Friedrichstalerin bei Olympia

Nina bei Olympia

Bild: Philipp Wohlfahrt

Von Martin Strohal | 08.03.2026 20:37 | Keine Kommentare

Nina Finster aus Friedrichstal hat die olympischen Spiele in Italien hautnah miterlebt. Als erfolgreiche Badminton-Spielerin hatte sie die Möglichkeit bekommen, am Deutschen Olympischen Jugendlager Anfang 2026 in Mailand teilzunehmen. In Italien konnte sie Wettkämpfe begleiten, Workshops besuchen, Sportler:innen und Politiker:innen treffen.

Die Sechzehnjährige blickt auf Tage zurück, die sie selbst als „die Zeit meines Lebens“ beschreibt. Als Teil eines Jugendprojekts rund um die Olympischen und Paralympischen Spiele erlebte sie in Italien ein dichtes Programm aus Sport, Begegnungen und politischer Bildungsarbeit.

Dichte Tage zwischen Sport und Stadt

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu Besuch

Ihre Tage begannen früh und endeten spät, geprägt von einem dichten Programm, erzählt Nina nach ihrer Rückkehr nach Stutensee. In Mailand erkundete sie die Stadt, besuchte Sehenswürdigkeiten und ein Olympiamuseum und ließ sich vom „olympischen Fieber“ in Fan-Zonen und bei Wettkämpfen anstecken. Durch die offizielle Team-Deutschland-Einkleidung sei sie immer wieder von Passanten angesprochen worden, habe Fotos gemacht und das Projekt des Olympischen Jugendlagers erklärt.

Begegnungen mit Prominenten

Zu den eindrücklichsten Momenten zählt das Treffen mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, mit dem sie über Leistungssport in Deutschland ins Gespräch kam. In Cortina und im Deutschen Haus traf sie darüber hinaus Spitzenathletinnen wie die Olympiasiegerinnen Lena Schöneborn und Miriam Welte sowie Politiker wie SPD-Chef und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und sah weitere bekannte Sportgrößen wie Skirennläuferin Lena Dürr.

Workshops und politisches Engagement

Ein Schwerpunkt ihrer Reise waren Workshops zu olympischen Werten, jungem Engagement und der Zukunft von Olympischen und Paralympischen Spielen in Deutschland. Gemeinsam mit anderen Teilnehmenden erarbeitete sie Forderungen, die eine Delegation später dem Sport- und Ehrenamtsausschuss des Bundestages übergab. Zudem gestaltete sie in einer italienischen Schule ein Projekt mit, bei dem Jugendliche Sportangebote für Kinder in sozial benachteiligten Vierteln organisieren.

Sportliche Höhepunkte vor Ort

Sportlich erlebte Nina unter anderem ein siegreiches Spiel der deutschen Frauen-Eishockey-Nationalmannschaft, Curling-Wettkämpfe, Langlauf und Biathlon mit intensiver Stimmung an der Strecke. Ein besonderer Höhepunkt war das Dreifachpodium Deutschlands im Bobsport, das sie bei der Siegerehrung in der ersten Reihe verfolgte – ein Moment, der ihr Gänsehaut und Tränen in die Augen trieb.

Blick hinter die Kulissen des Sports

In der „Adi-Hütte“, einem Haus von Adidas, erhielt sie Einblicke in die langen Planungsprozesse rund um die Teameinkleidung. Ein Workshop mit Olympia-Seelsorgern sowie der Austausch mit Funktionären des Deutschen Sportbundes gaben ihr neue Perspektiven auf Betreuung, Wertevermittlung und Strukturen im Leistungssport.

Emotionale Bilanz und neue Freundschaften

Neben allen prominenten Begegnungen und großen Momenten hebt Nina besonders die neu geknüpften Freundschaften hervor, die sich in kürzester Zeit intensiv entwickelt haben. Beim Abschied flossen Tränen, sie beschreibt eine „einmalige“ Erfahrung, für die sie extrem dankbar ist und von der sie glaubt, dass sie in dieser Form nicht wiederkehren wird.

Über das Deutsche Olympische Jugendlager

Das Deutsche Olympische Jugendlager ist ein Bildungs- und Begegnungsprogramm, das Jugendliche während der Olympischen Spiele direkt an den jeweiligen Austragungsort bringt. Teilnehmen können in der Regel 16- bis 19‑jährige Talente aus dem Nachwuchsleistungssport und junge Menschen, die sich ehrenamtlich im Sport engagieren.

Nina Finster ist seit acht Jahren im Badminton-Sport aktiv.

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