element-i will Kita in Spöck betreiben

Grundstück zukünftige Kita Spechaastraße

Beitragsbild: Cornel Simionescu-Gruber

Von Martin Strohal | 21.12.2023 19:38 | 4 Kommentare

Das freie Trägernetzwerk KONZEPT-E aus Stuttgart, das unter dem Dach von element-i aktuell 46 Kinderhäuser, darunter sieben in Karlsruhe, betreibt, will in Spöck eine sechsgruppige Kita errichten und betreiben. Standort sollen die unbebauten Grundstücke nördlich des TV Spöck an der Spechaastraße sein.

Die vorgesehenen Grundstücke sind derzeit als landwirtschaftliche Flächen ausgewiesen. Deshalb ist der Projektentwickler Geißler Projekt aus Karlsdorf-Neuthard auf die Stadtverwaltung zugegangen und will einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan erstellen lassen.

Geplant ist die Errichtung eines zweigeschossigen Gebäudes, dessen Raumprogramm auf den Vorgaben des Kommunalverbands für Jugend und Soziales (KVJS) beruht und gleichzeitig das besondere Konzept von element-i berücksichtigt, so die Stadtverwaltung.

Klaus Mayer (Freie Wähler) verwies auf die frühere Idee, eine viergruppige Einrichtung im Untergeschoss der Richard-Hecht-Schule unterzubringen. Stattdessen gebe es die Kita “Kinderschatz” unter Trägerschaft der evangelischen Kirchengemeinde Spöck, die im Sommer um eine zweite Gruppe erweitert werden soll. Die nun von element-i geplante sechsgruppige Einrichtung stelle den “Kinderschatz” in Frage. “Bis heute ist niemand auf die Kirchengemeinde zugekommen”, kritisierte Mayer und sprach von “Vertrauensbruch”. Deshalb werde er dagegen stimmen.

Dem schloss sich Manfred Beimel (Freie Wähler) an. Es handele sich um ein sehr gutes Projekt. Aber wenn die Stadt Zusagen an die Kirchengemeinde mache, dann müssten diese auch eingehalten werden. Sonst sei das kein gutes Vorgehen. Auch er stimme deshalb dagegen.

Oberbürgermeisterin Petra Becker informierte, dass im Januar alle Beteiligten zusammensitzen werden. Ein entsprechender Brief an die Kirchengemeinde sei nicht rechtzeitig verschickt worden. Das werde aber in den nächsten Tagen geschehen.

Bei insgesamt drei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen stimmte der Gemeinderat in seiner Sitzung am 18. Dezember mehrheitlich dafür, einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan in die Wege zu leiten.

Korrektur: Träger der Einrichtung ist das “freie Trägernetzwerk KONZEPT-E aus Stuttgart”, nicht die “gemeinnützige Bildungsstiftung element-i aus Stuttgart”. Darauf wurden wir vom Träger hingewiesen. Die ursprüngliche Formulierung stammte aus der Vorlage zur Gemeinderatssitzung.

forum Kommentare

MfG☆☆

“Nicht rechtzeitig verschickt worden …”, hier werden seit langem handwerkliche und inhaltliche Fehler gemacht, das wäre überall, außer halt
in einer Verwaltung, schon beendet worden. Jeden Beruf muss man jahrelang erlernen, da wo wirklich Fachkräfte benötigt werden, sei es auf Bundes- oder Landesebene, da genügt es wenn man bei einer unterirdischen Wahlbeteiligung aus versehen gewählt wird, was will man da auch erwarten.

Daniel

Der Verwaltung der OB Becker springen scharenweise die Mitarbeitenden ab. Nichts funktioniert mehr ordnungsgemäß Der Gemeinderat ist nicht willens oder in der Lage einzugreifen.

meinstutensee.de

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Ollijay

Ich finde es ehrlich gesagt peinlich, nur weil jemand nicht gefragt wurde, die Zustimmung zu verweigern. Dass in Stutensee Plätze fehlen, ist kein Geheimnis. Dass es ein Neubaugebiet dort hat, wo viele Familien angesiedelt werden, auch nicht. Eine Gruppe mit 22 Kindern ist halt irgendwo lächerlich. Jetzt kommt jemand, der genau den Bedarf von spöck und teilen von Friedrichstal decken kann, treten ihm Leute auf die Füße? Nicht die feine Art. Die ev Kirche hätte von sich aus schon längst eine neue Gruppe eröffnen können, gerne auch im Container wie der Walldorf Kindergarten in Friedrichstal. Wurde aber nicht gemacht. Möglichkeit hierzu gab es Zuhauf. Daher find ich es gut, dass hier was gemacht wird. Zumal es die kommenden 20 Jahre eher mehr als weniger Kinder werden. Vielleicht aber schafft der Gemeinderat es ja in 5 Jahren, die Gebühren für die Eltern so arg in die Höhe zu treiben, dass es sich mehr rechnet, die eigenen Kinder von Frau oder Mann daheim zu betreuen. 800 Euro ab 3 oder 1600 bis 3 bei ganztägiger Betreuung (wenn dien20% Regel dann kommt), da braucht man schon eine halbtagsstelle mit mind. 1250 Euro brutto bzw Vollzeit im äquivalent, nur um die eigenen Kinder betreut zu haben.