Halbzeit bei Kandidatenvorstellung

OB-Kandidatenvorstellung in Blankenloch: Sven Schiebel, Frank Burkard, Tobias Walter (v.l.)

Bild: Sylvia Ganter

Von Martin Strohal | 28.06.2026 14:46 | 1 Kommentar

Zwei Wochen vor der Oberbürgermeisterwahl am 12. Juli läuft die heiße Phase des Wahlkampfs: Zwei der vier offiziellen Kandidatenvorstellungen hat die Stadtverwaltung bereits durchgeführt. Nach Blankenloch und Staffort stehen Friedrichstal und Spöck in den nächsten Tagen an.

In Blankenloch war die Festhalle mit etwa 400 Besucher:innen gut gefüllt. In der Stafforter Drais-Halle blieb ungefähr die Hälfte der Sitzplätze – wohl auch der Hitze geschuldet – frei.

Kandidaten empfehlen sich

Frank Burkard stellte seine Erfahrung in Verwaltung und Personalführung als Bürgermeister von Kronau in den Mittelpunkt. “Ich betreibe Lokalpolitik aus Leidenschaft”, sagte er. Im Falle eines Wahlsiegs wolle er sich mit seiner Partnerin in Stutensee niederlassen. Weitere Karriereschritte strebe er nicht an. Als Mitglied des Kreistags könne er anderen Entscheidungsträgern in der Region auf Augenhöhe begegnen. Durch seine bisherige Berufserfahrung kenne er zudem die Möglichkeiten, an Fördergelder zu gelangen.

“Stutensee ist meine Heimat”, sagte Tobias Walter. Er ist in Staffort aufgewachsen und wohnt jetzt in Friedrichstal. Dadurch und durch seine langjährige Tätigkeit im Gemeinderat kenne er die Stadt und die Themen sehr gut. Sein Alter – Walter ist Anfang 30 – sei aus seiner Sicht ein Vorteil. Er könne den Blick der jüngeren Generation einbringen. Aufgrund seiner Arbeit im Deutschen Bundestag habe er dennoch Erfahrung im politischen und verwaltungstechnischen Geschäft. Die Stelle als OB sei für ihn kein Karrieresprungbrett, auch wenn er sich freue, wenn ihm das zugetraut werde.

Für Sven Schiebel stehen die Menschen im Mittelpunkt. Dass er in seinem Leben bisher weder Verwaltungserfahrung noch Personalverantwortung sammeln konnte, verbucht er nicht als Nachteil. Ein Oberbürgermeister sei “nicht der bessere Sachbearbeiter”. Vielmehr habe er mit seinem Hintergrund als Psychologe die Fähigkeit, die Mitarbeitenden im Rathaus zu führen und zu motivieren. Besonders Kommunikation sehe er als wichtige Aufgabe. “Stutensee braucht mehr als einen Bürgermeister.”

Die Fragen aus dem Publikum reichten von Details und persönlichen Betroffenheiten wie Parksituationen oder Reflektoren am Fahrbahnrand bis hin zu den großen Themen wie die städtische Finanzlage, bezahlbaren Wohnraum oder Bevölkerungsentwicklung.

Strenger Ablauf sichert Chancengleichheit

Um die Chancengleichheit zu wahren, folgt der Ablauf jeder Veranstaltung einem festen System. Zunächst hat jeder der drei Kandidaten zehn Minuten Zeit, sich dem Publikum vorzustellen. Die jeweils anderen beiden Kandidaten befinden sich derweil in einem separaten Raum.

Im Anschluss stellen sich Frank Burkard, Sven Schiebel und Tobias Walter den Fragen der Bevölkerung. Für jede Antwort ist eine Höchstgrenze von zwei Minuten vorgesehen. Insgesamt hat jeder Kandidat ein Kontingent von zwanzig Minuten für all seine Antworten. Der aktuelle Stand wird auf einem Bildschirm angezeigt.

Den Abschluss bildet ein kurzes Schlusswort.

Weitere Termine und Wahlmodus

Am kommenden Dienstag, den 30. Juni, sowie am Donnerstag, den 2. Juli, wird die Veranstaltungsreihe fortgesetzt. Beginn ist jeweils um 18:30 Uhr – am Dienstag in der Friedrichstaler Sängerhalle, am Donnerstag in der Spechaahalle in Spöck.

Die Wahl findet in zwei Wochen am Sonntag, den 12. Juli, statt. Der neu gewählte Oberbürgermeister folgt ab Oktober auf Petra Becker, die nach einer Amtszeit nicht erneut kandidierte.

Sollte am 12. Juli kein Kandidat mehr als 50 Prozent der Stimmen erhalten, folgt zwei Wochen später am 26. Juli eine Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen. Dann gewinnt derjenige mit den meisten Stimmen.

Die Interviews von meinstutensee.de mit den Kandidaten sind hier zu finden:

Bildquellen:

  • OB-Kandidatenvorstellung Blankenloch: Sylvia Ganter
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forum Kommentare

Andreas Haßmann

Ein späterer Beginn wäre auch eine Möglichkeit gewesen.
Der spätere Begiñ sollte bei allen staedt.Veranstaltungen überdacht werden.Nicht jeder hat um 16.00 Feierabend.

Weiterhin sollte man bei solchen Veranstaltungen wie auch Bürger Versammlungen, grosse Banner an den Ortseingängen platzieren, nicht jeder liest mein Stutensee(großes Lob), Bnn oder die Stadtwebsite.