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Tröger tritt als Bürgermeisterin zurück

Sylvia Tröger

Von Martin Strohal | 16.03.2021 9:11 | 8 Kommentare

Baubürgermeisterin Sylvia Tröger (CDU) wird von ihrem Amt in der Stutenseer Stadtverwaltung zum Ende Juli zurücktreten. Darüber informierte sie den Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung am 15. März und die Presse am heutigen Dienstag.

Tröger hat ihr Amt am 1. August 2016 angetreten. Sie war einstimmig als Nachfolgerin von Matthias Ehrlein zur Ersten Beigeordneten gewählt worden, der nach 16 Jahren nicht erneut angetreten war. Trögers Amtszeit wäre regulär acht Jahre, also bis 2024, gegangen. Nach dem Rückzug von Oberbürgermeister Klaus Demal hatte sie kommissarisch die Geschicke der Stadt geleitet sowie die Oberbürgermeisterwahl organisiert. In der CDU Stutensee will sie weiter aktiv bleiben.

Folgende persönliche Mitteilung verbreitete Tröger:

Am 15.03.2021 habe ich der Oberbürgermeisterin den Antrag auf meine Entlassung zum 31.07.2021 übergeben.

Die Position der Ersten Bürgermeisterin und Baudezernentin war die letzten 5 Jahre nicht nur eine Aufgabe und Tätigkeit für mich, sondern eine Herzensangelegenheit. Seit der einstimmigen Wahl 2016 zur Bürgermeisterin stehen für mich das Wohl und eine gute Entwicklung der Stadt Stutensee im Mittelpunkt.

Auf Grundlage der seit längerem gegebenen Rahmenbedingungen im Rathaus bin ich jedoch zu dem schwerwiegenden Entschluss gekommen, meinen Rücktritt zu erklären. Ich habe lange darüber nachgedacht und dies intensiv abgewogen und ich bedaure außerordentlich diesen Schritt gehen zu müssen. Diese Entscheidung gehört sicherlich zu einer der schwersten, die ich je treffen musste. Die Gelegenheit möchte ich nutzen, dem Gemeinderat und den Ortschaftsräten meinen Dank auszusprechen für die sehr gute konstruktive und erfolgreiche Zusammenarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen in den letzten Jahren.
Mein herzlicher Dank geht aber vor allem an die Kolleginnen und Kollegen aus dem Dezernat II für das sehr gute und loyale Miteinander und für ihren Einsatz und das große Vertrauen. Danke an das tolle Team. Ich danke Bürgermeister Edgar Geissler für das dezernatsübergreifende Zusammenwirken, sowie natürlich allen weiteren Kolleginnen und Kollegen in der Stadtverwaltung.
Stutensee war nicht nur fünf Jahre der Mittelpunkt meines beruflichen Wirkens, sondern in dieser Zeit haben sich auch viele gute Kontakte und Beziehungen entwickelt und es sind auch Freundschaften entstanden. Es ist mir wichtig, die Entwicklung der Stadt weiterhin mit zu begleiten und zu unterstützen, und deshalb möchte ich mich auch gern im Rahmen meines ehrenamtlichen politischen Engagements für die Stadt einbringen.

Sylvia Tröger

Update 16.03.2021 17:32 Uhr: Wir haben ein Statement dazu von Oberbürgermeisterin Becker veröffentlicht

Kommentare

Lord Vader

“Auf Grundlage der seit längerem gegebenen Rahmenbedingungen im Rathaus…”
Oha! Was läuft denn da so mächtig schief?

FH...

