In der Blankenlocher Hauptstraße ist in den letzten Monaten ein neuer Gebäudekomplex entstanden. Neben verschiedenen Wohnmöglichkeiten sollen hier, nur wenige Schritte von der Michaeliskirche entfernt, bald auch Arztpraxen, Büros und ein Bistro-Laden zu finden sein. Vergangenen Freitag wurde das Richtfest gefeiert.
Ein “Fest der Beteiligten” sollte es werden, wie Andreas Dürr zur Begrüßung sagte. Dürr ist Geschäftsführer der Seeger-Gruppe, die das Bauprojekt “Concordia-Quartier” geplant hat und umsetzt. Die Vielzahl der Gäste beim Richtfest zeigte den Umfang des Vorhabens. Neben den üblichen am Bau beteiligten Handwerkern und Dienstleistern sind insbesondere die Evangelische Stadtmission Karlsruhe und die Lebenshilfe dabei sowie die Jugendeinrichtung Schloss Stutensee.
Der neue Bau an der Hauptstraße erstreckt sich über mehrere Gebäude nach hinten und enthält neben 17 verschieden großen Wohnungen auch neun möblierte Appartements für Studierende, zwei Büros, zwei Arztpraxen – eine Kinderärztin und eine Frauenärztin – sowie einen Bistro-Laden, der von der Lebenshilfe betrieben wird und der neben einem Café auch einen kleinen Verkaufsbereich für den täglichen Bedarf umfasst. Außerdem enthalten sind 18 Appartements für betreutes Servicewohnen. Hierfür ist die Sozialstation der Stadtmission zuständig.
Die Seeger-Gruppe stellte das Projekt erstmals 2019 vor, 2021 wurde der Bebauungsplan erarbeitet. An der Stelle des Neubaus befand sich das Gasthaus “Lamm”, in dem der Gesangverein “Concordia” seine Heimat hatte. Dieser gab dem neuen Projekt seinen Namen.
“Neue Entwicklungen finden häufig am Ortsrand statt”, so Oberbürgermeisterin Petra Becker. Dieses Projekt hingegen sei direkt im Kern von Blankenloch gelegen. “Ein Ort, der verbindet, belebt und in die Zukunft weist.”
Vor Baubeginn hatte die Seeger-Gruppe einige Herausforderungen zu meistern. Das geplante Nahwärmenetz, an das das neue Quartier angeschlossen werden sollte, kam nicht. Das machte eine Umplanung hin zu Geothermie, Wärmepumpe und Photovoltaik auf dem Dach erforderlich. Auch die angekündigte zentrale Wasserenthärtung ist bis heute nicht umgesetzt, was eine eigene Enthärtungsanlage in dem Neubau notwendig machte, so Andreas Dürr.
Der Bau laufe ansonsten reibungsfrei. Dürr dankte in dem Zusammenhang auch den Nachbarn, die die Anlieferung der Baustelle abseits der Hauptstraße möglich machten. Die Einweihung des Neubaus ist für Oktober vorgesehen.



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