Der Stutenseer Gemeinderat nimmt den aktuellen Stand der Planungen zur Sanierung und Erweiterung des Schulzentrums in Blankenloch einstimmig zur Kenntnis. Rund 29 Millionen Euro stehen im Finanzplan bereit. Der Baubeginn soll nach Abschluss der Planungs- und Genehmigungsverfahren voraussichtlich im Juli 2028 sein.
Der Gemeinderat von Stutensee hat den Weg für das größte Bauvorhaben der nächsten Jahre geebnet. In seiner Juni-Sitzung beschloss das Gremium, ein europaweites Auswahlverfahren zu starten. Damit sucht die Stadt ein externes Büro, das die Modernisierung und den Ausbau des örtlichen Schulzentrums koordiniert und überwacht. Ein Ergebnis wird für November erwartet.
Das Schulzentrum in Blankenloch soll saniert und erweitert werden – und die Planungen kommen voran. In seiner öffentlichen Sitzung am 23. März hat der Gemeinderat den aktuellen Sachstand einstimmig zur Kenntnis genommen und bekräftigt: Gebaut wird nur, was die Bedarfsplanung bestätigt hat und was der Fördergeber als förderfähig einstuft. Der Personalrat am TMG bemängelt eine “fehlende Einbindung von Schule und Eltern”.
Ein Jahr ist es bereits her, dass der Gemeinderat ein Raumkonzept für das Schulzentrum beschlossen hat. In der Juli-Sitzung wurde nun ein Planungsbüro ausgewählt. Wenn nichts dazwischen kommt, soll die Umsetzung 2028 beginnen.
Dass das Schulzentrum in Blankenloch bauliche Defizite aufweist und teilweise nicht ausreichend Räume hat, ist seit Jahren bekannt. Jetzt rückt eine Lösung näher. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Montag beschlossen, den Bestand zu sanieren und die Gebäudefläche deutlich zu erweitern. Damit sollen künftige Anforderungen wie G9 abgedeckt sein. Das Vorhaben wird schätzungsweise 50 Millionen Euro kosten und etwa sieben Jahre dauern. Ein Mammutprojekt für Stutensee und den städtischen Haushalt.
Bald fünfzig Jahre alt ist das Blankenlocher Schulzentrum, das sich die Erich-Kästner-Realschule (EKRS) und das Thomas-Mann-Gymnasium (TMG) teilen. Das Alter kann man dem Gebäude mittlerweile ansehen. Fenster und Türen, die sich nicht mehr öffnen lassen, Löcher in den Decken und – seit eilig vorgenommenen Brandschutzmaßnahmen vor zwei Jahren – provisorische Brandschutzwände und -türen sowie viele rote Brandmelder-Kabel, die unter der Decke befestigt sind. Gleichzeitig wird der Raum knapp. In der Realschule können schon länger nicht mehr alle Schülerinnen und Schüler aufgenommen werden, die das wünschen. Wie geht es weiter mit dem Schulzentrum?