs, wird abgeschlossen.

Begründungen meiner Meinungsbildung hierzu:
In der Prüffläche Steinweg-Süd liegt der gegenüberliegende bewohnte Bereich „Am Rain“ in einer Gebäudeanordnung, mit ausnahmslos strassenseitigen Zufahrten und Garagen, entlang der alten Bach. Damit sind die zu erwartenden Beanstandungen einer Sichtverbauung, nicht annähernd so groß, wie in früheren Zeiten zwischen Steinweg und Bachstrasse. (Mein Stutensee“Ganz oben steht die Zukunft von Stutensee”: Wohnen in Stutensee v. 10.10.2017) Ich habe in den Vorgärten und Hauseinfahrten AM RAIN auch noch niemand sitzen sehen, seine tolle Aussicht auf die Wiesen genießend.
Die Gärten und Aufenthaltsbereiche der Wohnhäuser rechtsseitig der Bachstrasse, verlaufen durchwegs in östlicher Richtung, was um die Jahrhundertwende des Anwohners freien Blick über die Wiesenlandschaft, und die Akzeptanz zu einer Bebauung am Steinweg zu kommen, stark beschäftigte.
Im Siedlungsleben, dieser von Büro Mayer entwickelten Wohnbebauung „Am Steinweg“, scheint die anfangs gezeigte Euphorie des bunten Mit-und Aneinanderkuschelns, doch zwischenzeitlich sehr im Argen zu liegen, wie man den einzelnen Kommentaren des Siedlungsblogs (wohnen-am-steinweg.de) entnehmen kann. Dort scheint neuerdings der Wurm im Holz zu stecken. Sehr laute Nachbarschaft, Katzen werden beschossen, Müll wird illegal entsorgt, Rollos donnern herunter, Post aus dem Briefkasten entwendet und Fahrräder aus den Fahrradständern geklaut.
So sieht es aus wenn zuviel Leute auf zu wenig Fläche leben. Schauen sie einmal nach dem Flächenanspruch eines Hundes in der Größe seines Hundezwingers. Hierzu wäre es gerade zur Innenverdichtung superspannend zu wissen, welche der auch hier immer wieder auf Innenverdichtung bestehenden Reklamierer, selbst von einer solchen, auf ihrem eigenen Grundstück betroffen wären. Die fordern vielleicht die intensive Innenverdichtung und wohnen an irgendeinem Ortsrand oder sind Waldangrenzer mit unverbaubarer Aussicht. Auf alle Fälle wird die Verdichtung sicherlich nicht der Favorit werden, weitere Flächenverluste zu vermeiden. Sonst wär da bisher schon viel mehr ACTION in Form von Bauanträgen festzustellen.
Während am Steinweg Ost noch eine Vielzahl an Bäumen und größeren Hecken im Weg stehen würden, sind im Gebiet Steinweg – Süd, nur vereinzelte Bäume auf den dortigen in Frage kommenden 2.2 ha Fläche, die sich gem. GEO PORTAL aus 12 Grundstücken zusammensetzt. Die dortigen Besitzverhältnisse beeinflussen die Eignungseinstufung des Geländes, da es sich anscheinend ausschließlich um Grundstücke in privater Hand handelt und die Stadt lediglich von den 46 % Abzugsfläche leben müsste. Wie weit kann man Land-Enteignung eigentlich treiben? Der bereits vorhandene schmale Grünstreifen entlang der alten Bach, könnte auch bei einer Neubebaung durchaus mit derzeitigem Biotopcharakter, eines grünen Schutzstreifens, in die Bebauung integriert werden.
Das Vorhandensein einer Strasse (jetziger Steinweg) und die geringfügige Verlegung eines Fußgänger/Fahrradweges zwischen Bla und Büchig, wäre ebenso ideal, sodass bei einer baulichen Umsetzung nicht groß in die bestehende Landschaftsstrukturen, hinsichtlich Holz-und Hecken, eingegriffen werden müsste. Weiterhin ist das „LSG Blankenlocher Wiesen“, mit seinen, nach Verordnung des Landratsamtes vom 31.12.1999, illegalen Pferdekoppeln und kleinen Gärtchen, die auch noch von einer, gesundheitsgefährdenden 360 kV-Hochspannungsleitung überspannt werden, nur zur Hälfte reine Wiesenlandschaft. Die frühere Nutztierhaltung ist heutzutage nicht mehr von Bedeutung und die auf den Wiesen zu erwirtschaftende Grasgrundlage, scheint als Sättigungsbeilage von Grasfressern, ausreichend bemessen zu sein.
So. Jeder Leser sieht meine Bereitschaft über Alternativen nachzudenken und jetzt lass ich es auch mal wieder gut sein, damit das verbliebene Speichervolumen auch anderen die Möglichkeit der Teilnahme an der Diskussion bietet. Ich möchte den Aktiven nicht auf die Nerven gehen, aber die noch Passiven zum Nachdenken und zu Vorschlägen ermuntern. Beteiligt euch an den zukünftigen Entwicklungen in und um Stutensee. Als gebürtiger Blankenlocher möchte ich mich allerdings auch nur auf diesen Ortsteil, mit dem seit dem 1. April 1936 eingemeindeten Büchig, beziehen. Was in den anderen Ortsteilen geplant ist oder zukünftig geplant wird, obliegt der Entscheidung dortiger Zuständigkeiten und der dortigen Bürgerschaft. Der ehemalige Bürgermeister von Berlin – Eberhard Diepgen, hat die Zeichen der Zeit früh erkannt und gab einmal folgendes von sich:
„Wir sind in einer Situation, wo wir zum Bau eines Hauses länger brauchen, als die Ritter im Mittelalter für den Bau einer Burg“. Ich teile die Meinung von Herrn Diepgen und ergänze: Ein Flughafen Berlin entspricht dann etwa 1000 Häusern. Schöne Fastnachtszeit an alle die sie lieben.


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