„Goldenen Wildbiene“ für Artenschutzmaßnahmen

Bild: Stadt Stutensee

Pressemitteilung von Stadtverwaltung Stutensee | 02.09.2019 21:13 | 1 Kommentar

Die Stadt Stutensee wird für ihr Engagement im Wildbienen- und Insektenschutz im Rahmen des Landeswettbewerbs „Blühende Verkehrsinseln“ mit der „Goldenen Wildbiene“ prämiert. Vor diesem Hintergrund wurden zuletzt mehrere Bestandsrasenflächen an den Stadtteileinfahrten in Friedrichstal aufwendig umgestaltet: Auf einer Gesamtfläche von rund 250 Quadratmetern gedeihen nun über 40 verschiedene Wildblumenarten und bieten ein wertvolles Nahrungsangebot für Wildbienen und Insekten.

Das Stutenseer Konzept überzeugte die Fachjury, die sich aus Vertretern des Verkehrsministeriums, des Landesnaturschutzverbandes Baden-Württemberg, des BUND und des NABU Baden-Württemberg sowie der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen zusammensetzte. Honoriert wurden dabei insbesondere die fachliche Expertise des zugrundeliegenden Insektenschutzkonzeptes sowie die verwendete Saatgutmischung. Stutensee sei, so die Fachjuroren, mit der landesweiten Auszeichnung ein Leuchtturmbeispiel für aktiven Insektenschutz in ganz Baden-Württemberg. Wildbienen, Schmetterlinge und Co. finden in den angelegten gebietsheimischen Pflanzen wichtigen Nektar und einen Nistplatz.

„Wir freuen uns sehr, dass unsere Arbeit im Sinne des Artenschutzes landesweit ausgezeichnet wird“, erklärt Oberbürgermeisterin Petra Becker.  Der Erhalt der biologischen Vielfalt sei eines der drängendsten Themen unserer Zeit. „Unser Engagement zeigt, dass jeder etwas beitragen kann“, so die Oberbürgermeisterin.

Bis die im Mai dieses Jahres zusätzlich eingesäten Flächen kräftig blühen, wird es allerdings noch bis zum kommenden Frühjahr dauern, da diese im Rahmen von wichtigen Pflegemaßnahmen zunächst gestutzt werden, sodass bisher nur einzelne Arten zu sehen sind. Im Herbst sollen die Saatmischungen zudem noch um wildbienenfreundliche Frühblüherzwiebeln bereichert werden, was den Blühzeitraum noch zusätzlich erhöhen wird.

Der natürliche Lebensraum für Wildbienen und andere Insekten wird immer knapper. Rund 42 Prozent der heimischen Insektenarten sind in ihrem Bestand extrem reduziert oder vom Aussterben bedroht. Dabei sind sie für unser Ökosystem unersetzlich: Sie bestäuben Blüten, bekämpfen Schädlinge und tragen zur Fruchtbarkeit der Böden bei. Der Rückgang der Insekten hat auf den Menschen und die Umwelt extrem negative Auswirkungen.Stutensee setzt mit diesen umgestalteten Flächen und mit zahlreichen weiteren bereits so naturnah angelegten Flächen wie beispielsweise am Tolna-Platz, am Park & Ride-Platz Blankenloch-Nord, am Alten Friedhof Büchig und in der Wolfslachstraße sowie am Wehrgraben Staffort und vielen weiteren Flächen ein aktives Zeichen für den Artenschutz. Es ist möglich, dass naturnah angelegte Flächen nach persönlicher Wahrnehmung an bestimmten Zeiten über das Jahr verteilt nicht so gepflegt aussehen, doch gerade auch zu diesen Zeitpunkten sind sie besonders wertvoll für die heimische Fauna.

Quelle: Stadtverwaltung Stutensee

Bildquellen

  • Blühende Verkehrsinseln: Landesministerium für Verkehr
  • Blühwiese Artenschutz: Stadt Stutensee

Kommentare

FH...

… so lobens- und anerkennenswert die Aktivitäten der Stadt sind; der Umstand, dass hier eine Gesamtfläche von 250 qm, also ein halber Bauplatz, als “Leuchtturmbeispiel für ganz Baden-Württemberg” prämiert wird, zeigt, dass man sich hier erst ganz am Anfang befindet und es noch viel Nachholbedarf in Sachen Naturschutz gibt…


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