Schiebel neuer Vorsitzender des Stadtteilausschusses

Sven Schiebel

Beitragsbild: Sven Schiebel

Von Martin Strohal | 26.01.2023 20:00 | 2 Kommentare

Sven Schiebel hat den Vorsitz des Stadtteilausschusses Blankenloch/Büchig von Sylvia Duttlinger übernommen. Diese hatte ihre politischen Ämter aus persönlichen Gründen aufgegeben.

In der letzten Sitzung des Ausschusses am 19. Januar 2023 ernannte Oberbürgermeisterin Petra Becker Stadtrat Sven Schiebel (Freie Wähler) zum neuen Vorsitzenden. Ihm seien die Menschen in Stutensee wichtig, so Schiebel gegenüber meinstutensee.de. Deshalb sei ihm die Entscheidung nicht schwergefallen, sich für dieses Amt anzubieten.

Er wolle in vielen Bereichen “am Puls von Stutensee” sein und mehr über die Bedürfnisse, Wünsche und Ideen der Bevölkerung erfahren. Über eine “leichte Erreichbarkeit” sollen diese “niederschwelligen Zugang” zum Gemeinderat bekommen.

Auch wolle er den Kontakt zu den Vereinen intensivieren sowie das Ehrenamt unterstützen und fördern. “Ich möchte auf jeden Fall den Fokus auch auf den Stadtteil Büchig richten, da ich glaube, dass Büchig in den vergangenen Jahren in der Tat ein bisschen wenig Beachtung fand”, so Schiebel. Ein guter Einstieg sei die 650-Jahr-Feier Büchigs, die dieses Jahr ansteht.

Auch Senioren, Kinder und Jugendliche sowie das Gewerbe lägen ihm am Herzen.

Sven Schiebel hatte 2018 für das Amt des Oberbürgermeisters von Stutensee kandidiert, erreichte damals 13 Prozent im ersten Wahlgang. Zum zweiten trat er nicht wieder an.

Der Stadtteilausschuss nimmt in Blankenloch und Büchig die Rolle des Ortschaftsrates ein. Jedoch wird er nicht explizit gewählt, sondern setzt sich aus den Mitgliedern des Gemeinderats zusammen, die aus diesem Stadtteil kommen. Nahezu acht Jahre lang hatte Sylvia Duttlinger (CDU) das Amt der Vorsitzenden inne. Im Dezember trat sie aus persönlichen Gründen davon zurück.

forum Kommentare

Andreas Haßmann

Die erste Sitzung war sehr vielversprechend, neue Ideen, aber leider zu wenig Bevölkerung ,durch mangelnde Ankündigung seitens der Stadt.
Jetzt muß man die Ideen auch vorranbringen.
Da auch beim nächsten mal die Bürger eine Frage oder Anregung anbringen können, sollte man diese Möglichkeit für Blankenloch und Büchig als Bürger nutzen. Büchig ist in der Tat in den letzten Jahren, mit ca 4500 Bürgern zu kurz gekommen.

Auch sollte man die Rückkehr zum Format Ortschaftsrat überdenken, um mehr Gewicht und unterschiedliche Personen die Möglichkeit für ihren Ortsteil zu geben.
Man sollte die monatliche Sitzung beibehalten und vielleicht öffentliche Begehungen , dann alle 2 Monate, mit einplanen.

Man nannte sie einmal respektierlich “Herr Ortsvorsteher” – die damals noch meist männlichen, sich allerdings um das Wohlergehen ihrer Heimatgemeinde, bemühenden Respektpersonen Theo Feurer, Dr. Waldemar Nagel, Hans-Peter Gaal, die dem Blankenlocher Ortschaftsrat vorstanden. 2004 wurde dieser klangvolle Titel „Ortsvorsteher des Ortschaftsrates“ zum unnostalgischen und ausdrucksarmen „Vorsitzenden des Stadtteilausschusses“ umbenannt. Während die nördlichen Stadtteile weiterhin ihre Ortsvorsteher*Innen behielten, hat man in Blankenloch-Büchig damit kurzen Prozess gemacht.
Mag diese späte, nachfolgende Ernennung vom einst parteilosen, gegensteuernden OB-Kandidaten Sven Schiebel an die Zentrale der teilortbezogenen Bla-Bü-Macht zu neuen schönen Spiel- und Grillplätzen, und vielen Sitzbänken unter Einbeziehung aller Altersgruppen führen. Mögen ihm die einmal befürchteten Ohrfeigen und die Tracht Prügel von allen Seiten in seinem Amt auch weiterhin erspart bleiben. Ich wünsche ihm auf alle Fälle in diesem Amt einen guten Start und Erfolg, viel Kraft bei der Umsetzung seiner hoffentlich immer noch vorhandenen, früheren Vorstellungen, viel Zeit beim Dienen für die Bürger, und ab sofort keine geheimen Sitzungen mehr- Transparenz ist angesagt- und das alles mit geäußertem Bedacht. Große Ziele stecken in Versprechen, ich hoffe und wünsche es möge gelingen, auch in Zeiten ganz maroder Haushaltslagen und daraus nicht bezahlbarer Träume gegenwärtiger Wirklichkeiten. Charakter schaffen im weiteren Dorf, aber jetzt leider nicht mehr parteilich unabhängig, wie es bei der OB-Wahl einmal war. Das einmal Wichtigste für ihn – frei von Zwängen zu sein- hat sich als eine Erklärung seinerseits erledigt. Und nicht gerne Reden halten, heißt ja nicht – gerne zu reden. Gespannt wie sich das dann „klimapolitisch“ so entwickelt in all dieser geplanten Beschaulichkeit. Auf der einen Seite die politisch gewählte Ungezwungenheit und auf der anderen die auf gute Kompromisse wartende Schar der verbleibenden Stadtpolitiker*Innen, mit ihren eigenen Erwartungshaltungen und Vorstellungen. Eine Patt-Situation wird es auch nicht mehr geben, nachdem der Ausschuss jetzt nur noch 11 Mitglieder aufweist, auf der aktuellen Stadtseite aber weiterhin von 12 Mitgliedern mit Stimmrecht die Rede ist.
Die Messlatte liegt aus Bürgersicht auf sehr hohem Niveau – hoffentlich wurde sie mit klimaaktivem Sekundenkleber vor den nachfolgenden Sprungübungen zur Qualifikation, nicht festgeklebt.

Und höchste Zeit auch die aus dem Jahr 2014 letztmals geänderte Hauptsatzung der großen Kreisstadt Stutensee den neuen Gegeben- und Gepflogenheiten einer neuerlichen geschlechtergerechten Schreibweise anzupassen, wie dies bereits im Merkblatt zur praktischen Unterstützung bei der Anwendung der verbindlichen Vorgaben in Nummer 1.6.5 der Vorschriftenrichtlinien (Anlage 2 zur Vorschriftenanordnung – VAO) zur Verwendung einer geschlechtergerechten Rechts- und Amtssprache, bereits 2009 unter Günther Oettinger (CDU) in Baden-Württemberg für erforderlich gehalten wurde.
(Herausgegeben vom Ministerium für Arbeit und Soziales des Landes Baden-Württemberg.
Beschlossen von der BW-Lenkungsgruppe Gender Mainstreaming am 13.10.2009)