Blankenlocher Fairteiler sucht neuen Standort

Fairteiler-Schrank von innen

Bild: Isabelle Gotschlich

Von Martin Strohal | 10.03.2022 21:26 | 2 Kommentare

Der Fairteiler-Schrank der Foodsharing-Initiative in Blankenloch sucht einen neuen Platz. Der bisherige Standort in der Straße Hohe Eich müsse aus privaten Gründen geschlossen werden.

Der vor zwei Jahren aufgestellte Schrank, über den Lebensmittel vor dem Wegwerfen gerettet werden, sei gut angenommen worden. Deshalb werde ein Ersatzstandort in Blankenloch gesucht. Dieser könne sich auf privatem Grundstück, aber auch auf gewerblicher Fläche befinden, wenn der Eigentümer zustimmt, so die Foodsharing-Initiative. Zudem sollte der Standort verkehrstechnisch gut erreichbar und nicht in der prallen Sonne liegen.

Meldungen werden per Mail an bruchsal@foodsharing.network erbeten.

forum Kommentare

maction

… verständlich, wenn der Frieden mit dem Nachbar auf dem Spiel steht.
https://foodsharing.de/?page=fairteiler&bid=433&sub=ft&id=1691

-kwg-

Ich denke, dass man für den FAIRTEILER schon einen Platz finden wird, der den erforderlichen Ansprüchen an hygienische und quantitative Anforderungen genügt. Was mir persönlich viel mehr zu schaffen macht, ist die sich bald ändernde allgemeine Versorgungslage mit Lebensmittel, die wie Energieträger Gas, Öl und Kohle aus Russland, sich nun in große teure Versorgungsengpässe Weizen, Roggen, Gemüse hineinbewegt. Unsere Stadträte sollten jetzt schon ernsthaft darüber nachdenken, ob dieser demnächst zur Entscheidung anstehenden Situation mit weiterer Vernichtung guten Ackerlandes für notwendige Eigenversorgungen begegnet werden sollte. Wie Herr Jenisch früher immer richtig und wichtig betonte, ist das höchst qualitative Ackerland zu wertvoll, um mit allem Möglichen verbaut zu werden. Wie schnell hat uns diese Argumentation wieder eingeholt und erfordert dringende Maßnahmen. Hier wird ein großes Umdenken für lange Zeiten einsetzen müssen. Wenn schon bauen, dann aber bitte auf Flächen die eine Nahrungsversorgung nicht gefährden. Was nützt dem Reiter und Radfahrer ein Landschaftsschutzgebiet, wenn man diesem unsere hochwertige Böden zur Eigenversorgung opfern müsste. Das passt nicht zusammen. Und jetzt nach dieser aufkommenden schwierigen Versorgungsproblematik erst recht nicht mehr. Deswegen wiederhole ich auch bewusst, wegen baldiger regionalplanerischer großer Ackerbödenvernichtung, meinen schon einmal getroffenen Vorschlag, die jetzt schon bestehende Infrastruktur von Strassen und Versorgungsleitungen, mit der einmal schon untersuchten und für gut befundenen Steinwegalternative “Blankenloch nach Osten” rechtzeitig in die Planungen einzuspeisen. Und natürlich auch die Innenverdichtung dort wo es passt. Aber dringend Finger weg von wertvollstem Ackerland- das brauchen wir, um auch hier unsere kleine, gering produktive Unabhängigkeit zu erhalten. Herr Jenisch hat das schon vor vielen Jahren richtig erkannt. Wir brauchen nicht nur Wohnungen- wir brauchen auch was zu essen. Und bis das mal wieder funktioniert mit den abhängigen Lieferwegen, werden Mähdrescher über Jahrzehnte die Flächen bearbeiten, die man in ein-zwei Jahren rücksichtslos zur Bebauung opfern wollte. Es ist jetzt alles anders geworden -ab jetzt muss man langfristiger denken. Viel Spaß dabei- liebe Stadträtinnen und Räte. Ich beneide Sie nicht dabei.


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