Von meinstutensee.de-Reporter Martin Strohal

Für viel Aufregung sorgte das Ergebnis der letzten Brandverhütungsschau an der Stafforter Dreschhalle im Mai. „Erhebliche Brandschutzmängel“ stellte der Gutachter damals fest, weshalb die Nutzung der Halle für Veranstaltungen ab sofort untersagt war (wir berichteten). Bei den reklamierten Mängeln handelte es sich laut Ortsvorsteher Ludwig-W. Heidt um dieselben wie in den Jahren zuvor, weshalb die restriktive Entscheidung eine „absolute Überraschung“ gewesen sei.

Bei einigen der sommerlichen Feste war es möglich, auf den Vorplatz auszuweichen, andere mussten entfallen. Die Halle besteht komplett aus Holz; wie hoch die Kosten sein würden, um alle Brandschutzanforderungen erfüllen zu können, war zu diesem Zeitpunkt unklar. In den BNN munkelte man über das „Auslaufmodell Dreschhalle“, was insbesondere Stafforts Ortsvorsteher Heidt so nicht akzeptieren wollte (wir berichteten).

Inzwischen hat ein Sondierungsgespräch zwischen Stadtverwaltung und Berufsfeuerwehr Karlsruhe stattgefunden. Es wurde dabei die für Staffort erfreuliche Entscheidung getroffen, dass im nächsten Jahr die Sommerfeste wieder in der Dreschhalle stattfinden können, sofern der Gemeinderat den erforderlichen Mitteln für die notwendigen Mindestmaßnahmen zustimmt. Dabei handelt es sich um die Verbreiterung der Eingangstür, den Einbau einer Fluchttür zwischen Bühne und Herrentoilette, das Anbringen von Piktogrammen zur Kennzeichnung der Fluchtwege, den Einbau von batteriebetriebenen Notbeleuchtungen, die Optimierung der Hallentorverschlüsse sowie die Überprüfung der elektrischen Anlage.

Zudem wurde festgehalten, dass die Dreschhalle den größten Teil des Jahres zur Unterstellung historischer landwirtschaftlicher Gerätschaften genutzt wird. Nur in den Sommermonaten finden Feste statt. Diese sollen künftig als „Sondernutzung“ deklariert werden, was künftige Brandschutzverhütungsschauen überflüssig macht.

Ortsvorsteher Heidt hofft, dass sich die Kosten für die Nachrüstungen in einem vertretbaren Rahmen bewegen werden und zählt auch auf Unterstützung aus der Stafforter Bevölkerung, um diese Maßnahmen konstengünstig umsetzen zu können.

Bildquellen

  • Zweites kleines Fest der Nationen – Staffort: Dirk Gebhardt
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