Vorzeitiger Ruhestand für Bürgermeister Geißler

Bürgermeister Edgar Geißler (2017)

Beitragsbild: Martin Strohal

Von Martin Strohal | 20.04.2022 22:48 | 5 Kommentare

Bürgermeister Edgar Geißler geht vorzeitig in den Ruhestand. Das erfuhr meinstutensee.de von der Stadtverwaltung. Bereits jetzt und bis zu seinem offiziellen Abschied Ende Juli nehme er seinen Resturlaub. Seine achtjährige Amtszeit als Bürgermeister wäre erst 2025 zu Ende gegangen.

“Edgar Geißler wird offiziell am 25. Juli 2022 in seinen wohlverdienten Ruhestand verabschiedet”, so die Stadtverwaltung auf Anfrage. Doch schon jetzt ist er nicht mehr im Rathaus aktiv.

Bereits im vergangenen Herbst habe er mit Oberbürgermeisterin Becker über seinen weiteren Dienst im Rathaus gesprochen, da er das gesetzliche Renteneintrittsalter erreiche, so Geißler gegenüber meinstutensee.de. Dabei soll sein Rückzug im Jahr 2022 besprochen worden sein. Die Stadtverwaltung wollte sich vor dem offiziellen Abschied Geißlers im Juli nicht weiter zu der Sache äußern.

Edgar Geißler ist ein Urgestein in der Stutenseer Verwaltung. Nach seinem Studium an der Hochschule für Verwaltung in Kehl begann er 1981 seinen Dienst in Stutensee. Anfangs als Sachbearbeiter für zentrale Aufgaben wurde er 1990 Hauptamtsleiter der Stadt Stutensee. Hier war er sowohl für die innere Organisation der Verwaltung und der Gremien zuständig, für Kindergärten, Jugendarbeit und Schulen als auch für Außendarstellung der Stadt in Form von Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. 2017 wurde die auf ihn zugeschnittene Stelle eines zweiten Beigeordneten mit der Amtsbezeichnung Bürgermeister als Ersatz für die Position des Hauptamtsleiters geschaffen, in die Geißler vom Gemeinderat einstimmig gewählt wurde. Die achtjährige Amtszeit begann am 15. August 2017.

Nach dem überraschenden Rücktritt von Baubürgermeisterin Sylvia Tröger 2021 verliert Stutensee innerhalb eines Jahres den zweiten Bürgermeister vor Ablauf der Amtszeit.

Ergänzung: Zwei Tage nach Veröffentlichung dieses Artikels verschickte die Stadtverwaltung eine Pressemitteilung, in der Oberbürgermeisterin Petra Becker Geißler ihren Dank ausspricht: “Mit Herrn Bürgermeister Edgar Geißler verliert die Stadt Stutensee nicht nur einen sehr geschätzten Kollegen, Beigeordneten und Hauptamtsleiter, stets verlässlichen Ansprechpartner und engagierten Mitstreiter in der gemeinsamen Sache, sondern auch über Jahrzehnte gesammelte Verwaltungserfahrung und Kompetenz. Bereits heute möchte ich, im Namen des Gemeinderats, aber auch ganz persönlich, für das Geleistete Danke sagen“, so Becker.

forum Kommentare

Wohlverdient – Rückzug besprochen – am Besten nicht äußern – anscheinend keine Lust mehr – kein Kommentar.

MfG☆☆

“Die Stadtverwaltung wollte sich vor dem offiziellen Abschied Geißlers im Juli nicht weiter zu der Sache äußern” und “Dabei soll sein Rückzug im Jahr 2022 besprochen worden sein”, ok, viel mehr muss man nicht wissen. Hört sich jetzt auch nicht nach einem allzu harmonischen Ausstieg an.

Stutenseer

Es ist schon mehr als auffällig, was da im Rathaus personell vonstatten geht. Innerhalb eines Jahres gleich beide Bürgermeister vorzeitig verschlissen, dazu jede Woche im Amtsblatt mindestens 5 neue Stellenausschreibungen. Stutensee hat nicht umsonst mit Abstand die höchste Fluktuation aller Gemeinden in der nördlichen Hardt in der Verwaltung. Das alles ist irgendwann kein Zufall mehr, sondern ein Zeichen wie hier „von Oben“ geführt wird.
Und wer sind am Ende die Leidtragenden? Wir die Bevölkerung. Ändern können wir alle das aber erst wieder 2026 – mal sehen was bis dato noch alles passiert – oder eben nicht.

MfG☆☆

2026 nächste OB Wahl? Wenn das in der Geschwindigkeit so weitergeht, dann wird bis dahin das komplette Personal 2 x ausgetauscht sein. @Stutenseer da hast du wohl Recht, Zufall wird das eher nicht sein.

Für 164 städtische Beschäftigungsverhältnisse und für die innerörtlichen Meinungsforscher stellt sich dann allerdings doch noch die Frage:
Was ist jetzt falsch – was früher richtig war ?– Oder Umkehrsatz – Was ist jetzt richtig – was früher falsch war?
Was wir nicht wissen sollen, sollen wir auch nicht wissen wollen. —- von Johann Nepomuk Vogl, Wien 1845.