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Erhalt der Dreschhalle/Bau einer neuen Mehrzweckhalle

Von meinstutensee.de | 13.02.2013 0:00 | 2 Kommentare

[singlepic id=87 w=320 h=240 float=right]Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Nicht zum ersten Mal werden Forderungen laut, die Dreschhalle zu entfernen, um für das stadteigene Gelände Erlöse aus dem Verkauf von (Bau-) Grundstücken zu generieren. Einzelheiten hierzu entnehmen Sie bitte den Haushaltsreden der Gemeinderatsfraktionen von CDU/FDP/JLS sowie SPD, denen kein Mitglied der besagten Fraktionen in der zurückliegenden Gemeinderatssitzung widersprochen hat. Allerdings hat sich die FDP in der zurückliegenden Woche für den Erhalt der Dreschhalle ausgesprochen und sich damit von ihren Fraktionspartnern CDU/JLS distanziert. Alle Reden sind nun auf der Homepage der Stadt Stutensee eingestellt. Als Drucke kann man sie bei den Bürgerbüros erhalten.

Persönliche, weitergehende Kommentare zur Thematik erspare ich mir im Augenblick, aber Sie kennen meine glasklare Auffassung und eindeutige Positionierung in dieser Angelegenheit: Es besteht in keinster Weise ein Grund,  unsere historische Dreschhalle „zu schleifen“, oder sie abzubauen, um sie an anderer Stelle wieder aufzubauen! Dies sehen der gesamte Ortschaftsrat und die Bevölkerung genauso und darüber hinaus auch viele Mitbürgerinnen und Mitbürger aus den anderen Stadtteilen. Also: Hände weg von diesem dörflichen Kulturgut! Nach meiner Auffassung ist es in keinster Weise zulässig, den Bau einer neuen Mehrzweckhalle von der weiteren Existenz der Dreschhalle abhängig zu machen. Die jetzige Mehrzweckhalle ist aus unterschiedlichen Gründen, zum Beispiel energetischen, nicht mehr zu halten und muss schlichtweg durch eine neue, zeitgemäße und ausreichend dimensionierte Halle ersetzt werden. Diese muss den Ansprüchen der Schule, der Kindergärten, der Vereine und sonstigen Nutzer genügen und auch auf adäquate Weise Veranstaltungen gesellschaftlicher Art – parallel zur Dreschhalle, insbesondere in der kalten Jahreszeit -, ermöglichen. Die Stafforter haben in den Vorbereitungsjahren auf die 900-Jahrfeier und insbesondere im Jubiläumsjahr 2010 auf beeindruckende Weise bewiesen, dass sie in der Lage sind, ihre Energie zu kanalisieren und zu bündeln und dies werden sie auch tun, wenn es gilt, die Dreschhalle an ihrem bisherigen Standort zu halten und trotzdem eine zeitgemäße, neue Mehrzweckhalle zu bekommen.

Ihr Ludwig-W. Heidt
Ortsvorsteher Staffort

Kommentare

Ansgar Mayr

Zum Thema „Mehrzweckhalle / Dreschhalle“ stellen wir fest: Mit keinem Wort hat die CDU/FDP/JLS-Fraktion den Abriss der Dreschhalle gefordert. Wir haben lediglich angeregt darüber zu diskutieren, ob eine neue, größere und besser ausgestattete Mehrzweckhalle nicht besser wäre als die Dreschhalle zu behalten und nur eine 0815-Mehrzweckhalle von der Stange neu zu bauen. Auch haben wir darauf hingewiesen, dass diese Entscheidung nicht ohne den Stafforter Ortschaftsrat und die Stafforter Vereine zu treffen ist – nicht mehr und nicht weniger! Nachzulesen in unserer HH-Rede (erhältlich in den Bürgerbüros bzw. im Internet unter http://www.cdu-stutensee.de).

Im Übrigen hat sich unsere FDP-Fraktionskollegin Edith Nagel in der Sache nicht – wie vom Stafforter Ortsvorsteher behauptet wurde – von der CDU/FDP/JLS-Fraktion distanziert!

Es stellt sich vielmehr die Frage, warum der Stafforter Ortsvorsteher, der auch Vorsitzender der FWV-Fraktion ist, das Thema „Mehrzweckhalle / Dreschhalle“ nicht dort aufgegriffen hat. Dieser Umstand lässt vermuten, dass dieses Thema innerhalb der FWV-Fraktion nicht unumstritten ist.

Ansgar Mayr
Fraktionsvorsitzender
CDU/FDP/JLS-Fraktion

Antwort von Ludwig-W. Heidt:

Die Diskussionen zu diesem Thema und eine Darstellung von Seiten einer Partei in der vergangenen Ausgabe der Stutensee-Woche sind für mich Anlass zu einigen Klarstellungen:

1. Der Erhalt der Dreschhalle und der Bau einer neuen Mehrzweckhalle sind zwei Sachthemen, die die meisten Stafforter Bürgerinnen und Bürger, den Ortschaftsrat und auch die Vereine äußerst stark bewegen. Daher kann die Berichterstattung hierzu nur unter den „Amtlichen Bekanntmachungen“ erfolgen.
2. Die Unterstellung, dieses Thema wäre in der Fraktion der Freien Wähler „nicht unumstritten“, ist ein Phantasieprodukt und entbehrt jeder Grundlage. In der Fraktion der Freien Wähler besteht in keinster Weise Fraktionszwang. Dennoch lehnt sie geschlossen ab, die Qualität einer neuen Mehrzweckhalle von der weiteren Existenz der Dreschhalle abhängig zu machen. Ganz anders ist dies aber bei der Fraktion, der diese Klarstellung gilt. Dies ist eindeutig in deren Haushaltsrede zu erkennen und auch in besagter Veröffentlichung der vergangenen Woche nachzulesen: „Entweder, oder …(0815-Qualität)“.
3. Einem weiteren, unrichtigen Vorwurf widerspreche ich wie folgt: Die FDP-Stadträtin distanzierte sich in der Ausgabe Nr. 6 der Stutensee-Woche mit ihrer namentlichen Unterschrift von den Ansichten ihrer Fraktion in dieser Sache.
4. Dann wäre noch das fragwürdige Angebot der anderen Fraktion, der Ortschaftsrat und die Vereine würden selbstverständlich in die Planungen eingebunden. Dies ist aber eine Selbstverständlichkeit und damit das übliche Verfahren, wie es vor kurzem in Spöck bezüglich der Spechaa-Halle erfolgreich angewandt wurde.

Abschließend gehe ich davon aus, dass sich die Wogen allmählich wieder glätten und Ruhe und Sachlichkeit ins Tagesgeschäft zurückkehren.

Ihr Ludwig-W. Heidt, Ortsvorsteher Staffort


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