… wer gestern in der (öffentlichen) Gemeinderatssitzung war, konnte einen Eindruck über das Chaos gewinnen. Selten war eine Sitzung derart ruppig und holprig. Bei der Danksagung fehlt Frau Becker, das sagt wohl alles…

Old Shatterhand

Die Position des “Baubürgermeisters” (Beigeordnete/r oder Dezernent/in) war in Stutensee offensichtlich schon immer problematisch, denn auch das Gespann Dr. Ehrlein/Demal hat nicht harmoniert. Und Herr Ehrlein hat sich nach zwei Amtszeiten nicht mehr zur Wiederwahl gestellt, weil er bei seiner Wiederwahl nur eine knappe Mehrheit bekam und die Dissonanzen nicht mehr zu überhören waren. Jetzt, in einer komplett anderen personellen Konstellation, wirft Frau Tröger das Handtuch. Zusammengenommen, scheint es sich also eher um ein strukturelles Problem in Rathaus zu handeln! Vielleicht müssen Kompetenzen neu geordnet und Arbeitsbelastungen angepasst werden.

Hallo Old Shatterhand, du hast nicht unrecht, aber wenn ich an Demal/Ehrlein Zeiten denke, gab es im Rathaus kein solches Chaos wie jetzt. Da muss man sich doch sehr wundern, was es für eine hohe Personalfluktuation, insbesondere im Bauamt gibt. Im Rathaus bleibt der (Stutensee) Bürger oft auf der Strecke. Wenn ich den Bericht mit der Flugdrohne zur Findung von illegalen Bauten im Blankenlocher Feldgebiet lese, dann stellt es einem die Nackenhaare. Anscheinend haben die Mitarbeiter im Bauamt nichts Besseres zu tun, als uns zu überwachen. Oder liegt es an den leeren Kassen. Wie man gelesen hat, wurde vom Regierungspräsidium der Haushalt Stutensee, der über 7 Millionen Euro an Verlust vorweist und die Stadt dazu noch in den nächsten 2 Jahren jeweils 100.000 aufnehmen muss, nur mit einem Fingerzeig genehmigt.

-kwg-

Da scheint sich die Besoldungsgruppe B3 mit der Besoldungsgruppe B5, in ihrer doch kurzen Findungsphase, nicht so richtig vertragen zu haben. Das hört man ja öfter, wenn verschieden geartete kritische Massen auf diesem Erdenrund aufeinandertreffen. Hierbei handelt es sich auch um einen sogenannten 1 A-Kampf-Virus der irgendwann, irgendwo, irgendwie, zwischen irgendwem, wegen irgendwas und meist ohne Vorwarnung ausbricht, und gegen den es bis heute noch keinen geeigneten Impfstoff gibt. Oft kommt es vor, dass er nach einiger Zeit vom Kampf – zum langlebigen Krampfvirus mutiert. Eine große Ansteckungs- oder Massenverbreitungsgefahr (Inzidenzzahl) geht allerdings nicht von ihm aus, da die nebenher bereits infizierten Hauptvirenträger die Lage schnell erkennen, und sich zunächst einmal für eine kurze oder auch längere Quarantänedauer mit anschließender Nacherholung, in ihr schützendes Schneckenhaus zurückziehen, um größeren Flurschaden zu verhindern, oder ein ähnliches Schicksal zu erleiden . Spätestens bei Jubiläen- Geburtstags- und Verabschiedungszeremonien, scheinen die betroffenen Virusträger dann jedoch die extrem schweren Verläufe der früher zermürbenden Kämpfe vergessen zu haben, was bis heute wissenschaftlich immer noch als unerklärbares Reaktionsphänomen angesehen wird.

….das erklärt natürlich dann, warum das Ordnungsamt in solchem Maß auf die Bürger losgeht und kräftig Strafzettel für alle möglichen Verstöße verteilt….da wird an Supermärkten die Maskenpflicht auf den Parkplätzen geandet….oder Hundmarken überprüft….etc. etc. Aber wie man aus Insiderkreisen hört, gibt es da immer kräftiges Lob und Schulterklopfen für die Mitarbeiter des Ordnungsamtes….

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Bitte bleiben Sie beim Thema. Das Ordnungsamt ist nicht Teil von Frau Trögers Dezernat. Und die Ermittlung illegaler Bauten im Außenbereich wurde explizit vom Gemeinderat beauftragt.

Hase1

Vielleicht wurde im Bauamt mal gründlich geschaut wer, wie, wo und was